Ukraine-Krise

US-Politiker gehen von mehreren zehntausend Opfern aus bei möglicher russischer Invasion

dpa

6.2.2022 - 09:10

Ukrainian National Guard, Armed Forces, special operations units exercise as they simulate a crisis situation in an urban settlement, in the abandoned city of Pripyat near the Chernobyl Nuclear Power Plant, Ukraine, Friday, Feb.4, 2022. (AP Photo/Mykola Tymchenko)
In einer verlassenen Stadt in der Nähe von Tschernobyl trainieren ukrainische Spezialeinheiten den Häuserkampf nach einem möglichen Einmarsch der russischen Armee. 
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Vertreter der US-Regierung gehen nach einem Medienbericht im Falle eines Einmarschs russischer Truppen in die Ukraine von mehreren zehntausend zivilen und militärischen Opfern aus. 

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6.2.2022 - 09:10

Allein in der ukrainischen Zivilbevölkerung könnten zwischen 25 000 und 50 000 Menschen sterben, berichtete die «New York Times» am Samstag unter Berufung auf nicht genannte hohe US-Regierungsbeamte. Nach deren Einschätzung müsste das ukrainische Militär mit bis zu 25 000 Toten rechnen, während auf russischer Seite von bis zu 10 000 Gefallenen zu rechnen sei.

Dazu würde ein Einmarsch russischer Truppen in das Nachbarland eine Flüchtlingswelle auslösen. Von den bis zu fünf Millionen Flüchtlingen würden die meisten nach Polen ausweichen.

Allerdings stehe noch nicht fest, ob der russische Präsident Wladimir Putin eine endgültige Entscheidung über eine Invasion getroffen habe, berichtete das Blatt weiter. Gegenwärtig habe das russische Militär bereits rund 70 Prozent der Kräfte aufmarschieren lassen, die nach Meinung von Experten für eine vollständige Besetzung der Ukraine nötig wären.

Als möglicher Zeitpunkt für den Einmarsch wurde die zweite Februar-Hälfte angesehen – nach dem Ende der Olympischen Winterspiele in Peking. Bis dahin wäre der Boden in der Ukraine durch Frost gehärtet, hiess es weiter.

SDA, smi

dpa