PolitikUS-Truppen sollen bis Mitte September aus dem Niger abziehen
SDA
19.5.2024 - 19:42
ARCHIV - Französische Soldaten steigen aus einem C130-Frachtflugzeug der US-Luftwaffe. Foto: Jerome Delay/AP/dpa
Keystone
Die US-Regierung und die Militärjunta im Niger wollen den bereits begonnenen Abzug der US-Streitkräfte aus dem westafrikanischen Krisenstaat bis Mitte September beendet haben. Darauf habe man sich nach mehrtägigen Gesprächen geeinigt, teilte das US-Verteidigungsministerium am Sonntag mit. Im Niger waren nach US-Informationen vom vergangenen Jahr mehr als 1100 amerikanische Soldaten stationiert.
Keystone-SDA
19.05.2024, 19:42
SDA
Mit dem Abzug geht die Regierung von US-Präsident Jo Biden auf eine Forderung der Militärjunta ein, die im Niger seit Juli 2023 an der Macht ist und Mitte März ein militärisches Kooperationsabkommen mit den USA gekündigt hatte. Der Abzug der US-Truppen aus dem Niger wird nach Angaben der US-Regierung nicht die Fortsetzung der Entwicklungsbeziehungen zwischen beiden Ländern beeinflussen.
Der Niger war für das US-Militär zuletzt eine Drehscheibe für den Antiterrorkampf in der Sahelzone. Vor der Machtübernahme der Junta galt das Land als letzter demokratischer Partner europäischer Staaten und der USA in der Region. Der Niger war ein enger Verbündeter im Kampf gegen Terrorismus und gegen illegale Migration nach Europa. Der Umsturz löste eine schwere diplomatische Krise in der Region aus. Auch die Nachbarländer Mali und Burkina Faso haben sich von den USA und Europa abgewandt und nähern sich dafür Russland an.
Johann Wadephul: UN muss Verantwortung im Iran-Krieg übernehmen
Berlin, 27.04.2026: Krisendiplomatie in New York: Aussenminister Johann Wadephul fordert mehr Einsatz vom UN-Sicherheitsrat im Iran-Konflikt.
O-Ton Johann Wadephul, Aussenminister
«Die UN müssen jetzt ihrer Verantwortung gerecht werden, insbesondere der Sicherheitsrat. Kriege und Konflikte schwelen, und wir sehen zum Teil die Unfähigkeit von Staaten, effektive Konfliktlösungsmechanismen in Kraft zu setzen. Insbesondere der Konflikt um den Iran und die blockierte Strasse von Hummus wird ein Thema sein, zu dem ich auch das Wort ergreifen werde im Sicherheitsrat.»
Wadephul fordert, der UN-Sicherheitsrat müsse handlungsfähiger werden: Blockaden, auch durch China und Russland, dürften Lösungen nicht länger verhindern.
Deutschland hofft zudem auf ein UN-Mandat für eine mögliche Mission in der Strasse von Hormus, einer wichtigen Route für die weltweite Energieversorgung.
In New York plant Wadephul Gespräche mit UN-Generalsekretär António Guterres sowie weiteren ranghohen UN-Vertretern und Amtskollegen. Dabei soll es auch um die Zukunft der Vereinten Nationen gehen.
28.04.2026
Einsatz im Mittelmeer: Minenjagdboot wird bald wegen Iran-Krieg verlegt
Das deutsche Minenjagdboot «Fulda» soll schon bald aufbrechen – Verteidigungsminister Boris Pistorius will, dass es schnell geht, sollte demnächst ein Einsatz zur Sicherung der Strasse von Hormus anstehen. Pistorius betont, Voraussetzung für einen Einsatz sei zuallererst ein Ende der Kampfhandlungen im Krieg der USA und Israels mit dem Iran. Zudem erinnert er daran, dass ein solcher Einsatz nur mit einem Mandat des Bundestags möglich sei.
27.04.2026
Pete Hegseths «Pulp Fiction»-Gebet
Verteidigungsminister Pete Hegseth zitiert am 16. April auf einer Pressekonferenz in Washington ein abgewandeltes Gebet, das bei der Rettung der US-Piloten im Iran gesprochen worden sei.
«Sie nennen es CSAR [Combat Search and Rescue] 25:17, was meiner Meinung nach Hesekiel 25:17 reflektieren soll», sagt er und betet drauflos. Hegseth zitiert ein abgewandeltes Gebet, das bei der Rettung der US-Piloten im Iran gesprochen worden sei. «Sie nennen es CSAR [Combat Search and Rescue] 25:17, was meiner Meinung nach Hesekiel 25:17 reflektieren soll», sagt er und betet drauflos.
Im Video siehst du jedoch, dass es sich um ein abgewandeltes Zitat aus dem Kultfilm «Pulp Fiction» von 1994 handelt, das nur an den Bibelvers angelehnt ist.
17.04.2026
Johann Wadephul: UN muss Verantwortung im Iran-Krieg übernehmen
Einsatz im Mittelmeer: Minenjagdboot wird bald wegen Iran-Krieg verlegt