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Wenn dem Tankflugzeug selbst der Sprit ausgeht: Ein KC-135 Stratotanker musste nach einer Flugshow zum 250. Geburtstag der USA eine «Minimum Fuel Emergency» erklären. (Symbolbild)
AP U.S. Department of Defense
Ausgerechnet ein Tankflugzeug der US-Luftwaffe gerät nach einer Flugshow zum 4. Juli in Treibstoffnot. Nach zwei missglückten Landeanflügen muss die Besatzung einen Notfall erklären.
Ausgerechnet eine fliegende Tankstelle der US-Luftwaffe musste nach dem Festakt zum 250. Geburtstag der USA wegen Treibstoffmangels einen Notfall melden. Die Besatzung einer KC-135R Stratotanker erklärte nach mehreren abgebrochenen Landeanflügen einen sogenannten «Minimum Fuel Emergency», wie das Portal «Airline» schreibt.
Die Maschine mit dem Rufzeichen «Salty 76 Heavy» hatte am 4. Juli gemeinsam mit vier F-35-Kampfjets an militärischen Überflügen anlässlich der Feierlichkeiten im US-Bundesstaat Utah teilgenommen. Anschliessend sollte sie zum Salt Lake City International Airport zurückkehren.
Doch die Rückkehr verlief nicht nach Plan: Beim ersten Anflug steuerte die Crew laut Berichten die falsche Piste an und musste durchstarten. Auch der zweite Versuch wurde abgebrochen, nachdem erneut eine Warnung wegen der falschen Landebahn ausgelöst worden war. Die zusätzlichen Warteschleifen aber liessen den Treibstoffvorrat in einen kritischen Bereich fallen.
Gemäss den vorgeschriebenen Verfahren meldete die Besatzung daraufhin einen Notfall: «Minimum Fuel Emergency». Dadurch erhielt das Flugzeug Vorrang bei der Landung, während Feuerwehr und Rettungskräfte vorsorglich in Alarmbereitschaft versetzt wurden. Schliesslich gelang der KC-135R nach einer engen 360-Grad-Kurve die sichere Landung auf der Piste. Ein Einsatz der Rettungskräfte war nicht nötig.
Dass ausgerechnet einem Tankflugzeug der Treibstoff ausgeht, wirkt auf den ersten Blick paradox. Tatsächlich nutzt die KC-135R denselben Treibstoff sowohl für den eigenen Flug als auch für Luftbetankungen anderer Maschinen, heisst es bei «Futurezone». Allerdings werden Tankflugzeuge aus Gewichts- und Sicherheitsgründen oft nicht vollständig betankt – erst recht nicht, wenn es sich wie in diesem Fall, um einen Showflug gehandelt hat.