DeutschlandWadephul setzt Krisenreise zum Iran-Krieg in Riad fort
SDA
11.3.2026 - 05:13
Johann Wadephul (l, CDU), Außenminister, und Faisal bin Farhan, Außenminister von Saudi-Arabien, geben sich im Außenministerium die Hand. Vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs trifft der Außenminister seinen saudischen Amtskollegen. Foto: Sebastian Christoph Gollnow/dpa
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Aussenminister Johann Wadephul setzt in Saudi-Arabien seinen Krisenbesuch in vom Iran-Krieg betroffenen Ländern fort. Der CDU-Politiker kam am Abend in der Hauptstadt Riad mit dem saudischen Aussenminister Faisal bin Farhan zusammen. Wadephul wollte auch ausloten, welche Perspektiven die Regierung in dem Golf-Königreich für ein Ende der Angriffe Israels und der USA auf den Iran und für die Zeit danach sieht.
Keystone-SDA
11.03.2026, 05:13
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Am Sonntag war es in Saudi-Arabien erstmals seit Beginn des Iran-Kriegs infolge eines mutmasslich iranischen Angriffs zu Todesfällen gekommen. Zwei Menschen seien beim Einschlag eines Geschosses in ein Wohngebäude im Gouvernement al-Chardsch südöstlich der Hauptstadt Riad getötet worden, sagte ein Sprecher des saudischen Zivilschutzes.
Öl-Manager warnt vor katastrophalen Blockade-Folgen
Saudi-Arabien ist trotz eines laufenden Wirtschaftsumbaus weiterhin stark abhängig von Einnahmen aus dem Ölgeschäft. Entsprechend ist das Land auf die Schifffahrt in der Strasse von Hormus angewiesen, durch die normalerweise etwa ein Fünftel des weltweiten Öltransports läuft.
Der Geschäftsführer des staatlichen Ölkonzerns Aramco, Amin Nasser, sagte laut Berichten, eine Blockade des Seewegs hätte «katastrophale Folgen» für die Energiemärkte. Wegen der Störungen im Zuge des Iran-Kriegs kann Aramco schon jetzt kein Öl mehr über den Persischen Golf liefern.
USA zogen Botschaftspersonal ab
Saudi-Arabien wurde seit Beginn der Angriffe Israels und der USA auf den Iran am 28. Februar mehrmals Ziel iranischer Gegenangriffe. Auch die US-Botschaft in Riad war von zwei Drohnen angegriffen worden. Dabei entstand nach Angaben des saudischen Vereidigungsministeriums geringer Sachschaden. Die USA wiesen angesichts der Sicherheitslage einen Teil ihres Botschaftspersonals an, das Land zu verlassen.
Vor der Weiterreise nach Saudi-Arabien hatte Wadephul aus Zypern kommend am Dienstag als erster europäischer Aussenminister seit Beginn des Krieges Israel besucht. Israel und die USA hatten den Iran Ende Februar gemeinsam angegriffen. Israel fühlt sich durch das iranische Raketen- und Atomprogramm in seiner Existenz massiv bedroht. Auch die USA verweisen auf die Bedrohung durch die iranische Führung.
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Chinas Staatschef warnt Trump vor Konflikt um Taiwan. Zum Auftakt des Besuchs von US-Präsident Donald Trump macht der chinesische Staatschef Xi klar, dass die Taiwan-Frage die Beziehung zwischen seinem Land und den USA in eine «äusserst gefährliche Lage bringen» könnte. Ob und was Trump auf Xis Äusserungen entgegnet hat, ist nicht bekannt. Die USA spielen in Bezug auf Taiwan eine wichtige Rolle – unter anderem, weil sie trotz grosser Kritik Pekings Taiwan mit Waffen beliefern.
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Berlin, 27.04.2026: Krisendiplomatie in New York: Aussenminister Johann Wadephul fordert mehr Einsatz vom UN-Sicherheitsrat im Iran-Konflikt.
O-Ton Johann Wadephul, Aussenminister
«Die UN müssen jetzt ihrer Verantwortung gerecht werden, insbesondere der Sicherheitsrat. Kriege und Konflikte schwelen, und wir sehen zum Teil die Unfähigkeit von Staaten, effektive Konfliktlösungsmechanismen in Kraft zu setzen. Insbesondere der Konflikt um den Iran und die blockierte Strasse von Hummus wird ein Thema sein, zu dem ich auch das Wort ergreifen werde im Sicherheitsrat.»
Wadephul fordert, der UN-Sicherheitsrat müsse handlungsfähiger werden: Blockaden, auch durch China und Russland, dürften Lösungen nicht länger verhindern.
Deutschland hofft zudem auf ein UN-Mandat für eine mögliche Mission in der Strasse von Hormus, einer wichtigen Route für die weltweite Energieversorgung.
In New York plant Wadephul Gespräche mit UN-Generalsekretär António Guterres sowie weiteren ranghohen UN-Vertretern und Amtskollegen. Dabei soll es auch um die Zukunft der Vereinten Nationen gehen.
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