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Jetzt meldenAndrew Cuomo steigt trotz klarer Niederlage in der Vorwahl erneut ins Rennen um das New Yorker Bürgermeisteramt ein. Der frühere Gouverneur will den linken Überraschungssieger Zohran Mamdani im November als unabhängiger Kandidat herausfordern.
Zohran Mamdani hat überraschend die demokratische Vorwahl für das Bürgermeisteramt in New York City gewonnen – gegen den früheren Gouverneur Andrew Cuomo. Der 33-jährige Sozialist aus Queens überzeugte mit einer klaren Botschaft: bezahlbare Mieten, bessere Kinderbetreuung und eine Stadtpolitik für die arbeitende Mehrheit.
Der frühere Gouverneur musste bei den Demokraten-Vorwahlen hingegen eine deutliche Niederlage einstecken.
Jetzt will er es trotzdem noch einmal wissen. In einem Instagram-Video erklärte Cuomo am Montag, dass er im November als unabhängiger Kandidat antreten werde. «Die Vorwahl lief nicht wie gehofft. Aber wenn man hinfällt, steht man wieder auf», sagte er. Cuomo kündigte an, unter dem Parteinamen «Fight and Deliver» eine neue Kampagne zu starten – diesmal volksnäher, kämpferischer und präsenter auf den Strassen.
Die Entscheidung spaltet das Lager der Mamdani-Gegner. Neben Cuomo treten auch Amtsinhaber Eric Adams und Republikaner Curtis Sliwa an. Cuomo hofft, mit einer höheren Wahlbeteiligung im Herbst mehr Chancen zu haben. In der Vorwahl stimmten nur 13 Prozent der Wahlberechtigten ab. «Wir brauchen eine Stadt mit tieferen Mieten, sicheren Strassen und wo Kinderbetreuung nicht zum Bankrott führt», sagte er.
Doch Mamdani bleibt gelassen. Er kritisierte Cuomo und Adams scharf: «Während sie Deals mit Milliardären machen, kämpfen wir für die Menschen, die diese Stadt wirklich tragen», sagte er laut CNN. Auf Cuomos Video antwortete er auf X lediglich mit einem Link zur Spendenplattform seiner Kampagne.

Der Spendenaufruf von Mamdani wurde deutlich häufiger «geliked» als der Post von Cuomo.
Wie «New York Times» und CNN berichten, war Cuomos Wahlkampf in der Vorwahl schwach. Er trat selten auf, vertraute auf Umfragen und vermied direkte Debatten. Mamdani hingegen baute auf Freiwillige, soziale Medien und klare Forderungen. Sein Sieg wird nun als Signal gewertet: Progressive Demokraten können gewinnen – wenn sie greifbare Lösungen bieten und nahe bei den Menschen bleiben.
Cuomo will laut Angaben seines Wahlkampfteams mindestens bis September im Rennen bleiben – es sei denn, Umfragen zeigen, dass er keine Chance hat.