PolitikViertes mutmassliches Hamas-Mitglied in Deutschland festgenommen
SDA
12.11.2025 - 16:28
Zwei zivile Einsatzfahrzeuge der Polizei fahren in den Bundesgerichtshof. Dort soll eine Haftprüfung stattfinden. Die Bundesanwaltschaft hat in Dortmund einen Mann festnehmen lassen, der im Internet zur Tötung bekannter Politiker aufgerufen haben soll. Der Beschuldigte soll Spenden in Form einer Krypto-Währung gesammelt haben, die als Kopfgeld für die Tötungen dienen sollten. Foto: Uli Deck/dpa
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Nach drei Festnahmen im Oktober hat Deutschlands Bundesanwaltschaft erneut ein mutmassliches Mitglied der palästinensischen Terrororganisation Hamas festnehmen lassen.
Keystone-SDA
12.11.2025, 16:28
12.11.2025, 17:12
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Der Mann soll Waffen beschafft haben, die mutmasslich für Mordanschläge auf israelische oder jüdische Einrichtungen in Deutschland und Europa dienen sollten, wie die Bundesanwaltschaft – Deutschlands oberste Anklagebehörde – mitteilte.
Beamte des Bundeskriminalamts und der Bundespolizei nahmen den Mann demnach gestern bei seiner Einreise von Tschechien nach Deutschland auf der Bundesautobahn 17 fest. Er soll nun nach Karlsruhe (Baden-Württemberg) gebracht und dort dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt werden, der über die Untersuchungshaft entscheidet.
Die dänische Polizei habe in Kopenhagen und der Umgebung zudem Räumlichkeiten des Festgenommenen und eines weiteren Beschuldigten durchsucht, hiess es weiter.
Drei Festnahmen im Oktober
Die Bundesanwaltschaft wirft dem im Libanon geborenen Beschuldigten die Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung vor. Im August 2025 habe er sich in Deutschland ein vollautomatisches Gewehr, acht Pistolen sowie mehr als 600 Schuss Munition beschafft. Diese habe er im Anschluss nach Berlin zu einem weiteren, bereits in Untersuchungshaft sitzenden mutmasslichen Hamas-Mitglied transportiert. Die Waffen und die Munition wurden bei der Festnahme des mutmasslichen Komplizen sichergestellt.
Am 1. Oktober hatte die Bundesanwaltschaft in Berlin bereits drei mutmassliche Mitglieder der Hamas festnehmen lassen. Als sogenannte Auslandsoperateure der Organisation sollen sie von Deutschland aus unter anderem ein Sturmgewehr, Pistolen und Munition beschafft haben. «Die Waffen sollten der Hamas für Mordanschläge auf israelische oder jüdische Einrichtungen in Deutschland dienen», erklärte damals die Behörde. Einen konkreten Anschlagsplan gab es aber wohl noch nicht.
Waffenversteck in Wien
Im Zusammenhang mit diesen Festnahmen wurde kürzlich in Wien ein Waffenversteck ausgehoben. Wie Österreichs Verfassungsschutzbehörde DSN mitteilte, wurden dabei fünf Faustfeuerwaffen und zehn Magazine beschlagnahmt. «Das Waffenlager wird auslandsoperativen Strukturen der terroristischen Vereinigung Hamas zugerechnet», hiess es.
In London wurde vergangene Woche zudem ein weiterer Mann festgenommen, der als Mitglied der Hamas Waffen nach Wien transportiert und dort eingelagert haben soll. Nach Angaben der DSN handelt es sich um einen 39 Jahre alten Briten. Er soll nach Deutschland überstellt werden.
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