Geisterort Varosha soll wieder besiedelt werden

dpa/tgab

23.7.2021 - 21:00

epa07804981 A view of destroyed and deserted hotels as seen in an area used by the Turkish military in the abandoned coastal city of Varosha in Famagusta, Cyprus, 24 August 2019 (issued 30 August 2019). The pictures were taken from small ship that left the port of the city and sailed all along the coastline. Greek Cypriots, mostly refugees from Famagusta, who were forced to leave the city during the 1974 Turkish invasion, were granted permission to take pictures of their hometown. This is the first time in 45 years that pictures of the fenced off city, known as Varosha, are taken from the sea. Cyprus has been divided since 1974, when Turkish troops invaded and occupied its northern part. EPA/KATIA CHRISTODOULOU
Der Geisterort Varosha, in dem einst griechische Zyprer lebten, darf nach internationaler Vereinbarung nur unter UN-Mandat wieder besiedelt werden.
Bild: KEYSTONE/KATIA CHRISTODOULOU

Nordzypern möchte Teile der verlassenen Küstensiedlung Varosha entgegen einer UN-Resolution wiederbesiedeln. Das sorgt für Irritationen. Der UN-Sicherheitsrat hat das aktuelle Vorgehen der Türkei im Zypernkonflikt verurteilt.

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23.7.2021 - 21:00

Am Dienstag hatte Nordzypern – der seit 1974 türkisch besetzte Teil der Insel – angekündigt, Teile der verlassenen Küstensiedlung Varosha entgegen UN-Vereinbarungen wieder zu besiedeln. Das mächtigste Gremium der Vereinten Nationen einigte sich am Freitag auf eine gemeinsame Stellungnahme. Darin heisst, «jeder Versuch, einen Teil von Varosha durch andere Personen als seine Einwohner zu besiedeln», sei unzulässig. Es dürfe nichts geschehen, was UN-Resolutionen widerspreche. Der Text wurde dann auch offiziell angenommen.



Der Geisterort Varosha, in dem einst griechische Zyprer lebten, darf nach internationaler Vereinbarung nur unter UN-Mandat wieder besiedelt werden. International wurde die Ankündigung Nordzyperns kritisiert. Dies zerstöre die Bemühungen, die Insel irgendwann wieder zu vereinen. UN-Vertreter scheitern seit Jahrzehnten an Vermittlungen zur Überwindung der Teilung. Ankara sieht keine Chance mehr auf eine Wiedervereinigung und fordert die Errichtung zweier unabhängiger Staaten. Das wiederum wollen weder die griechischen Zyprer noch die EU noch die Vereinten Nationen.

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