BelgienWaffen aus dem 3D-Drucker: EU-Kommission will neue Regeln
SDA
26.2.2026 - 14:46
ARCHIV - Eine Wissenschaftlerin des Bundeskriminalamts (BKA) präsentiert eine zu Forschungszwecken vom BKA im 3D-Drucker hergestellte funktionsfähige Waffe, Liberator genannt. Foto: Arne Dedert/dpa
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Die EU-Kommission schlägt eine neue Regulierung von Waffen aus dem 3D-Drucker vor. Wer Baupläne dafür online stellt oder anders illegal verbreitet, soll dem Vorschlag nach mit mindestens zwei Jahren Freiheitsentzug bestraft werden.
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26.02.2026, 14:46
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Auch wer eine Blaupause für eine Waffe aus dem 3D-Drucker ohne Genehmigung erstellt, erwirbt oder besitzt, macht sich dem Vorschlag nach strafbar.
EU-Innenkommissar Brunner: Lücke im Gesetz schliessen
«Organisierte Kriminelle und Terroristen nutzen neue Technologien und Lücken in unseren Gesetzen aus, um Gewalt, Terror und Kriminalität zu verbreiten», teilte EU-Innenkommissar Magnus Brunner mit. Mit EU-weiten Richtlinien schliesse man diese Lücken und mache Europa sicherer, fügte der österreichische Politiker hinzu.
Bislang gibt es in den 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union Waffengesetze, aber keine speziellen Regeln für Blaupausen für den 3D-Drucker. Die neue Technologie stellt laut EU-Kommission eine wachsende Sicherheitsbedrohung dar.
Mehrere Funde bei Rechtsextremen in Europa
Immer wieder versuchen Kriminelle, sich Waffen zu drucken. Im vergangenen Jahr verurteilte ein Gericht in Deutschland einen 20-Jährigen wegen rechtsextremistischer Anschlagspläne, für die er laut Urteilsbegründung per 3D-Drucker schon «wesentliche Teile einer automatischen Maschinenpistole» hergestellt hatte. Auch in Portugal und Grossbritannien tauchten bei Ermittlungen gegen rechtsextreme Gruppen bereits gedruckte Waffenteile auf.
Die vorgeschlagene Richtlinie zur Verschärfung der Waffengesetze in den Mitgliedstaaten sieht zudem vor, die Mindeststrafe für den Besitz illegaler Feuerwaffen EU-weit auf fünf Jahre festzulegen. Für den Handel und die Herstellung soll es demnach mindestens acht Jahre geben. Die EU-Staaten und das Europaparlament müssen sich mit den Vorschlägen noch befassen, bevor sie in den Mitgliedstaaten umgesetzt werden könnten.
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O-Ton Johann Wadephul, Aussenminister
«Die UN müssen jetzt ihrer Verantwortung gerecht werden, insbesondere der Sicherheitsrat. Kriege und Konflikte schwelen, und wir sehen zum Teil die Unfähigkeit von Staaten, effektive Konfliktlösungsmechanismen in Kraft zu setzen. Insbesondere der Konflikt um den Iran und die blockierte Strasse von Hummus wird ein Thema sein, zu dem ich auch das Wort ergreifen werde im Sicherheitsrat.»
Wadephul fordert, der UN-Sicherheitsrat müsse handlungsfähiger werden: Blockaden, auch durch China und Russland, dürften Lösungen nicht länger verhindern.
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