Tourismus und FreizeitVatikan vermietet Gästehaus aus dem 15. Jahrhundert an Hotel
SDA
22.12.2025 - 10:48
Der Vatikan gibt sein traditionsreiches Gästehaus im Zentrum Roms auf. Sie wird künftig in ein Vier-Sterne-Hotel umgewandelt. (Archivbild)
Keystone
Der Vatikan gibt sein traditionsreiches Gästehaus im Zentrum Roms auf: Die «Domus Paul VI.» in der Via della Scrofa, bisher Unterkunft für Kardinäle, Bischöfe und Priester zu moderaten Preisen, wird künftig in ein Vier-Sterne-Hotel umgewandelt.
Keystone-SDA
22.12.2025, 10:48
SDA
Das Gebäude aus dem 15. Jahrhundert wird für 30 Jahre an eine private Gesellschaft verpachtet. Der Heilige Stuhl soll dafür rund fünf Millionen Euro jährlich erhalten, berichtete die römische Tageszeitung «Il Messaggero» am Montag.
Grund für die Entscheidung sind laut Vatikan vor allem wirtschaftliche Erwägungen. Eine notwendige Sanierung hätte demnach Investitionen bis zu 60 Millionen Euro erfordert. Eine Summe, die der Vatikan nicht aufbringen könne. Stattdessen habe man sich für eine langfristige Vermietung entschieden. Der Erlös solle dazu dienen, die Unterbringung von Geistlichen in anderen kirchlichen Häusern zu sichern; auch das Personal werde anderweitig eingesetzt, hiess es.
Kardinäle müssen neue Unterkunft suchen
Die Entscheidung betrifft mehrere im Gästehaus dauerhaft lebende Geistliche, darunter auch zwei Kardinäle, die aufgefordert wurden, sich neue Unterkünfte zu suchen. In einem Schreiben hatten sie zuvor an Papst Leo XIV. appelliert, die ursprüngliche Bestimmung der Domus als kirchliches Wohnhaus zu bewahren. Der Papst verwies jedoch darauf, dass der Plan bereits von seinem Vorgänger Franziskus gebilligt worden sei und es keine Alternative gebe.
Besondere Bekanntheit erlangte die Domus im Jahr 2013, als der frisch gewählte Papst Franziskus persönlich an der Rezeption erschien, um seine Rechnung per Kreditkarte zu begleichen – ein Bild, das weltweit veröffentlicht wurde.
Die Umwandlung des Gästehauses in ein Hotel sorgt nun für Diskussionen, auch weil Papst Franziskus mehrfach kritisiert hatte, dass kirchliche Immobilien zu kommerziellen Zwecken genutzt würden. Der Vatikan verweist dagegen auf die wirtschaftliche Nachhaltigkeit als ausschlaggebenden Faktor.
Am 13. Januar 2026 ziehen Beamte der Einwanderungspolizei ICE eine Frau in Minneapolis, Minnesota, aus ihrem Wagen und verhaften sie.
15.01.2026
Wadephul: Über Grönland entscheiden die Bewohner
Washington/Berlin, 14.01.2026: Die USA unter Präsident Donald Trump wollen Grönland. Vor einem Krisentreffen zwischen Vertretern Dänemarks und der USA hält der deutsche Aussenminister Johann Wadephul bei einem Besuch in Washington dagegen.
O-Ton Johann Wadephul, CDU, Aussenminister
«Aber es ist klar, diese Position habe ich vertreten, und ich glaube, die sollte auch, dass Rasmussen weiter vertreten wird er auch weiterhin vertreten, dass die Zukunft Grönlands durch die Grönländer innen und Grönländer entschieden wird. Die Fragen der Souveränität des Staatsgebietes des Königreiches Dänemark wird durch Dänemark entschieden und durch niemanden anders.»
Wadephul bekräftigt seine Einschätzung, dass es keine Hinweise für eine Militäraktion der USA zur Annexion Grönlands gebe. Gleichzeitig warnt er, dass solche Überlegungen dem transatlantischen Zusammenhalt und der Verlässlichkeit schaden.
15.01.2026
Trump: «Der Iran will verhandeln»
Der Iran will verhandeln: Angesichts der Massenproteste im Iran gegen die autoritäre Staatsführung erhöht Donald Trump den Druck auf die Islamische Republik. Zwar stellt der US-Präsident auch ein Treffen mit Vertretern des Irans in Aussicht – angesichts dessen, was im Land passiere, müssten die USA allerdings vielleicht auch vorher handeln, warnt Trump mit Blick auf die andauernden Proteste. Worüber der Iran mit den USA Gespräche führen möchte, führt er nicht aus.