AussenhandelUS-Zölle auf Stahl und Aluminium für Australien «ungerechtfertigt»
SDA
12.3.2025 - 02:49
Der australische Premierminister Anthony Albanese hat sich nach eigenen Angaben dafür eingesetzt, dass Australien von den Zöllen auf Stahl und Aluminium ausgenommen wird.
Keystone
Australiens Regierungschef Anthony Albanese hat die ab Mittwoch drohenden US-Zölle auf Stahl und Aluminium für sein Land als «völlig ungerechtfertigt» kritisiert. «Dies ist kein freundlicher Akt», sagte Albanese am Mittwoch (Ortszeit) vor Medienschaffenden.
Keystone-SDA
12.03.2025, 02:49
SDA
«Das ist ganz klar kein positiver Schritt in unserer Beziehung. So einfach ist das», sagte Albanese nachdem es ihm offenbar nicht gelungen war, für Australien in letzter Minute eine Ausnahmeregelung zu erreichen.
Der Schritt widerspreche dem «Geist der dauerhaften Freundschaft unserer beiden Nationen», führte Albanese aus. Trotz des Rückschlags werde Canberra aber keine Vergeltungsmassnahmen ergreifen, sagte er. Er begründete dies damit, dass «Zölle und eskalierende Handelsspannungen eine Form der wirtschaftlichen Selbstbeschädigung und ein Rezept für langsameres Wachstum und höhere Inflation» seien.
Aufschläge in Höhe von 25 Prozent
Die von US-Präsident Donald Trump angekündigten Einfuhrzölle auf Stahl und Aluminium treten am Mittwoch in Kraft. Sie betreffen US-Handelspartner weltweit. Der Republikaner hatte die Aufschläge in Höhe von 25 Prozent im Februar für die wichtigsten Lieferländer angekündigt. Die Stahlzölle sind die ersten, von denen auch die Europäische Union in Trumps zweiter Amtszeit direkt betroffen ist.
Nach Albaneses Angaben hatte Trump zuvor «zugestimmt, dass eine Ausnahmeregelung im Interesse unserer beiden Länder in Erwägung gezogen wird». In einem Telefonat mit dem US-Präsidenten im Februar habe er sich dafür eingesetzt, dass Australien von den Zöllen auf Stahl und Aluminium ausgenommen werde, sagte Albanese damals.
Keine Ausnahmeregelung
In der Nacht zu Mittwoch berichteten australische Medien dann, dass die Ausnahmeregelung nicht mehr zur Debatte stehe. «Er hat sie in Erwägung gezogen und sich dagegen entschieden», sagte die Pressesprecherin des Weissen Hauses, Karoline Leavitt, dem Sender ABC mit Blick auf US-Präsident Trump.
Australien spielt auf den Stahlexportmärkten weltweit zwar nur eine untergeordnete Rolle. Das Land verfügt aber über bedeutende Vorkommen an Eisenerz, einem wichtigen Rohstoff für die Stahlproduktion.
Rassistische Krawalle in Belfast: Starmer «schockiert»
Belfast/London, 10.06.2026: Nach gewaltsamen Ausschreitungen: Der britische Premierminister Keir Starmer verurteilt die rassistische Krawalle in Belfast aufs Schärfste.
Er schreibt in einem X-Beitrag:
«Die Szenen in Belfast letzte Nacht waren schockierend und völlig inakzeptabel (...) Es ist offensichtlich, dass Menschen letzte Nacht aufgrund ihrer Herkunft ins Visier genommen wurden, und das werde ich nicht tolerieren (...) Die Verantwortlichen werden die volle Härte des Gesetzes zu spüren bekommen.»
Hintergrund der Ausschreitungen ist ein brutales Video eines Messerangriffs vom Montag, bei dem ein Mann schwer verletzt worden war. Mutmasslicher Täter ist laut Polizei ein 30-jähriger Sudanese. Er wurde wegen versuchten Mordes, Waffenbesitzes und Todesdrohungen angeklagt.
Randalierer zogen teils vermummt durch die Strassen und setzten mehrere Fahrzeuge in Brand. Auch Wohnhäuser wurden angezündet, aus ihnen mussten Bewohner gerettet werden.
11.06.2026
ICE-Agenten zerren Frau aus ihrem Auto
Am 13. Januar 2026 ziehen Beamte der Einwanderungspolizei ICE eine Frau in Minneapolis, Minnesota, aus ihrem Wagen und verhaften Aliya Rahman.
15.01.2026
Trump und Xi in China: Treffen beginnt mit Warnung wegen Taiwan
Chinas Staatschef warnt Trump vor Konflikt um Taiwan. Zum Auftakt des Besuchs von US-Präsident Donald Trump macht der chinesische Staatschef Xi klar, dass die Taiwan-Frage die Beziehung zwischen seinem Land und den USA in eine «äusserst gefährliche Lage bringen» könnte. Ob und was Trump auf Xis Äusserungen entgegnet hat, ist nicht bekannt. Die USA spielen in Bezug auf Taiwan eine wichtige Rolle – unter anderem, weil sie trotz grosser Kritik Pekings Taiwan mit Waffen beliefern.
14.05.2026
Rassistische Krawalle in Belfast: Starmer «schockiert»
ICE-Agenten zerren Frau aus ihrem Auto
Trump und Xi in China: Treffen beginnt mit Warnung wegen Taiwan