«Das war ein reiner Terrorakt»Vier Tote bei Kindergeburtstag-Party – das ist bekannt
Dominik Müller
1.12.2025
Die Polizei hat die Täter noch nicht festnehmen können.
Keystone
Ein Kindergeburtstag in Kalifornien endete in einer Tragödie. Bei einer gezielten Schiesserei wurden vier Menschen getötet, darunter drei Kinder. Die Täterschaft ist weiterhin flüchtig.
Bei einer Schiesserei während einer Kindergeburtstagsfeier in Kalifornien wurden vier Menschen – darunter drei Kinder – getötet und elf weitere verletzt.
Die Täter sind weiterhin flüchtig. Die Ermittler vermuten mehrere Schützen, haben jedoch noch keine konkreten Hinweise zu Motiv oder Ziel der Attacke.
Lokale Behörden und Politiker reagierten bestürzt und riefen die Öffentlichkeit zur Mithilfe bei der Aufklärung des Verbrechens auf.
Bei Schüssen während eines Kindergeburtstags sind am Samstag in der kalifornischen Stadt Stockton vier Menschen getötet und elf weitere verletzt worden.
Die Schiesserei ereignete sich in einem Festsaal, in dem sich mehr als 100 Menschen versammelt hatten, um den Geburtstag eines 2-Jährigen zu feiern. Laut den Behörden hat es sich vermutlich um eine «gezielte Massenerschiessung» gehandelt.
Das ist zum Angriff bekannt.
Die Opfer
Bei den vier Todesopfern handelt es sich laut dem Sheriffbüro des Bezirks San Joaquin um drei Kinder im Alter von 8, 9 und 14 Jahren sowie um eine 21-jährige Frau. Das 8-jährige Opfer besuchte gemäss Bürgermeisterin Christina Fugazi eine Schule in Stockton. Weitere Details zu den Opfern wurden nicht bekanntgegeben.
Elf weitere Personen mit Schussverletzungen wurden zudem in Spitäler in der Umgebung gebracht. Über deren Gesundheitszustand sind nicht viele Informationen bekannt. Mindestens eine Person soll sich weiterhin in kritischem Zustand befinden.
Die Tat
Die Schiesserei begann am Samstag kurz vor 18 Uhr im Festsaal. Mehrere US-Medien berichten, dass die Schüsse auch ausserhalb des Veranstaltungsortes weitergingen. Gemäss der Sprecherin des Sheriffs gehen die Ermittler von einem «gezielten Vorfall» aus. Nähere Angaben dazu, wer das Ziel gewesen sein könnte oder warum sie glauben, dass der Angriff vorsätzlich war, machten die Behörden indes nicht.
Gemäss Roscoe Brown, der für die Stadtverwaltung in Stockton arbeitet, war die Feier der Enkelin seines Bruders gewidmet gewesen. Das Kind, dessen zweiter Geburtstag gefeiert wurde, sei unverletzt geblieben. Brown sagte ausserdem, eine Nichte und ein Neffe seien angeschossen worden, und er kenne mehrere weitere Opfer.
Die Täter
Die unbekannte Täterschaft ist noch auf freiem Fuss. Der Sheriff von San Joaquin County, Patrick Withrow, erklärte am Sonntagnachmittag gegenüber Reportern, dass die Ermittler zwar noch dabei seien, die am Tatort gesammelten Beweise auszuwerten, aber dass möglicherweise mehrere Schützen beteiligt gewesen seien.
Auch über das Motiv der Tat sind noch keine Informationen bekannt.
Stocktons Bürgermeisterin Fugazi schrieb in einem Statement auf Facebook allerdings von «Bandenkriminalität, die es in Städten im ganzen Land gibt. Die Tat war ein reiner Terrorakt.»
Das FBI ist ebenfalls eingeschaltet und auch das Weisse Haus hat die Unterstützung zugesagt. Laut der «New York Post» erhielt Bürgermeisterin Fugazi einen Anruf von einem Berater von US-Präsident Donald Trump.
Wenige Stunden nach der Schiesserei nahm die Polizei zudem fünf Personen wegen Waffen- und Bandenvergehen fest. Withrow erklärte allerdings daraufhin, es gebe keine Hinweise darauf, dass diese Festnahmen mit den Morden im Bankettsaal in Verbindung stehen.
Die Polizei setzt bei den Ermittlungen auf Zeugen, die Aussagen zur Täterschaft machen können.
Die Reaktionen
Patrick Withrow, Sheriff von San Joaquin County: «Dies ist ein Moment, in dem unsere Gemeinde zeigen muss, dass wir dieses Verhalten nicht tolerieren, wenn Menschen einfach hereinspazieren und Kinder töten. Wenn Sie also etwas darüber wissen, müssen Sie sich melden und uns sagen, was Sie wissen.»
Jason Lee, Vizebürgermeister von Stockton: «Ich bin erschüttert und wütend über die Massenerschiessung auf einer Kindergeburtstagsfeier. Eine Geburtstagsfeier sollte niemals ein Ort sein, an dem Familien um ihr Leben fürchten müssen.»
Christina Fugazi, Bürgermeisterin von Stockton: «Familien sollten zusammen sein, statt im Spital neben ihren Angehörigen zu stehen und um deren Überleben zu beten.»
Das Sheriff-Büro von San Joaquin County: «Die Ermittlungen sind noch in vollem Gange, und es gibt immer neue Informationen. Erste Anzeichen deuten darauf hin, dass es sich um einen gezielten Vorfall handeln könnte, und die Ermittler prüfen alle Möglichkeiten.»