USAUS-Einheiten beschlagnahmen erneut Öltanker in der Karibik
SDA
15.1.2026 - 20:30
Öltanker liegen an der Cardon-Raffinerie in Punta Cardon, Venezuela, vor Anker. Foto: Matias Delacroix/AP/dpa/Symbolbild
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US-Einheiten haben erneut einen Öltanker in der Karibik unter ihre Kontrolle gebracht. Marineinfanteristen und Matrosen hätten vor Tagesanbruch den Tanker «Veronica» beschlagnahmt, teilte das für die Region zuständige Südkommando des US-Militärs (Southcom) auf der Plattform X mit.
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15.01.2026, 20:30
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US-Heimatschutzministerin Kristi Noem schrieb auf X, dass es sich dabei um einen sanktionierten Tanker handele, der zuvor venezolanische Gewässer durchquert und gegen eine von US-Präsident Donald Trump verhängte Blockade verstossen habe. Laut Southcom verlief der Einsatz «ohne Zwischenfälle».
Die USA hatten in den vergangenen Wochen bereits mehrere Tanker unter ihre Kontrolle gebracht. Zuvor hatte Trump angekündigt, eine «vollständige und komplette Blockade aller sanktionierter Öltanker auf dem Weg von und nach Venezuela» zu verhängen. Seine Begründung: Das südamerikanische Land habe Öl, Land und andere Vermögenswerte von den USA gestohlen – diese müssten zurückgegeben werden.
In dem Post des Südkommandos des US-Militärs zu der jüngsten Beschlagnahmung hiess es nun: «Das einzige Öl, das Venezuela verlässt, wird Öl sein, das ordnungsgemäss und rechtmässig koordiniert wird.»
Trump sieht Partnerschaft mit Venezuelas Führung
Erst am Mittwoch hatte sich Trump mit der aktuellen Führung Venezuelas zufrieden gezeigt. Er habe ein langes Telefonat mit der geschäftsführenden Präsidentin Delcy Rodríguez gehabt, sagte Trump und nannte sie eine grossartige Person. Auf Truth Social schrieb er, dass die Partnerschaft zwischen den USA und Venezuela «FÜR ALLE» spektakulär sein werde.
Die US-Regierung hatte bereits zuvor deutlich gemacht, dass sie das venezolanische Ölgeschäft kontrollieren und dadurch auch Druck auf die Regierung in Caracas ausüben will. Die Blockade von Öltankern sei ein «enormer Hebel», um politische Veränderungen in Venezuela herbeizuführen, sagte US-Aussenminister Marco Rubio. Die USA hatten Anfang Januar bei einem Militäreinsatz in Caracas den autoritär regierenden Staatschef Nicolás Maduro entmachtet und gefangengenommen.
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USA und Iran wollen verhandeln: Für Freitag sind neue Gespräche der beiden Staaten im Oman geplant. Für die USA sollen der Sondergesandte Steve Witkoff und der Schwiegersohn von Präsident Donald Trump, Jared Kushner, teilnehmen. Unklar bleibt die Tagesordnung.
Der Iran möchte laut Aussenminister Abbas Araghtschi nur über sein Atomprogramm und eine mögliche Lockerung von Sanktionen sprechen. Die USA drängen hingegen darauf, dass auch Irans Raketenprogramm sowie die Unterstützung von Irans Verbündeten Themen sein müssten.
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