USAVenezuela: Rodríguez als geschäftsführende Präsidentin vereidigt
SDA
5.1.2026 - 20:45
ARCHIV - Delcy RodrÌguez ist als gesch‰ftsf ̧hrende Pr‰sidentin in Venezuela vereidigt worden. Foto: Ariana Cubillos/AP/dpa/Archivbild
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Nach der Gefangennahme des venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro durch US-Spezialeinheiten ist seine Nachfolgerin Delcy Rodríguez als geschäftsführende Präsidentin vereidigt worden. Sie legte ihren Amtseid in der Nationalversammlung in der Hauptstadt Caracas ab. «Ich werde nicht ruhen, bis Frieden und Ruhe für die Republik gewährleisten sind», sagte die 56-Jährige bei ihrer Vereidigung durch ihren Bruder, den Parlamentspräsidenten Jorge Rodríguez.
Keystone-SDA
05.01.2026, 20:45
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Venezuelas Oberster Gerichtshof hatte die bisherige Vizepräsidentin Rodríguez bereits am Wochenende damit beauftragt, die Aufgaben des Staatschefs vorübergehend wahrzunehmen. Das US-Militär hatte in der Nacht auf Sonntag den autoritären Präsidenten Maduro in Caracas gefangenen genommen und in die Vereinigten Staaten gebracht. Am Montag wurde er in New York zu einer ersten Anhörung von Gericht gebracht, wo ihm wegen «Drogenterrorismus» der Prozess gemacht werden soll.
Regierung sieht Maduro weiterhin als legitimen Präsidenten
Die venezolanische Regierung betrachtet Maduro weiterhin als legitimen Staatschef und kritisierte seine Festnahme durch die USA als völkerrechtswidrige Entführung. Laut der venezolanischen Verfassung übernimmt bei einer dauerhaften Abwesenheit des Präsidenten zunächst die Vizepräsidentin die Amtsgeschäfte und setzt innerhalb von 30 Tagen Neuwahlen an. Ob die neue Staatsführung die aktuelle Lage als eine solche dauerhafte Abwesenheit bewertet, ist allerdings unklar.
Rodríguez gilt als eine der loyalsten Figuren aus Maduros Machtzirkel. Als Aussenministerin (2014–2017) prägte sie den konfrontativen Kurs gegen die USA, den sie als Vizepräsidentin fortsetzte. Auch nach dem US-Militärschlag am Wochenende gab sie sich zunächst unbeugsam. Das mächtige Militär stellte sich öffentlich hinter sie.
Rodríguez stellt USA eine Zusammenarbeit in Aussicht
Später zeigte sie sich dann bereit zu einer Zusammenarbeit mit den USA. «Wir laden die Regierung der Vereinigten Staaten ein, gemeinsam an einer Agenda der Kooperation zu arbeiten, die auf gemeinsame Entwicklung ausgerichtet ist und im Rahmen des Völkerrechts ein dauerhaftes Zusammenleben in der Gemeinschaft stärkt», hiess es in einer auf Instagram veröffentlichten Mitteilung.
«Unsere Völker und unsere Region verdienen Frieden und Dialog, keinen Krieg», schrieb sie nun an US-Präsident Donald Trump gerichtet. «Das war schon immer die Haltung von Präsident Nicolás Maduro und ist derzeit die Haltung ganz Venezuelas.» Sie forderte eine von Respekt geprägte Beziehung zwischen den USA und Venezuela, die auf souveräner Gleichheit und Nichteinmischung basiert.
Der Iran will verhandeln: Angesichts der Massenproteste im Iran gegen die autoritäre Staatsführung erhöht Donald Trump den Druck auf die Islamische Republik. Zwar stellt der US-Präsident auch ein Treffen mit Vertretern des Irans in Aussicht – angesichts dessen, was im Land passiere, müssten die USA allerdings vielleicht auch vorher handeln, warnt Trump mit Blick auf die andauernden Proteste. Worüber der Iran mit den USA Gespräche führen möchte, führt er nicht aus.
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