International«Waffen sollen schweigen» – Papst mahnt zu Frieden
SDA
25.12.2024 - 14:48
Papst Franziskus (M) winkt, bevor er vom Hauptbalkon des Petersdoms im Vatikan den Weihnachtssegen erteilt. Foto: Andrew Medichini/AP/dpa
Bild:Keystone
Papst Franziskus hat in seiner Weihnachtsbotschaft eindringlich zu Frieden gemahnt. Er lade «alle Menschen, alle Völker und Nationen» ein, die «Waffen zum Schweigen zu bringen und die Spaltungen zu überwinden», sagte das 88 Jahre alte Oberhaupt der katholischen Kirche zum Höhepunkt der Weihnachtsfeierlichkeiten vor den Gläubigen auf dem Petersplatz in Rom.
Keystone-SDA
25.12.2024, 14:48
25.12.2024, 15:02
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Der Pontifex erinnerte in seiner Botschaft, insbesondere an die Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten. «Die Waffen sollen in der gemarterten Ukraine schweigen!», sagte er vom Balkon des Petersdoms aus. Er rief zudem dazu auf, «die Tür für Verhandlungen sowie für Gesten des Dialogs und der Begegnung zu öffnen, um zu einem gerechten und dauerhaften Frieden zu gelangen».
Friedensappell auch für Nahost
Denselben Appell richtete Franziskus an die Akteure im Nahen Osten. «Es sollen sich die Türen des Dialogs und des Friedens in der ganzen durch Konflikte zerrissenen Region öffnen», forderte er sichtlich bewegt. Er erinnerte an die Lage im Gazastreifen: «Es gebe eine Waffenruhe, die Geiseln sollen freigelassen und die von Hunger und Krieg zermürbte Bevölkerung versorgt werden.»
In der Weihnachtsbotschaft richtet der Papst üblicherweise den Blick auf Konflikte und Kriege und mahnt Frieden und Aussöhnung an. In diesem Jahr erinnerte er auch an den Libanon, Syrien, Libyen sowie die Konflikte und Notlagen auf dem afrikanischen Kontinent und in Lateinamerika.
«Urbi et orbi» vor zahlreichen Gläubigen
Nach seiner Ansprache spendete Franziskus den Segen «Urbi et Orbi», also der Stadt und dem Erdkreis. Den Segen erteilte der Papst schwer atmend auf dem Balkon im Stehen. Während der Ansprache blieb er sitzen. Dem wegen eines schweren Knieleidens auf einen Rollstuhl angewiesenen und gesundheitlich angeschlagenen 88-Jährigen macht die Gesundheit zunehmend zu schaffen.
Der Pontifex hatte an Heiligabend vor der traditionellen Christmette die Heilige Pforte im Petersdom geöffnet und damit offiziell das Heilige Jahr 2025 eingeläutet. In seiner Weihnachtsbotschaft rief er dazu auf, dieses Jahr als Zeit der Versöhnung unter den Menschen zu sehen – «sogar mit unseren Feinden».
Die katholische Kirche feiert in der Regel alle 25 Jahre ein sogenanntes Heiliges Jahr, auch Jubeljahr genannt. Nach katholischem Verständnis können Gläubige während eines Jubeljahres durch Gebet und Busse einen Ablass ihrer Sünden erlangen. Dazu gehört auch die Wallfahrt nach Rom sowie das Durchschreiten Heiliger Pforten. Das Heilige Jahr 2025 endet offiziell am 6. Januar 2026.
Johann Wadephul: UN muss Verantwortung im Iran-Krieg übernehmen
Berlin, 27.04.2026: Krisendiplomatie in New York: Aussenminister Johann Wadephul fordert mehr Einsatz vom UN-Sicherheitsrat im Iran-Konflikt.
O-Ton Johann Wadephul, Aussenminister
«Die UN müssen jetzt ihrer Verantwortung gerecht werden, insbesondere der Sicherheitsrat. Kriege und Konflikte schwelen, und wir sehen zum Teil die Unfähigkeit von Staaten, effektive Konfliktlösungsmechanismen in Kraft zu setzen. Insbesondere der Konflikt um den Iran und die blockierte Strasse von Hummus wird ein Thema sein, zu dem ich auch das Wort ergreifen werde im Sicherheitsrat.»
Wadephul fordert, der UN-Sicherheitsrat müsse handlungsfähiger werden: Blockaden, auch durch China und Russland, dürften Lösungen nicht länger verhindern.
Deutschland hofft zudem auf ein UN-Mandat für eine mögliche Mission in der Strasse von Hormus, einer wichtigen Route für die weltweite Energieversorgung.
In New York plant Wadephul Gespräche mit UN-Generalsekretär António Guterres sowie weiteren ranghohen UN-Vertretern und Amtskollegen. Dabei soll es auch um die Zukunft der Vereinten Nationen gehen.
28.04.2026
Einsatz im Mittelmeer: Minenjagdboot wird bald wegen Iran-Krieg verlegt
Das deutsche Minenjagdboot «Fulda» soll schon bald aufbrechen – Verteidigungsminister Boris Pistorius will, dass es schnell geht, sollte demnächst ein Einsatz zur Sicherung der Strasse von Hormus anstehen. Pistorius betont, Voraussetzung für einen Einsatz sei zuallererst ein Ende der Kampfhandlungen im Krieg der USA und Israels mit dem Iran. Zudem erinnert er daran, dass ein solcher Einsatz nur mit einem Mandat des Bundestags möglich sei.
27.04.2026
Pete Hegseths «Pulp Fiction»-Gebet
Verteidigungsminister Pete Hegseth zitiert am 16. April auf einer Pressekonferenz in Washington ein abgewandeltes Gebet, das bei der Rettung der US-Piloten im Iran gesprochen worden sei.
«Sie nennen es CSAR [Combat Search and Rescue] 25:17, was meiner Meinung nach Hesekiel 25:17 reflektieren soll», sagt er und betet drauflos. Hegseth zitiert ein abgewandeltes Gebet, das bei der Rettung der US-Piloten im Iran gesprochen worden sei. «Sie nennen es CSAR [Combat Search and Rescue] 25:17, was meiner Meinung nach Hesekiel 25:17 reflektieren soll», sagt er und betet drauflos.
Im Video siehst du jedoch, dass es sich um ein abgewandeltes Zitat aus dem Kultfilm «Pulp Fiction» von 1994 handelt, das nur an den Bibelvers angelehnt ist.
17.04.2026
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