Risiko-Weltkarte Vorsicht bei Individualreisen in diesen touristischen Ländern

Stefan Michel

13.12.2025

In roten Gebieten ist das Risiko hoch, in gelben mittel und in grünen niedrig.
In roten Gebieten ist das Risiko hoch, in gelben mittel und in grünen niedrig.
A3M

Die Ferien gebucht, aber wie sicher ist das Reiseziel? Die aktuelle Weltkarte der Risiken hilft bei der Einschätzung – und zeigt, dass selbst Traumziele nicht frei von Gefahren sind.

Stefan Michel

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Die jährliche Risk Map von A3M zeigt weltweit erhöhte Risiken durch Konflikte, Terrorismus, Unruhen und Kriminalität.
  • Auch touristisch beliebte Länder wie Brasilien, Mexiko oder Thailand weisen regionale Sicherheitsrisiken auf, betreffen aber meist nicht die klassischen Ferienorte.
  • A3M betont, dass Pauschalreisen in der Regel sicher sind, während Individualreisende besonders auf lokale Hinweise und Vorsichtsmassnahmen achten sollten.

Einmal jährlich gibt das deutsche Risiko-Management-Unternehmen A3M die Risk Map heraus, sie lässt sich auch als Weltkarte der Gewalt und Kriminalität lesen. Die Kriterien lesen sich wenig verlockend: Bewaffneter Konflikt, Terrorismus, Demonstrationen/Unruhen, Kriminalität.

Die Karte gibt Auskunft darüber, in welchen Ländern und Regionen die Gefahr grösser ist als in anderen, Opfer von Gewalt oder Kriminalität zu werden.

Rot steht für die höchste Gefahrenstufe und wenig überraschend sind Staaten wie die Ukraine, Afghanistan oder Sudan so eingefärbt. Aber auch klassische Reiseländer wie Brasilien, Thailand oder Tunesien weisen in gewissen Gebieten ein hohes Gefahrenpotenzial auf. 

Der Anbieter A3M betont, dass die unten aufgeführten Länder zwar beträchtliche Gefahren aufweisen, jedoch nicht in den touristischen Zentren. «Pauschalreisen sind absolut sicher und Sicherheitsrisiken bestehen vor allem für Individualreisende», fügt das Unternehmen in einer E-Mail an blue News an.

Mexiko

In vielen Regionen kommt es zu Konflikten zwischen Drogenkartellen und Sicherheitskräften – das kann auch für Unbeteiligte gefährlich werden. Klassische Ferienzonen wie Yucatán sind davon aber nur wenig betroffen. Trotzdem empfiehlt es sich, sich lokal zu informieren und nachts sowie abseits der Hotspots vorsichtig zu sein.

Brasilien

In Grossstädten liegen touristische Viertel teils nahe bei Favelas respektive informellen Siedlungen, wo die Kriminalität hoch ist. Touristen geraten aber selten in Gefahr. In vielen ländlichen Reisegebieten ist es in der Regel sicher. In Städten helfen klare Regeln: nur offizielle Taxis/Apps verwenden, Wertsachen verstecken, keine Alleingänge nachts.

Peru

Das Risiko hängt weniger mit klassischen Touristenorten zusammen, sondern eher mit politischen Unruhen und Regionen mit Drogenanbau. In beliebten Gebieten – beispielsweise rund um die üblichen Sehenswürdigkeiten – ist es oft stabiler, aber Strassenblockaden oder kurzfristige Störungen können Reisen trotzdem beeinflussen.

Tunesien

Es gibt ein Sicherheitsrisiko durch dschihadistische Gruppen vor allem im Westen und Süden – teils unweit von Touristenregionen entfernt. Badeorte sind meist stark überwacht.

Ägypten

Problemzonen sind vor allem Südsinai, wo dschihadistische Gruppen ein Sicherheitsrisiko darstellen sowie entlegene Wüstenregionen, wo die Lage unübersichtlicher sein kann. Ferienorte am Roten Meer haben in der Regel hohe Sicherheitsvorkehrungen und sind in der Regel nicht betroffen.

Israel

Auch in touristischen Gegenden kommt es gelegentlich zu Terroranschlägen, Messerangriffen oder Raketenbeschuss. Gleichzeitig sind Sicherheitsmassnahmen sehr präsent. Und im Gaza-Krieg herrscht derzeit Waffenruhe – zumindest auf dem Papier.

Kenia

Besonders heikel ist das Grenzgebiet zu Somalia, dort besteht ein erhöhtes Risiko durch Terror und Gewalt. Die grossen Touristenzentren liegen aber entfernt – trotzdem bleibt in Städten eine gewisse Alltagskriminalität ein Thema, vor allem bei Einbruch der Dunkelheit.

Indien

Risikoregionen sind vor allem Kaschmir sowie Teile von Ostindien, wo militante Gruppen aktiv sein können. Zusätzlich gibt es eine erhöhte Gefahr von Belästigung und Gewalt gegen Frauen, weshalb Vorsicht, klare Sicherheitsroutinen und gute Planung wichtig sind – die typischen Touristenziele gelten insgesamt als gut bereisbar.

Thailand

Anschläge durch islamistische Separatisten betreffen nur den äussersten Süden; zusätzlich gab es zuletzt wegen Spannungen im Grenzgebiet zu Kambodscha erhöhte Risiken. Die klassischen Reisegebiete – darunter die Inseln, Bangkok – gelten im Normalfall als sehr sicher.

Philippinen

Mindanao im Süden ist wegen dschihadistischer Gruppen heikel. In Teilen der Zentralregionen sind zudem militante Maoisten aktiv. Die restlichen Gebiete sind deutlich weniger betroffen, allerdings ist die Alltagskriminalität etwas erhöht – in Städten und bei Nacht sollte man besonders aufmerksam sein.