Das ist in der Nacht passiert «Wahnhaft» – Trump und Teheran vor dramatischer Eskalation?

Agenturen

7.4.2026

Trump droht Teheran – Verhandlungslösung nicht in Sicht

Trump droht Teheran – Verhandlungslösung nicht in Sicht

Fünf Wochen nach Start des Iran-Kriegs: Die gegenseitigen Angriffe dauern unvermindert an und eine Verhandlungslösung ist ungeachtet heftiger Drohungen von US-Präsident Donald Trump nicht in Sicht.

07.04.2026

Im Iran-Krieg tickt die Uhr: Trumps Ultimatum an Teheran rückt näher. Er fordert die Öffnung der Strasse von Hormus und droht mit «völliger Zerstörung». Und der Iran lehnt eine Waffenruhe jedoch ab. Das sind die Entwicklungen der vergangenen Stunden.

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Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Die diplomatischen Verhandlungen über ein Ende des Iran-Kriegs sind ins Stocken zu geraten.
  • Kurz vor dem Ende seines Ultimatums zur Öffnung der Strasse von Hormus hat US-Präsident Donald Trump dem Iran mit der Zerstörung aller Brücken und Kraftwerke gedroht.
  • Die iranische Militärführung hat die Warnungen des US-Präsidenten in der Nacht zurückgewiesen.
  • Der Iran lehnt eine Waffenruhe ab.
  • Trump fordert von einem Medium den Namen eines angeblichen Informanten zur Rettung der Kampfjet-Besatzung im Iran und droht mit Gefängnis.

Die USA wären Donald Trump zufolge in der Lage, den Iran «auszuschalten». Die iranische Armee bezeichnet den US-Präsidenten als «wahnhaft» und «arrogant».

blue News fasst zusammen, was in der Nacht auf Dienstag (7.4.) passiert ist.

Trump droht: Iran könnte morgen Nacht ausgeschaltet werden

Im Iran-Krieg zeichnet sich kurz vor Ablauf eines Ultimatums von US-Präsident Donald Trump an Teheran keine Einigung ab. Kurz vor dem Ende seines Ultimatums zur Öffnung der Strasse von Hormus hat Trump dem Iran mit der Zerstörung aller Brücken und Kraftwerke gedroht. «Das ganze Land kann in einer Nacht ausgeschaltet werden, und diese Nacht könnte morgen sein», sagte der US-Präsident am Montag mit Bezug auf die Nacht zum Mittwoch. Die Kraftwerke im Iran würden «brennen, explodieren und nie wieder genutzt werden können», drohte Trump. Die bereits mehrfach verschobene Frist zur Öffnung der für den globalen Öl- und Gasmarkt wichtigen Meerenge läuft nach Schweizer Zeit um zwei Uhr in der Nacht zum Mittwoch ab (Dienstag, 20 Uhr, in Washington).

Iran weist Drohungen zurück

Die iranische Militärführung wies die Warnungen des US-Präsidenten in der Nacht zurück. Die «rüpelhafte, arrogante Rhetorik» sowie die «haltlosen Drohungen des wahnhaften US-Präsidenten» würden die Gegenangriffe auf die USA und Israel nicht stoppen, sagte der Sprecher der Khatam-al-Anbiya-Kommandozentrale, Ebrahim Zolfakari, laut Staatsmedien. Zuvor hatte der Iran eine Waffenruhe abgelehnt und ein endgültiges Ende des Kriegs gefordert.

Iran lehnt Waffenruhe ab

Aus pakistanischen Geheimdienstkreisen hatte es am Montag geheissen, man habe beiden Seiten einen Plan für eine 45-tägige Waffenruhe vorgelegt, in deren Rahmen Friedensgespräche geführt und ein Abkommen vorgeschlagen werden solle. In den Kontakten hätten die USA darauf bestanden, dass der Iran vor Verkündung einer Waffenruhe die für den globalen Öl- und Gasmarkt wichtige Strasse von Hormus öffne. Diese Bedingung wiederum habe Teheran zurückgewiesen.

Der Iran lehnt eine Waffenruhe ab. Laut Staatssender Irib übergab Teheran den Vermittlern ein zehn Punkte umfassendes Papier mit eigenen Forderungen wie einer Beendigung des Kriegs, Kriegsreparationen sowie die vollständige Aufhebung der Wirtschaftssanktionen gegen das Land.

Die Revolutionsgarden, die das eigentliche Sagen im Iran haben, fordern zudem das Recht auf Uran-Anreicherung, den Abzug aller US-Stützpunkte aus dem Persischen Golf sowie die Kontrolle der Strasse von Hormus durch den Iran. Ein US-Beamter habe die Antwort des Irans als «maximalistisch» bezeichnet, schrieb der Reporter des US-Nachrichtenportals «Axios» Barak Ravid auf X. Es sei unklar, ob dies Fortschritte hin zu einer diplomatischen Lösung ermögliche.

Ein Team des Roten Halbmonds sucht in einem bei US-israelischen Luftangriffen zerstörten Wohngebäude in Teheran nach Opfern. (6. April 2026) 
Ein Team des Roten Halbmonds sucht in einem bei US-israelischen Luftangriffen zerstörten Wohngebäude in Teheran nach Opfern. (6. April 2026) 
Bild: IMAGO/UPI Photo/Iranian Red Crescent

Israel und Iran fliegen Angriffe

Die israelische Armee hat in der Nacht eigenen Angaben zufolge erneut den Iran angegriffen. Dabei sei Infrastruktur in Teheran und anderen Gebieten attackiert worden, teilte die Armee mit. Zugleich habe die israelische Luftabwehr auf Raketenangriffe aus dem Iran reagiert. Iranische Staatsmedien meldeten derweil Explosionen in Teheran und der nahe gelegenen Stadt Karadsch. Die iranischen staatlichen Nachrichtenagenturen Fars und Mehr gaben keine weiteren Details bekannt. Laut dem syrischen Staatsfernsehen waren in der syrischen
Hauptstadt Damaskus durch das israelische Abfangen iranischer Raketen ‌verursachte Explosionen zu hören.

Trump droht Journalisten mit Haft wegen Infos zu Piloten-Rettung

Trump fordert von einem Medium den Namen eines angeblichen Informanten zur Rettung der Kampfjet-Besatzung im Iran und droht mit Gefängnis. Er kündigte an, man werde zu einem Medienunternehmen gehen, das die Infos veröffentlicht habe. Um welches Medium es geht, sagte er nicht. Er ergänzte, man werde unter Verweis auf die nationale Sicherheit die Herausgabe des Namens bei Androhung von Gefängnis verlangen.

Das US-Militär hatte nacheinander zwei Besatzungsmitglieder des abgeschossenen Kampfjets gerettet. Der Einsatz zog sich über Tage. Trump verkündete am Sonntag den Abschluss der Rettung.

Der Präsident sagte, man habe zunächst nicht über die erste Rettung – die des Piloten – gesprochen. Dann habe jemand etwas durchgestochen, ergänzte der Republikaner. Durch die Information zur Rettung des Piloten und deren Veröffentlichung sei im Iran klar gewesen, dass das zweite Besatzungsmitglied noch vermisst werde. Das habe die Rettung erschwert.

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Vor mehr als einem Monat haben die USA und Israel den Iran-Krieg begonnen. Nun wendet sich Trump mit Zuversicht und Selbstlob in einer Rede ans eigene Land.

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