Iran-Konflikt Ölpreise ziehen wieder an +++ Saudi-Arabien und Emirate hatten Iran direkt angegriffen

SDA

15.5.2026 - 08:50

Trump: Waffenruhe mit Iran am seidenen Faden

Trump: Waffenruhe mit Iran am seidenen Faden

Washington, 12.05.2026: Neue Spannungen im Konflikt zwischen den USA und dem Iran: Die Waffenruhe im Krieg mit dem Iran steht nach Worten von US-Präsident Donald Trump auf der Kippe. In Washington sprach Trump von einem «dämlichen Vorschlag» aus Teheran zur Beendigung des Krieges. Die Feuerpause liege quasi auf der Intensivstation. Trump sagte, der Iran habe zunächst zugestimmt, angereichertes Uran ausser Landes schaffen zu lassen – später sei die Führung in Teheran davon wieder abgerückt. Der Iran weist die Darstellung zurück. Trotz der stockenden Gespräche hält Trump eine diplomatische Lösung weiter für möglich.

13.05.2026

Am 28. Februar starteten die USA und Israel Angriffe auf den Iran. Teheran reagiert mit Gegenangriffen, die nicht nur Israel treffen. Der Krieg hat sich inzwischen auf die gesamte Region ausgeweitet, ein Ende des Konflikts ist nicht in Sicht. Die Entwicklungen im Ticker.

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Keystone-SDA, Redaktion blue News

Das Wichtigste im Überblick

  • Israel und die USA haben am 28. Februar den Iran angegriffen.
  • Ajatollah Ali Chamenei, der oberste Führer des Iran, sowie weitere Mitglieder der iranischen Führung wurden bei einem der Angriffe am 28. Februar getötet.
  • Nach der Tötung von Ayatollah Ali Chamenei ist dessen Sohn Modschtaba Chamenei zu seinem Nachfolger ernannt worden.
  • Als faktisch mächtigster Mann im Iran galt zuletzt Ali Laridschani; der Generalsekretär des Rates für nationale Sicherheit wurde bei einem israelischen Luftangriff am 17. März getötet. 
  • Donald Trump hat die Begründung für den Waffengang mehrmals geändert.
  • Was zuvor wichtig war, kannst du hier nachlesen.

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  • 8.48 Uhr

    Ölpreise ziehen wieder an

    Die Ölpreise sind nach der jüngsten Beruhigung wieder gestiegen. Die Notierungen haben sich auf Wochensicht deutlich verteuert, da die für den Ölhandel entscheidende Strasse von Hormus faktisch geschlossen bleibt.

    Die Nordseesorte Brent ist bis auf rund 107 US-Dollar je Barrel gestiegen und liegt damit im Wochenverlauf etwa sechs Prozent im Plus. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juli war zuletzt um gut 1,3 Prozent teurer und kostete 107,14 US-Dollar. Am Markt stehen die Ergebnisse des Gipfeltreffens zwischen den USA und China im Fokus.

    US-Präsident Donald Trump äusserte sich widersprüchlich zur Lage in der Strasse von Hormus: Dem Sender Fox News sagte er, die USA bräuchten die Wasserstrasse nicht, erklärte später jedoch bei einem Auftritt mit Chinas Staatschef Xi Jinping in Peking, man wolle die Meerenge offenhalten.

    Chinas Staatschef bot nach Darstellung von Trump Hilfe im Iran-Krieg an. «Er würde es begrüssen, wenn ein Deal erzielt wird. Und er bot an, er sagte: «Wenn ich irgendwie helfen kann, würde ich das gerne tun»», sagte Trump zu Fox News. Von dem Interview wurden zunächst Ausschnitte veröffentlicht. Auf Nachfrage, ob Xi das tatsächlich so gesagt habe, bestätigte Trump dies ausdrücklich.

  • 6.13 Uhr

    China fordert dauerhafte Waffenruhe

    Nach US-Präsident Donald Trumps Äusserung über ein angebliches chinesisches Hilfsangebot im Iran-Krieg hat Peking seine Forderung nach einer dauerhaften Waffenruhe erneuert. Die Schifffahrtswege sollten so schnell wie möglich wieder geöffnet werden, erklärte das Aussenministerium in Peking mit Blick auf die Strasse von Hormus. Es brauche eine umfassende und dauerhafte Waffenruhe, um die Wiederherstellung von Frieden und Stabilität in der Golfregion voranzutreiben, so die Behörde weiter.

    Ein Banner mit den Portraits des obersten iranische Führers Modschtaba Chamenei und seines bei US- und israelischen Luftangriffen getöteten Vaters Ajatollah Ali Chamenei. (12. Mai 2026)
    Ein Banner mit den Portraits des obersten iranische Führers Modschtaba Chamenei und seines bei US- und israelischen Luftangriffen getöteten Vaters Ajatollah Ali Chamenei. (12. Mai 2026)
    Bild: Keystone/AP Photo/Vahid Salemi

    Dieser Krieg, der niemals hätte passieren dürfen, müsse nicht weitergehen, erklärte das Ministerium. Bald eine Lösung zu finden, nütze den USA und dem Iran sowie anderen Regionen und der gesamten Welt, hiess es weiter.

    Trump hatte in einem Interview des Senders Fox News zuvor angedeutet, Chinas Staatschef Xi Jinping habe Hilfe im Iran-Krieg angeboten. «Er würde es begrüssen, wenn ein Deal erzielt wird. Und er bot an, er sagte: <Wenn ich irgendwie helfen kann, würde ich das gerne tun>», sagte der Republikaner. Chinas Aussenamt ging in seinem Statement nicht explizit darauf ein.

    China war zuletzt trotz US-Sanktionen der grösste Abnehmer iranischen Öls. Die Lieferungen sind allerdings aufgrund der Blockade der Strasse von Hormus seit Kriegsbeginn zum Erliegen gekommen.

  • 5.57 Uhr

    China fordert erneut Öffnung der Strasse von Hormus

    China hat bei einem bilateralen Treffen mit den USA erneut die Öffnung der Strasse von Hormus gefordert und einen diplomatischen Weg zur Beendigung des Kriegs im Iran angemahnt. «Jetzt, wo die Tür für Dialog geöffnet wurde, sollte sie nicht wieder geschlossen werde», erklärte das chinesische Aussenministerium am Freitag in einer Mitteilung. Dabei solle eine Lösung «die Bedenken aller Parteien zum iranischen Atomprogramm berücksichtigen». «Die Schifffahrtswege sollten so schnell wie möglich wieder geöffnet werden», hiess es weiter.

    US-Präsident Donald Trump verlangt ein Zurückfahren des iranischen Atomprogramms als Bedingung für ein Ende des Kriegs. Das Aussenministerium machte keine Angaben, ob China aktiv bei Verhandlungen zur Beendigung des Konflikts helfen werde, wie Trump in einem Interview mit Fox-News-Moderator Sean Hannity erklärte. Stattdessen stellte das Ministerium einen Vier-Punkte-Friedensvorschlag von Staatschef Xi Jinping vor, der zwar wenige konkrete Details enthält, aber die Wahrung der nationalen Souveränität und des Völkerrechts betont.

    Schiffe liegen in der Strasse von Hormus vor Anker. (Archivbild)
    Schiffe liegen in der Strasse von Hormus vor Anker. (Archivbild)
    Bild: Keystone/AP
  • Freitag, 15. Mai 2026, 4 Uhr

    Bericht: Saudi-Arabien und Emirate haben Iran angegriffen

    Als Vergeltung für iranische Angriffe auf das eigene Staatsgebiet sollen Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate einem Medienbericht zufolge während des jüngsten Konflikts im Nahen und Mittleren Osten ihrerseits Ziele im Iran attackiert haben. Es sei das erste Mal gewesen, dass die beiden arabischen Länder den Iran direkt angriffen, berichtete die «New York Times» unter Berufung auf aktuelle und ehemalige ranghohe US-Beamte. Über Zeitpunkt und Ziele der unabhängig voneinander durchgeführten Attacken machten sie keine Angaben.

    Weder Saudi-Arabien noch die Emirate bestätigten die Angriffe. Der Iran hatte im jüngsten Krieg mit den USA und Israel immer wieder Ziele in den beiden Ländern angegriffen und erhebliche Schäden angerichtet. Das US-Militär unterhält sowohl in Saudi-Arabien als auch in den Vereinigten Arabischen Emiraten Stützpunkte.

    Frauen am Dienstag im Zentrum von Teheran. 
    Frauen am Dienstag im Zentrum von Teheran. 
    Bild: Keystone/AP Photo/Vahid Salemi

    Saudi-Arabien und Iran ringen seit langem um die Vorherrschaft in der Region. Die Rivalität wird auch vom konfessionellen Konflikt zwischen dem sunnitischen Islam in Saudi-Arabien und dem schiitischen Islam im Iran geprägt. Auch die Beziehungen zwischen den Emiraten und dem Iran sind angespannt. Das arabische Land ist ein wichtiger Verbündeter der USA und hatte zuletzt auch seine Beziehungen zu Irans Erzfeind Israel normalisiert.

  • 20.11

    Trump: Xi hat Hilfe im Krieg angeboten

    Chinas Staatschef Xi Jinping hat nach Darstellung von US-Präsident Donald Trump Hilfe im Iran-Krieg angeboten. «Er würde es begrüssen, wenn ein Deal erzielt wird. Und er bot an, er sagte: <Wenn ich irgendwie helfen kann, würde ich das gerne tun>», sagte Trump in einem Interview des Senders Fox News, von dem zunächst Ausschnitte veröffentlicht wurden. Auf Nachfrage, ob Xi das tatsächlich so gesagt habe, bestätigte Trump dies ausdrücklich.

    In einem zuvor veröffentlichten Interview des Senders NBC News sagte US-Aussenminister Marco Rubio, dass Trump Xi nicht um «irgendetwas» gebeten habe. «Wir haben nicht um Chinas Hilfe gebeten, noch benötigen wir ihre Unterstützung», sagte er.

    Trump betonte, dass Xi sich die Öffnung der Strasse von Hormus wünsche. Die für den Welthandel wichtige Meerenge ist seit Beginn des Iran-Kriegs nicht mehr frei passierbar, was den Ölexport stark behindert. China gilt als wichtigster Importeur von iranischem Öl und ist daher besonders an einer Öffnung der Meerenge interessiert.

    Trump sagte zudem, Xi habe sich bereiterklärt, keine weitere militärische Ausrüstung an den Iran zu liefern. Eine Bestätigung aus Peking lag zu den angeblichen Äusserungen Xis nicht vor. China gilt als wichtiger Verbündeter Teherans und gehört neben Russland zu den wichtigsten Lieferanten des iranischen Militärs.

  • 16.01 Uhr

    Rund 30 Schiffe passierten Strasse von Hormus

    Rund 30 Schiffe haben nach Angaben der iranischen Revolutionsgarden (IRGC) seit der vergangenen Nacht die Strasse von Hormus passiert. Das erklärte ein Kommandeur der IRGC-Marine laut der iranischen Nachrichtenagentur Fars. Er betonte zugleich, dass weiterhin kein Schiff «eines feindlichen Staates» die Meerenge durchqueren dürfe.

    Der iranischen Agentur Tasnim zufolge soll es sich unter anderem um chinesische Schiffe gehandelt haben. Demnach kam die Vereinbarung nach intensiven Bemühungen beider Länder zustande. Dabei spielten die engen bilateralen Beziehungen und die strategische Partnerschaft eine entscheidende Rolle, hiess es in dem Bericht.

    Eine genaue Anzahl der Schiffe wurde in dem Tasnim-Bericht nicht genannt, die Rede war lediglich von «einer Reihe chinesischer Schiffe», die nach vorheriger Koordinierung mit der iranischen Seite die Strasse von Hormus durchquerten.

    Die Meldungen kam inmitten eines Staatsbesuchs von US-Präsident Donald Trump in China. Nach einem Treffen von Trump mit dem chinesischen Staatschef Xi Jinping erklärte das Weisse Haus, beide Seiten seien sich einig gewesen, dass die Meerenge für Energie-Transporte offen bleiben müsse.

    Seit vergangener Nacht sollen viele Schiffe die Strasse von Hormus passiert haben.
    Seit vergangener Nacht sollen viele Schiffe die Strasse von Hormus passiert haben.
    Bild: Amirhosein Khorgooi/ISNA/AP/dpa
  • 14.06 Uhr

    Fahren Chinas Schiffe durch die Strasse von Hormus?

    Laut der iranischen Nachrichtenagentur «Tasnim» haben Schiffe mit Bezug zu China damit begonnen, nach Absprache mit Teheran die Strasse von Hormus zu passieren. Ob das zutrifft und ob diese Schiffe von der US-Marine aufgehalten werden, muss sich zeigen.

  • 12.42 Uhr

    Hisbollah-Drohne verletzt drei Menschen in Israel

    Bei einem Drohnenangriff der libanesischen Hisbollah-Miliz sind in Israel drei Zivilisten verletzt worden. Zwei von ihnen seien schwer verwundet, teilten Militär und Krankenhäuser heute mit. Das israelische Militär griff Gebiete im Südlibanon an.

    Die schiitische Hisbollah hatte sich Anfang März, kurz nach Beginn der israelischen Angriffe auf den Iran, an die Seite ihrer Schutzmacht Teheran gestellt und Israel attackiert.

    Israel reagierte mit heftigen Gegenschlägen und einer Bodenoffensive im Südlibanon, bei denen nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums 2896 Menschen getötet und 8824 verletzt wurden.

    Seit dem 17. April gilt eine Waffenruhe, die jedoch immer wieder gebrochen wird. Erst am Mittwoch gab es bei israelischen Angriffen nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums zwölf Tote, unter ihnen eine Frau und zwei Kinder.

    Die Vereinten Nationen warfen der Hisbollah Drohnenangriffe in der Nähe ihrer Friedenstruppen im Südlibanon vor. Beide Seiten müssten die Waffenruhe einhalten und alle Angriffe einstellen, forderte der stellvertretende UN-Sprecher Farhan Haq.

  • 12.10 Uhr

    Iran: «Die Strasse von Hormus ist offen»

    Aus Sicht des Irans liegt die Blockade der Strasse von Hormus vor allem an den USA. «Das Hindernis sind nicht wir, sondern die USA mit ihrer Blockade», sagte der iranische Aussenminister Abbas Araghtschi am Rande des Treffens der Brics-Aussenminister in Neu-Delhi dem Staatssender Press TV.

    Und weiter: «Was uns betrifft, so ist die Strasse von Hormus für alle Handelsschiffe offen», sagte Araghtschi weiter, nur müsse eine Durchfahrt im Vorfeld mit den iranischen Seestreitkräften koordiniert werden. Araghtschi äusserte zugleich die Hoffnung, dass die aktuelle Lage durch eine Aufhebung der «illegalen Blockade» durch die USA entschärft werde.

    Irans Streitkräfte haben kurz nach Kriegsbeginn die Kontrolle über die für den Energiehandel wichtige Strasse von Hormus übernommen. Durch Drohungen, Kontrollen und Angriffe auf Schiffe kam der Verkehr in der Meerenge weitgehend zum Erliegen. Die Folge waren weltweit deutlich steigende Energie- und Kraftstoffpreise.

    Teheran betont stets, die Strasse von Hormus sei nicht blockiert. Faktisch müssen sich Reedereien jedoch mit iranischen Kontaktstellen koordinieren und dürfen anschließend nur einen Korridor nahe der iranischen Küste passieren. Dafür verlangt die iranische Führung hohe Gebühren.

    Völkerrechtlern zufolge verstossen solche Gebühren gegen das Recht auf Transitpassage. Die USA verhängten Mitte April ihrerseits eine Seeblockade gegen den Iran, um das Land unter anderem von Öleinnahmen abzuschneiden.

    Hegseth gets performatively indignant instead of answering Chris Coons's straightforward question about what the military's plan is for reopening the Strait of Hormuz (It's pretty clear there is no plan ... )

    [image or embed]

    — Aaron Rupar (@atrupar.com) 12. Mai 2026 um 18:32

    Die Meerenge ist iranischen Angaben nach vermint. Vergangene Woche hatte US-Präsident Donald Trump mit dem Militäreinsatz «Projekt Freiheit» versucht, die Meerenge wieder für den Schiffsverkehr zu öffnen. Zwei Tage später stoppte Trump den Einsatz mit Verweis auf diplomatische Bemühungen.

    Auch während der Waffenruhe, die im Iran-Krieg seit Anfang April gilt, kam es zu militärischen Spannungen in der Strasse von Hormus. Nach Angriffen und Feuerwechseln zwischen US- und iranischen Kräften drohte der Konflikt wieder zu eskalieren.

  • 10.54 Uhr

    Iraner kapern Schiff im Persischen Golf

    Vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate ist britischen Angaben zufolge ein Schiff beschlagnahmt worden. Das Schiff habe etwa 70 Kilometer nordöstlich von Fudschaira vor Anker gelegen, sei von Unbefugten übernommen und in Richtung iranischer Hoheitsgewässer unterwegs, teilte die Seehandelsaufsicht der britischen Marine (UKMTO) heute mit.

    Den Namen des Schiffes nannte die Seehandelsaufsicht nicht. Wer es in seine Gewalt gebracht hat, blieb ebenfalls offen. Fudschaira ist der wichtigste Ölexporthafen der Emirate am Golf von Oman. Weil er nicht am Persischen Golf liegt, ist er von der Blockade der nahegelegenen Meerenge von Hormus nicht beeinträchtigt. Der Iran hat Fudschaira im Krieg gegen die USA und Israel aber wiederholt attackiert.

    Wenige Stunden vor dem Angriff auf das Schiff hatte Israel bekannt gegeben, Ministerpräsident Benjamin Netanjahu habe die Emirate während des Iran-Krieges heimlich besucht. Die Emirate dementierten dies.

    Israeli Prime Minister Benjamin Netanyahu quietly visited the United Arab Emirates during the Israeli-U.S. war with Iran, his office said Wednesday. The UAE later denied any secret visit had occurred. n.pr/4diyybu

    [image or embed]

    — NPR (@npr.org) 14. Mai 2026 um 09:30

    Sie haben ihre Beziehungen zu Israel im Jahr 2020 normalisiert. Der Iran hat dieses Abkommen kritisiert und wiederholt angedeutet, dass Israel eine militärische und geheimdienstliche Präsenz in den Emiraten unterhalte.

  • Donnerstag, 14. Mai, 10.17 Uhr

    Kämpfe im Libanon halten an

    Die Kampfhandlungen zwischen Israel und der Hisbollah halten auch vor den erwarteten Gesprächen zwischen israelischen und libanesischen Vertretern in der US-Hauptstadt Washington weiter an.

    Die libanesische Nachrichtenagentur NNA berichtete von mehreren Angriffen Israels im Südlibanon. Bei einem Angriff auf den Ort Sibkin nahe der Küstenstadt Tyrus wurden demnach mindestens neun Menschen verletzt. Weitere Verletzte wurden bei einem Angriff auf den Ort Aitit gemeldet. Das israelische Militär teilte mit, die Berichte zu prüfen.

    "The health ministry in Lebanon says Israeli airstrikes killed 22 people, including 8 children, in the south of the country yesterday"

    [image or embed]

    — Saul Staniforth (@saulstaniforth.bsky.social) 14. Mai 2026 um 07:36

    Erst am späten gestrigen Abend hatte das Gesundheitsministerium in Beirut gemeldet, dass bei einem Angriff auf einen Ort nahe der Stadt Nabatija sechs Menschen getötet wurden. Darunter seien drei Minderjährige und zwei Frauen gewesen. Die Hisbollah reklamierte am Morgen erneut Angriffe auf israelische Stellungen im Südlibanon für sich.

    Vertreter aus dem Libanon und Israel kommen heute und morgen zu einer weiteren direkten Gesprächsrunde zusammen. Seit einigen Wochen sprechen die eigentlich verfeindeten Länder zum ersten seit Jahrzehnten direkt miteinander. In dem Rahmen wurde auch eine Waffenruhe geschlossen.

    Der Beschuss zwischen Israel und der Hisbollah geht dennoch weiter. Im Libanon werden dabei weiter täglich Menschen getötet. Israelische Truppen sind auch weiterhin im Südlibanon. Auch die Hisbollah greift weiterhin Israel und israelische Stellungen im Libanon an.

    Israeli tank along the Litani river, Lebanon The “ceasefire”

    [image or embed]

    — elia ayoub (@ayoub.bsky.social) 12. Mai 2026 um 16:02

    Der Libanon ist in dem aktuellen Konflikt keine aktive Kriegspartei. Bei den Gesprächen will die Regierung in Beirut vor allem einen dauerhaften Waffenstilstand erzielen. Israel will eine Entwaffnung der Hisbollah durchsetzen und strebt einen Friedensprozess an.

    Beirut will Fortschritte bei der Entwaffnung an ein Ende der israelischen Angriffe knüpfen. Israel wirft dem Libanon dabei Versagen vor und will die Entwaffnung daher militärisch durchsetzen.

  • 4.57 Uhr

    Trump spielt Differenzen mit China über Krieg herunter

    Kurz vor seinem Treffen mit dem chinesischen Staatschef Xi Jinping hat US-Präsident Donald Trump die Meinungsverschiedenheiten in Bezug auf den Iran-Krieg heruntergespielt. Der chinesische Staatsführer habe seine Sache ziemlich gut gemacht, sagte Trump auf eine Journalistenfrage nach Chinas Rolle im Iran. «Schauen Sie auf die Seeblockade – keine Probleme», sagte Trump.

    US-Präsident Donald Trump spricht am Dienstag vor seiner Abreise nach Peking mit Journalisten. 
    US-Präsident Donald Trump spricht am Dienstag vor seiner Abreise nach Peking mit Journalisten. 
    Bild: IMAGO/ZUMA Press Wire

    Die USA versuchen, mit einer Seeblockade für Schiffe, die aus iranischen Häfen auslaufen oder diese ansteuern, den Druck auf die iranische Führung zu erhöhen. Das trifft auch China – das Land ist der mit Abstand wichtigste Abnehmer iranischen Öls. Bislang hat sich China aus dem Konflikt weitgehend herausgehalten.

    Allerdings unterstützt China den Iran wirtschaftlich. Das ist ein Knackpunkt im Verhältnis zwischen Washington und Peking. So hatte das US-Finanzministerium zuletzt mehrfach Sanktionen gegen chinesische Firmen verhängt, die den USA zufolge unerlaubten Handel mit dem Iran treiben. Dabei ging es unter anderem um Raffinerien, die Rohöl aus dem Iran verarbeiten.

    Trump lobte den chinesischen Präsidenten. Xi sei jemand, mit dem er sehr gut auskomme, sagte er. «Das wird eine sehr spannende Reise. Es werden viele grossartige Dinge passieren», sagte Trump. In Peking sind unter anderem Gespräche mit Präsident Xi und ein Staatsbankett geplant. Auf die Frage, ob Xi im Iran-Krieg hilfreich sein könne, antwortete Trump: «Ich denke, wir brauchen im Iran überhaupt keine Hilfe.»

    Trotz der hohen Kosten für den Iran-Krieg, der steigenden Energiepreise und der wachsenden Inflation sieht sich Trump nicht unter Druck, schnell eine Einigung zur Beilegung des Konflikts mit dem Iran zu erzielen. «Die einzige Sache, die zählt, ist, dass der Iran keine Atomwaffe bekommt», sagte Trump vor seinem Abflug nach Peking auf die Frage einer Journalistin, ob ihn die wirtschaftliche Lage zu einem Deal motiviere. «Ich denke nicht an die finanzielle Situation der Amerikaner, ich denke an niemanden.»

  • 4.15 Uhr

    Irans Raketenarsenal soll weitgehend intakt sein

    Der Iran verfügt US-Medienberichten zufolge immer noch über den Grossteil seiner Bestände an mobilen Abschussrampen und Raketen. Die «New York Times» berichtet über Erkenntnisse von US-Geheimdiensten, wonach der Iran noch etwa 70 Prozent seiner mobilen Abschussrampen sowie rund 70 Prozent des Raketenarsenals habe, das er vor dem Krieg hatte. Die Zeitung beruft sich dabei auf Personen, die mit den Geheimdiensterkenntnissen von Anfang dieses Monats vertraut sind. Demnach habe der Iran auch wieder Zugang zum Grossteil seiner unterirdischen Raketenlager, heisst es.

    Eine ballistische Rakete wird  am 21. April 2026 von der iranischen Revolutionsgarde während einer regierungsfreundlichen Demonstration in Teheran ausgestellt – dahinter ein Propagandaplakat zum Kampf um die Strasse von Hormus.
    Eine ballistische Rakete wird am 21. April 2026 von der iranischen Revolutionsgarde während einer regierungsfreundlichen Demonstration in Teheran ausgestellt – dahinter ein Propagandaplakat zum Kampf um die Strasse von Hormus.
    Bild: IMAGO/UPI Photo

    Die «Washington Post» hatte bereits vergangene Woche über eine US-Geheimdienstanalyse berichtet und ähnliche Zahlen genannt. Der Iran verfüge noch über etwa 75 Prozent seiner Vorkriegsbestände an mobilen Abschussrampen sowie etwa 70 Prozent seiner Raketen, zitierte die Zeitung einen US-Beamten. Dieser verwies demnach auch auf Hinweise, dass die iranische Führung in der Lage gewesen sei, fast alle ihrer unterirdischen Lagerstätten wieder in Betrieb zu nehmen, einige beschädigte Raketen zu reparieren sowie einige neue Raketen fertigzustellen.

    Die «New York Times» berichtet darüber hinaus, einige hochrangige Beamte seien besonders wegen Hinweisen alarmiert, dass der Iran den Zugang zu den meisten seiner Raketenstellungen wiederhergestellt habe, die er entlang der Strasse von Hormus unterhalte. Aktuell herrscht im Iran-Krieg eine brüchige Waffenruhe, Verhandlungen um ein Kriegsende sind ins Stocken geraten.

    Trump kritisierte am Dienstag auf seiner Plattform Truth Social wieder einmal die mediale Berichterstattung über den Iran-Krieg, ohne dabei konkrete Artikel zu nennen. «Wenn die Fake News behaupten, dass der iranische Feind militärisch gut gegen uns abschneidet, ist das praktisch VERRAT, insofern als es sich um eine derart falsche und sogar absurde Behauptung handelt.» Sie unterstützten den Feind, zürnte der US-Präsident. Die Berichte der «New York Times» und «Washington Post» stehen in starkem Kontrast zur Darstellung der US-Regierung, wonach der Iran durch den von Israel und den USA Ende Februar begonnenen Krieg militärisch weitestgehend geschlagen sei. Sie fallen zudem in eine Zeit, in der die direkten und indirekten Kosten des Kriegs in den USA immer wieder Thema sind.

  • Mittwoch, 13. Mai 2026, 0.10 Uhr

    Erdbeben in Millionenmetropole Teheran

    In der iranischen Millionenmetropole Teheran hat um kurz vor Mitternacht (Ortszeit) die Erde gebebt. Laut der US-Erdbebenwarte (USGS) hatte das Beben eine Stärke von 4,3. Irans staatlicher Sender Irib gab einen Wert von 4,6 an. Es ereignete sich demnach östlich der Hauptstadt im Bezirk Pardis in einer Tiefe von rund zehn Kilometern. Berichte über Schäden oder Verletzte gab es zunächst nicht. Das Beben soll Irib zufolge auch im Vorort Karadsch, rund 40 Kilometer westlich von Teheran, zu spüren gewesen sein.

  • 23.33 Uhr

    Teheran: USA wollen vollständige Kapitulation Irans

    Mit Blick auf die Ungewissheit über die Zukunft des Iran-Kriegs kritisiert Teheran die Verhandlungsstrategie der Vereinigten Staaten. Die USA strebten keine echten Verhandlungen an, sondern die vollständige Kapitulation Irans, zitierte die iranische Nachrichtenagentur Isna Aussenamtssprecher Ismail Baghai. In einem Interview mit dem indischen Magazin «India Today Global» sagte der Sprecher demnach, statt einer Geben- und Nehmen-Diplomatie verfolgten die USA mit ihren Forderungen die Unterordnung seines Landes.

    Den USA gehe es nicht um eine friedliche Lösung, sondern um ein Kapitulationsdokument, schrieb auch der iranische Vizeaussenminister Kasem Gharibabadi auf X. Der Standpunkt Irans sei eindeutig: Man wolle eine Beendigung der Kampfhandlungen, keine Wiederaufnahme des Konflikts, Entschädigungen, ein Ende der Blockade, Aufhebung von Sanktionen sowie die Achtung internationaler Rechte des Iran.

    Der iranische Vize-Aussenminister Kazem Gharibabadi, hier Ende April mit Russlands Präsident Wladimir Putin, spricht bei den US-Forderungen von einem Kapitulationsdokument.
    Der iranische Vize-Aussenminister Kazem Gharibabadi, hier Ende April mit Russlands Präsident Wladimir Putin, spricht bei den US-Forderungen von einem Kapitulationsdokument.
    Bild: Keystone/Gavriil Grigorov, Sputnik, Kremlin Pool Photo via AP

    US-Präsident Donald Trump hatte am Montag die seit fast fünf Wochen dauernde Waffenruhe öffentlich infrage gestellt. Grund dafür sei der «dämliche Vorschlag» aus Teheran zur Beendigung des Krieges. Er nahm dabei Bezug auf ein Verhandlungsdokument, das die iranische Seite übermittelt hatte.

    Aus Parlamentskreisen in Teheran hiess es, dass die iranische Regierung ein Wiederaufflammen der Kampfhandlungen für wahrscheinlich halte. Eine gut informierte Quelle sagte, es gebe keine Entwicklungen mit Blick auf die Verhandlungen zwischen Teheran und Washington.

  • 20.02 Uhr

    US-Senator traut Pakistan nicht als Vermittler

    Der einflussreiche US-Senator Lindsey Graham hat sich empört über einen Medienbericht gezeigt, wonach Pakistan als Vermittler im Iran-Krieg Teheran das Abstellen von Flugzeugen auf seinen Stützpunkten gestatten soll. «Ich traue Pakistan nicht über den Weg», sagte der Republikaner in einem Senatsausschuss. Er konfrontierte US-Verteidigungsminister Pete Hegseth und Generalstabschef Dan Caine mit der Frage, ob der Bericht zutreffend sei. Keiner der beiden wollte sich zu dem Sachverhalt äussern.

    «Wenn tatsächlich iranische Flugzeuge auf pakistanischen Stützpunkten stationiert sind, um iranische Militäranlagen zu schützen, dann sagt mir das, dass wir uns nach jemand anderem als Vermittler umsehen sollten», sagte Graham. Er vermutete dies als Grund für die seit Wochen stockenden Verhandlungen zwischen Washington und Teheran.

    «Ich traue Pakistan nicht über den Weg»: Der republikanische Senator des US-Bundesstaats South Carolina, Lindsey Graham.
    «Ich traue Pakistan nicht über den Weg»: Der republikanische Senator des US-Bundesstaats South Carolina, Lindsey Graham.
    Bild: Keystone/The Hill/AP/Greg Nash

    US-Präsident Donald Trump lehnt es derweil ab, Pakistan als Vermittler auszutauschen. «Nein, sie sind toll», sagte er kurz vor seinem Abflug nach Peking zu einem Treffen mit dem chinesischen Staatschef Xi Jinping.

    Zuvor hatte der US-Sender CBS News unter Berufung auf namentlich nicht genannte US-Regierungsvertreter berichtet, der Iran habe Flugzeuge nach Pakistan und Afghanistan verbracht. Teheran habe kurz nach Trumps Verkündung der Waffenruhe im April mehrere Militärflugzeuge auf eine Militärbasis in der Nähe von Islamabad geflogen. Das pakistanische Aussenministerium wies den CBS-Bericht in einer Stellungnahme als «irreführend und reisserisch» zurück. Einige Flugzeuge des Iran und der USA seien nach Verkündung der Waffenruhe in Pakistan angekommen, um die Logistik im Rahmen der Friedensverhandlungen der beiden Länder in Islamabad zu unterstützen. Einige Flugzeuge und Personal seien anschliessend in Erwartung weiterer Gespräche im Land verblieben.

  • 18.21 Uhr

    Kosten des Iran-Kriegs laut Pentagon auf 29 Milliarden Dollar gestiegen

    Das US-Verteidigungsministerium beziffert die Kosten des Iran-Kriegs inzwischen auf 29 Milliarden Dollar (rund 22,7 Milliarden Franken). Pentagon-Finanzchef Jules Hurst nannte diese Summe bei einer Haushaltsanhörung im Kongress. Das sind rund vier Milliarden Dollar mehr als Ende April von Verteidigungsminister Pete Hegseth angegeben.

    Hurst sagte bei der Anhörung, an der auch Hegseth und Generalstabschef Dan Caine teilnahmen, das Pentagon habe die Kosten am 29. April noch auf 25 Milliarden Dollar geschätzt. Durch aktualisierte «Kosten für die Reparatur und den Ersatz von Ausrüstung» lägen sie nun aber eher bei 29 Milliarden Dollar.

    «Wir haben reichlich von dem, was wir brauchen»: US-Verteidigungsminister Pete Hegseth. (Archivbild)
    «Wir haben reichlich von dem, was wir brauchen»: US-Verteidigungsminister Pete Hegseth. (Archivbild)
    Bild: Keystone/AP/Rod Lamkey Jr.

    Abgeordnete der oppositionellen Demokraten warfen der Regierung mangelnde Transparenz über die wahren Kriegskosten vor. Sie verlangten zudem Aufschluss über die langfristige Strategie im Iran. Hegseth wies Warnungen als «übertrieben» zurück, der Krieg habe die US-Munitionsreserven gefährlich ausgedünnt. «Wir haben reichlich von dem, was wir brauchen», sagte er vor den Abgeordneten.

    Hegseth, der sich «Kriegsminister» nennt, hat für das kommende Jahr die Rekord-Haushaltssumme von 1,5 Billionen Dollar für sein Ministerium veranschlagt. Das sind rund 50 Prozent mehr als im laufenden Jahr. Das Pentagon begründet den Anstieg unter anderem mit der von Präsident Donald Trump angekündigten «Goldenen Flotte» moderner US-Kriegsschiffe und den kostspieligen Plänen für einen Raketenabwehrschirm namens «Golden Dome» (etwa: Goldene Kuppel).

  • 10.22 Uhr

    Fliegen die USA spät am Freitag neue Luftangriffe?

    Donald Trump steht angeblich kurz davor, die Angriffe auf den Iran wieder aufzunehmen. Grund dafür ist seine Frustration mit dem Fortgang der Verhandlungen mit Teheran, berichtet das israelische Portal «News 12». «Trump wird ihnen ordentlich eins überbraten», wird eine Quelle aus dem Umfeld des Präsidenten zitiert.

    «Axios» stösst ins selbe Horn: Die Waffenruhe werde nur noch «künstlich am Leben gehalten», sagt eine Quelle dem US-Portal. Trump erwäge eine erneute Militäraktion gegen den Iran, um ein Abkommen zu erzwingen, werde aber wahrscheinlich bis nach seinem China-Besuch warten, so der Tenor. 

    Ein US-Bomber vom Typ Rockwell B-1 Lancer am 8. April auf der Basis RAF Fairford im englischen Gloucestershire. Im Hintergrund sind JDAM-Bomben parat für den Einsatz.
    Ein US-Bomber vom Typ Rockwell B-1 Lancer am 8. April auf der Basis RAF Fairford im englischen Gloucestershire. Im Hintergrund sind JDAM-Bomben parat für den Einsatz.
    KEYSTONE

    Der 79-Jährige ist bis zum Freitag, den 15. Mai, in China. Sollten die USA den Iran an jenem Tag spät angreifen, würde es bis Montagmorgen dauern, bis die Märkte darauf reagieren können. 

    Bei den militärischen Einsätzen könnte es sich um neue Luftangriffe handeln, aber auch um eine Wiederaufnahme des Project Freedom, das Schiffe sicher durch die Strasse von Hormus geleiten will.

  • 4.10 Uhr

    Trump nach «dämlichem Vorschlag» aus Teheran: Waffenruhe so schwach wie noch nie

    Die seit fast fünf Wochen dauernde Waffenruhe mit dem Iran hängt nach Einschätzung von US-Präsident Donald Trump nur noch am seidenen Faden. Grund dafür sei der «dämliche Vorschlag» aus Teheran zur Beendigung des Krieges, sagte er in Washington. «Sie ist so schwach wie nie, nachdem ich diesen Mist gelesen habe.»

    Trump sagte, die Feuerpause liege quasi auf der Intensivstation, wo ein Arzt hereinkomme und sage: «Sir, Ihr Angehöriger hat eine Überlebenschance von etwa einem Prozent». Dennoch glaube er weiterhin, dass eine diplomatische Lösung noch möglich sei, sagte er auf Nachfrage eines Journalisten.

    US-Präsident Donald Trump bei einer Rede am Montag im Rosengarten des Weissen Hauses. 
    US-Präsident Donald Trump bei einer Rede am Montag im Rosengarten des Weissen Hauses. 
    Bild: Keystone/AP Photo/Julia Demaree Nikhinson

    In dem vom Iran vorgelegten Plan heisst es laut Staatsmedien, dass die USA Reparationen für die angerichteten Kriegsschäden im Iran zahlen müssten. Die Islamische Republik fordert demnach auch die volle Souveränität über die Strasse von Hormus, ein Ende der Sanktionen gegen das Land und die Freigabe beschlagnahmter iranischer Vermögenswerte. Keine Rolle spielte in der Antwort laut den Berichten der Streit über das iranische Atomprogramm.

    Am Montagabend (Ortszeit) wollte Trump mit seinem Team für nationale Sicherheit das weitere Vorgehen erörtern, wie das Nachrichtenportal «Axios» unter Berufung auf US-Beamte berichtete. Neben Vizepräsident JD Vance sollten demnach auch der Sondergesandte Steve Witkoff, CIA-Chef John Ratcliffe, Verteidigungsminister Pete Hegseth, Aussenminister Marco Rubio und Generalstabschef Dan Caine an dem Treffen teilnehmen.

  • Dienstag, 12. Mai 2026, 0.10 Uhr

    USA erhöhen Druck auf Iran mit weiteren Sanktionen

    Die US-Regierung verschärft den ökonomischen Druck auf den Iran weiter. Sie verhängte Sanktionen gegen mehrere Personen und Unternehmen, darunter Firmen mit Sitz in Hongkong und den Vereinigten Arabischen Emiraten, wie das US-Finanzministerium mitteilte. Die USA werfen ihnen vor, den Verkauf und den Transport iranischen Öls durch die iranischen Revolutionsgarden nach China unterstützt zu haben.

    Die Revolutionsgarden nutzten Tarnfirmen, «um ihre Rolle bei den Ölverkäufen zu verschleiern und die Einnahmen an das iranische Regime weiterzuleiten», hiess es. Die USA arbeiten demnach weiter daran, der Führung der Islamischen Republik die Mittel für ihre Waffenprogramme, terroristischen Stellvertreter und nuklearen Ambitionen zu entziehen, betonte US-Finanzminister Scott Bessent.

    Die neuen Sanktionen erfolgen kurz vor dem geplanten Treffen von Präsident Donald Trump und dem chinesischen Staatschef Xi Jinping. Bereits vor wenigen Tagen hatten die USA neue Iran-Sanktionen bekanntgegeben, die auch mehrere chinesische Unternehmen treffen. Sie hätten eine Rolle bei der Beschaffung von Waffen sowie Bauteilen für das iranische Drohnen- und Raketenprogramm gespielt, heiss es.

    Die Unterstützung aus China für den Iran ist ein Spannungspunkt im Verhältnis zwischen Washington und Peking. So sind etwa chinesische Raffinerien ein führender Käufer von Erdöl aus dem Iran. Das Iran-Thema dürfte eine wichtige Rolle bei dem Besuch Trumps bei Xi ab Mittwoch in Peking spielen.