Das ist in der Nacht passiert US-Spezialeinheiten im Nahen Osten angekommen

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31.3.2026

Trump verschiebt erneut Iran-Ultimatum

Trump verschiebt erneut Iran-Ultimatum

Washington, 27.03.2026: US-Präsident Donald Trump hat sein Ultimatum an den Iran zur Freigabe der Strasse von Hormus erneut verlängert. Bis zum 6. April um 20 Uhr US-Ostküstenzeit wird es keine Angriffe auf iranische Kraftwerke geben. Dies kündigte Trump auf der Plattform Truth Social an und verwies auf «sehr gute» Gespräche. Ursprünglich wäre die Frist am kommenden Samstag abgelaufen. Der Iran hatte um eine Verlängerung um sieben Tage gebeten, Trump gab ihnen zehn. Er begründete diesen Schritt damit, dass der Iran mehreren Öltankern die Durchfahrt durch die Strasse von Hormus gewährt hat. Der Iran, der von den USA und Israel angegriffen wird, hatte seit Kriegsbeginn wiederholt Schiffe in der Strasse von Hormus per Funk gewarnt, diese nicht zu passieren. Teheran griff in der Region auch wiederholt Schiffe an, was gravierende Auswirkungen auf den weltweiten Handel mit Gas und Öl hat.

30.03.2026

Die USA verhandeln nach Angaben von Präsident Trump mit dem iranischen Parlamentspräsidenten. Die Navy Seals sind vor Ort eingetroffen. Und Trump soll bereit sein, den Krieg zu beenden, selbst wenn die Strasse von Hormus weitgehend gesperrt bliebe. Das sind die Entwicklungen der vergangenen Stunden.

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Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Die USA verhandeln nach Angaben von Präsident Donald Trump mit dem iranischen Parlamentspräsidenten Mohammed Bagher Ghalibaf. Ghalibaf bestreitet das.
  • Hunderte Mitglieder von Spezialeinheiten des US-Militärs sind Medienberichten zufolge im Nahen Osten angekommen.
  • US-Präsident Donald Trump soll seinen Beratern mitgeteilt haben, er sei bereit, den Krieg gegen den Iran zu beenden, selbst wenn die Strasse von Hormus weitgehend blockiert bleibe.

Der Iran setzt auch einen Monat nach Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe den Beschuss benachbarter Golfstaaten mit ballistischen Raketen und Drohnen unablässig fort.

blue News fasst zusammen, was in der Nacht auf Dienstag (31.3.) passiert ist.

Trump: USA führen Gespräche mit Irans Parlamentspräsidenten

Die USA verhandeln nach Angaben von Präsident Donald Trump mit dem iranischen Parlamentspräsidenten Mohammed Bagher Ghalibaf. Der Präsident bestätigte die Gespräche mit Ghalibaf in einem Interview mit der «New York Post», das am Montag veröffentlicht wurde. Er sagte der Zeitung, dass er «in etwa einer Woche Bescheid geben» werde, als er gefragt wurde, ob der Parlamentspräsident jemand sei, mit dem die USA zusammenarbeiten könnten.

Ghalibaf, ein 64-jähriger Pilot und ehemaliger Kommandeur der Revolutionsgarde, hat bestritten, dass es Gespräche mit den USA gegeben habe, trotz Berichten, wonach er als Verhandlungspartner Washingtons ins Gespräch gebracht worden sei.

Medien: US-Spezialeinheiten im Nahen Osten angekommen

Hunderte Mitglieder von Spezialeinheiten des US-Militärs sind Medienberichten zufolge im Nahen Osten angekommen. Darunter befinden sich auch Soldaten der Army Rangers, die als Speerspitze der Kommandotruppen des US-Heeres gelten, sowie der Navy Seals, einer Eliteeinheit der US-Marine, wie die «New York Times» und der Sender CBS News übereinstimmend berichten. Die US-Medien berufen sich dabei auf zwei US-Militärbeamte beziehungsweise mit dem Einsatz vertraute Quellen.

Sie schlössen sich Tausenden Marineinfanteristen und Fallschirmjägern des Heeres an, die ebenfalls in der Region angekommen seien – die militärischen Optionen von US-Präsident Donald Trump im Krieg mit dem Iran würden damit erweitert, hiess es. Die Soldaten könnten demnach etwa in Operationen zum Einsatz kommen, die auf die Öffnung der Strasse von Hormus abzielen, auf die Einnahme der für den iranischen Ölexport zentralen Insel Charg oder die Bergung von Irans hochangereichertem Uran.

Mitglieder von Spezialeinheiten des US-Militärs auf dem amphibischen Angriffsschiff «USS Tripoli» im Nahen Osten. (27. März 2026)
Mitglieder von Spezialeinheiten des US-Militärs auf dem amphibischen Angriffsschiff «USS Tripoli» im Nahen Osten. (27. März 2026)
Bild: Keystone/U.S. Central Command via AP

Trump offenbar bereit, Krieg zu beenden – ohne Strasse von Hormus wieder zu öffnen

US-Präsident Donald Trump soll seinen Beratern mitgeteilt haben, er sei bereit, den Krieg gegen den Iran zu beenden, selbst wenn die Strasse von Hormus weitgehend gesperrt bleibe. Das berichtet das «Wall Street Journal» unter Berufung auf Regierungsvertreter. Dies würde Teherans festen Griff um die Wasserstrasse wahrscheinlich verlängern und die komplexe Operation, mit der die Meerenge wieder geöffnet werden könnte, auf einen späteren Zeitpunkt verschieben, schrieb die Zeitung.

In den vergangenen Tagen seien Trump und seine Berater zum Schluss gekommen, dass ein Einsatz zur Öffnung der Meerenge den Konflikt über seinen Zeitrahmen von vier bis sechs Wochen hinaus verlängern würde. Trump habe entschieden, dass sich die USA auf ihre Hauptziele wie das Vorgehen gegen die Marine und die Raketenbestände des Irans konzentrieren sollten – und gleichzeitig diplomatisch Druck auf Teheran ausüben sollten, die Strasse von Hormus wieder für den Schiffsverkehr zu öffnen. Sollte das nicht gelingen, würden die USA Druck auf Verbündete in Europa und am Golf ausüben, bei Bemühungen um die Öffnung der Meerenge die Führung zu übernehmen.

Die Informationen der Zeitung liessen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. Trump ist dafür bekannt, viele seiner Positionen immer wieder zu verändern.

Kanzler Merz: Trump für «massive Eskalation» im Iran-Krieg verantwortlich

Kanzler Merz: Trump für «massive Eskalation» im Iran-Krieg verantwortlich

Frankfurt/Main, 27.03.26: Bei seinem Besuch im Weissen Haus hat sich Kanzler Friedrich Merz Anfang des Monats noch ganz gut mit US-Präsident Donald Trump verstanden – jetzt wird das Verhältnis der beiden Tag für Tag konfrontativer. «Was Trump da im Augenblick macht, ist nicht Deeskalation und der Versuch, da eine friedliche Lösung hinzubekommen, sondern eine massive Eskalation mit offenem Ausgang», sagt er mit Blick auf das Vorgehen des US-Präsidenten im Iran-Krieg. Und weiter: «Das sind Eskalationen, die schon bedrohlich sind. Nicht nur für die Betroffenen, sondern für uns alle.» Zuvor hatte US-Präsident Trump Deutschland wegen der ausbleibenden Hilfe bei der Sicherung der Strasse von Hormus kritisiert. Er habe es als «unangemessen» empfunden, dass von deutscher Seite geäussert worden sei: «Das ist nicht unser Krieg.»

31.03.2026