ArbeitWarum Frauen und Männer unterschiedliche Berufe wählen
SDA
14.8.2025 - 10:05
Familienfreundliche Arbeitszeiten in gewissen Berufen sind einer neuen Studie zufolge nicht ausschlaggebend dafür, dass sich Frauen und Männer für andere Berufe entscheiden. (Archivbild)
Keystone
Junge Frauen und Männer in der Schweiz haben was Lohn und Arbeitszeiten angeht ähnliche Anforderungen an einen Job. Dass es trotzdem nach wie vor typische Frauen- und Männerberufe gibt, liegt einer neuen Studie zufolge beim Jobinhalt.
Keystone-SDA
14.08.2025, 10:05
SDA
Die Erkenntnisse widersprechen laut einer Mitteilung der Universität Bern vom Donnerstag gängigen Annahmen über die Wichtigkeit von Arbeitsplatzmerkmalen wie der Familienfreundlichkeit einer Stelle oder des Gehalts.
Ein Forschungsteam der Universitäten Bern und St. Gallen hat für die Studie, die in der Fachzeitschrift «Socio-Economic Review» erschienen ist, über 2’000 Achtklässler kurz vor der Lehrstellenwahl getestet: Die Schülerinnen und Schüler mussten in einem Experiment zwischen fiktiven Berufsbeschreibungen wählen, die sich in acht Merkmalen unterschieden: fünf bezogen sich auf die geforderten Fähigkeiten – etwa technisches Wissen, Kreativität oder soziale Interaktion -, drei auf klassische Arbeitsplatzmerkmale wie Lohn, Teilzeitoptionen oder gesellschaftliche Relevanz.
Die Ergebnisse zeigen: Bei Lohn, Arbeitszeiten oder Sinnhaftigkeit der Arbeit gibt es kaum Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Unterschiede zeigen sich deutlich bei den geforderten Fähigkeiten. Die jungen Frauen mieden im Experiment Berufe mit starkem technischen Fokus, während die jungen Männer diese attraktiv fanden. Kreative oder soziale Aufgaben sprachen hingegen besonders Frauen an.
Ungleichheiten wachsen
In einer zunehmend digitalisierten Arbeitswelt, in der technologische Kompetenzen über Einkommen und Karriere entscheiden, wird die geringere Präferenz junger Frauen für technologieintensive Berufe laut der Universität Bern bestehende Ungleichheiten verfestigen.
Um geschlechtsspezifische Berufswahlmuster aufzubrechen, müssen laut den Forschenden Stereotypen hinterfragt werden. Die Ergebnisse verdeutlichen demnach, dass geschlechtertypische Fähigkeitszuschreibungen bereits im Jugendalter wirksam sind.
Am 13. Januar 2026 ziehen Beamte der Einwanderungspolizei ICE eine Frau in Minneapolis, Minnesota, aus ihrem Wagen und verhaften Aliya Rahman.
15.01.2026
Trump und Xi in China: Treffen beginnt mit Warnung wegen Taiwan
Chinas Staatschef warnt Trump vor Konflikt um Taiwan. Zum Auftakt des Besuchs von US-Präsident Donald Trump macht der chinesische Staatschef Xi klar, dass die Taiwan-Frage die Beziehung zwischen seinem Land und den USA in eine «äusserst gefährliche Lage bringen» könnte. Ob und was Trump auf Xis Äusserungen entgegnet hat, ist nicht bekannt. Die USA spielen in Bezug auf Taiwan eine wichtige Rolle – unter anderem, weil sie trotz grosser Kritik Pekings Taiwan mit Waffen beliefern.
14.05.2026
Johann Wadephul: UN muss Verantwortung im Iran-Krieg übernehmen
Berlin, 27.04.2026: Krisendiplomatie in New York: Aussenminister Johann Wadephul fordert mehr Einsatz vom UN-Sicherheitsrat im Iran-Konflikt.
O-Ton Johann Wadephul, Aussenminister
«Die UN müssen jetzt ihrer Verantwortung gerecht werden, insbesondere der Sicherheitsrat. Kriege und Konflikte schwelen, und wir sehen zum Teil die Unfähigkeit von Staaten, effektive Konfliktlösungsmechanismen in Kraft zu setzen. Insbesondere der Konflikt um den Iran und die blockierte Strasse von Hummus wird ein Thema sein, zu dem ich auch das Wort ergreifen werde im Sicherheitsrat.»
Wadephul fordert, der UN-Sicherheitsrat müsse handlungsfähiger werden: Blockaden, auch durch China und Russland, dürften Lösungen nicht länger verhindern.
Deutschland hofft zudem auf ein UN-Mandat für eine mögliche Mission in der Strasse von Hormus, einer wichtigen Route für die weltweite Energieversorgung.
In New York plant Wadephul Gespräche mit UN-Generalsekretär António Guterres sowie weiteren ranghohen UN-Vertretern und Amtskollegen. Dabei soll es auch um die Zukunft der Vereinten Nationen gehen.
28.04.2026
ICE-Agenten zerren Frau aus ihrem Auto
Trump und Xi in China: Treffen beginnt mit Warnung wegen Taiwan
Johann Wadephul: UN muss Verantwortung im Iran-Krieg übernehmen