Kurz vor BundestagswahlUnd dann nennt Merz die AfD «unerträglich»
Sven Ziegler
20.2.2025
Merz richtet eine klare Ansage Richtung AfD.
Carsten Koall/dpa
Friedrich Merz hat im Gespräch mit Tijen Onaran ein neues Einwanderungssystem für Deutschland gefordert. Er will Migration gezielt steuern, Fremdenhass eindämmen und setzt dabei auf eine digitale Agentur – klare Abgrenzung zur AfD inklusive.
CDU-Chef Friedrich Merz hat im «MUT»-Talk mit Tijen Onaran ein umfassendes Reformkonzept für die Einwanderungspolitik vorgestellt. Er betonte, wie wichtig Migration für den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Erfolg Deutschlands sei – und sprach sich klar gegen Fremdenhass aus, den er vor allem der AfD anlastet.
«Die unkontrollierte Migration hat Fremdenängste ausgelöst, die sich leider auch auf erfolgreiche Einwanderungsgeschichten übertragen haben», erklärte Merz im Podcast. Dann holt er zum Rundumschlag aus. Verantwortlich dafür sei «vor allem diese unerträgliche AfD.» Deutschland könne jedoch nur ein starkes, respektvolles Land bleiben, wenn das Migrationsproblem gezielt angegangen werde.
Merz kritisiert AfD scharf
Besonders hob Merz die Rolle von Menschen mit Migrationshintergrund in Wissenschaft, Forschung und Unternehmensgründungen hervor. In seiner Heimat Nordrhein-Westfalen wäre die Entwicklung ohne Zuwanderung «sehr viel schlechter» verlaufen.
Merz kritisierte die AfD scharf: «Die Einwanderung hat Deutschland stärker gemacht, und das muss so bleiben. Doch die AfD instrumentalisiert Ängste und spaltet unsere Gesellschaft. Wir müssen der Bevölkerung diese Angst nehmen.»
Als Lösung präsentierte er ein völlig neues Einwanderungssystem: «Wir schlagen vor, die Migration nach Deutschland anders zu regeln – über eine rein digitale Agentur. Wer hier arbeiten will und gebraucht wird, soll nicht den Umweg über einen Asylantrag gehen müssen.»
Dieses System, so Merz, würde gezielte Zuwanderung ermöglichen, den Arbeitsmarkt stärken und gleichzeitig den gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern.