Tatgeschehen nachgestelltMysteriöser Vierfachmord in den Alpen – neue Spur führt zu Elitesoldat
SDA
5.2.2025 - 16:37
Der Vierfachmord beschäftigt 2012 die internationale Presse.
Norbert Falco/Le Dauphine/MAXPPP/dpa
Seit 14 Jahren ermitteln die Behörden in einem Vierfachmord in Chevaline (F). Nun gibt es eine neue Spur.
Keystone-SDA
05.02.2025, 16:37
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Seit 14 Jahren ermitteln die Behörden in einem Vierfachmord in Chevaline (F)
Nun gibt es neue Hinweise.
Der kaltblütige Vierfachmord von Chevaline in den französischen Alpen 2012 sei mit einer Schusstechnik erfolgt, in der in Frankreich nur Mitglieder des Inlands- und Auslandsgeheimdienstes und Fallschirmspringer trainiert werden.
In einem der mysteriösesten ungelösten Mordfälle in Frankreich weisen neue Ermittlungen einem Medienbericht zufolge auf einen Elitesoldaten als möglichen Täter hin.
Der kaltblütige Vierfachmord von Chevaline in den französischen Alpen 2012 sei mit einer Schusstechnik erfolgt, in der in Frankreich nur Mitglieder des Inlands- und Auslandsgeheimdienstes und Fallschirmspringer trainiert werden, berichtete die Zeitung «Le Parisien» unter Verweis auf Ermittlungsunterlagen.
Auch in der Schweiz, aus der die Tatwaffe stammte, würden militärische Spezialkräfte in der Technik trainiert, Gegner im Bruchteil einer Sekunde mit einem selektiven Schuss auszuschalten.
Auf einem Waldparkplatz bei dem Alpenort Chevaline hatte im September 2012 ein Unbekannter ein in Grossbritannien lebendes, aus dem Irak stammendes Urlauberpaar und die Mutter der Ehefrau erschossen. Ebenfalls getötet wurde ein zufällig vorbeikommender Radfahrer. Den Opfern wurde jeweils zweimal in den Kopf geschossen. Nur die beiden Töchter des Paares im Alter von vier und sieben Jahren überlebten.
Kampferprobter Ex-Soldat als Täter?
Die Staatsanwaltschaft für ungelöste Altfälle habe das Tatgeschehen vor einigen Wochen auf einem Militärgelände nachgestellt, berichtete «Le Parisien». Dass der Täter binnen kurzer Zeit 21 Schüsse teils aus nächster Nähe auf die Opfer abgab, die fast alle ihr Ziel trafen, spreche für einen für Extremsituationen trainierten, kampferprobten Ex-Soldaten. Die Hypothese sei die eines «verrückten Schützen», der keine Verbindung zu seinen Zufallsopfern hatte.
Die «Cold-Case»-Fahnder prüfen laut der Zeitung ausserdem, ob der Täter aus den Alpen auch für den Tod eines belgischen Touristen ein Jahr zuvor verantwortlich sein könnte. Der 29-Jährige war bei einem nächtlichen Stopp auf einem Autobahnrastplatz bei Nancy mit fünf Schüssen getötet worden, einer davon traf ihn aus nächster Nähe in den Kopf.
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