blue News Logo
  • Openairs
  • Sport
  • Schweiz
  • Ausland
  • Fussball
  • People
  • Filme & Serien
  • MyTech
  • Lifestyle
  • 24h-Ticker
blue News Logo
  • Openairs
  • Sport
  • Schweiz
  • Ausland
  • Fussball
  • People
  • Filme & Serien
  • MyTech
  • Lifestyle
  • 24h-Ticker
blue NewsSchweizAuslandWirtschaftNews-TickerSportFussballMyTechFilme & SerienTalks & InterviewsPeopleLifestyleWetterHoroskopVideos
KarriereArbeiten bei blueJobs
blue+blue Sportblue SuperMaxblue Premiumblue Video
blue CinemaKinoprogrammDemnächst im KinoAngeboteblue Cinema Memberclub
Swisscom PrivatkundenMobileInternetTVKombi-AboGeräteHilfe & SupportSwisscom Community
DirekteinstiegE-Mail LoginmySwisscomSwisscom ShopsmyAimyCloudblue TV Player
blue News
SchweizAuslandWirtschaftNews-TickerSportFussballMyTechFilme & SerienTalks & InterviewsPeopleLifestyleWetterHoroskopVideos
Karriere
Arbeiten bei blueJobs
blue+
blue Sportblue SuperMaxblue Premiumblue Video
blue Cinema
KinoprogrammDemnächst im KinoAngeboteblue Cinema Memberclub
Swisscom Privatkunden
MobileInternetTVKombi-AboGeräteHilfe & SupportSwisscom Community
Direkteinstieg
E-Mail LoginmySwisscomSwisscom ShopsmyAimyCloudblue TV Player
WerbungRechtlichesDatenschutzImpressumPublizistische Leitlinienblue News AppFAQ
DEFRITEN
DEFRITEN
Was du über den Fall Maja T. wissen musst
StartseiteChevron rechtsNewsChevron rechtsInternational

Fehler gefunden?

Jetzt melden

Aktivist*in in Haft in Ungarn

Was du über den Fall Maja T. wissen musst

Maja T. im Februar 2025 im Gerichtsaal in Budapest. Maja T. wird vorgeworfen, an Angriffen auf Rechtsextremisten beteiligt gewesen zu sein.

Maja T. im Februar 2025 im Gerichtsaal in Budapest. Maja T. wird vorgeworfen, an Angriffen auf Rechtsextremisten beteiligt gewesen zu sein.

KEYSTONE

Maja T. sitzt in Ungarn wegen mutmasslicher Beteiligung an Angriffen auf Rechtsextreme in Isolationshaft. Jetzt protestiert Maja T. mit einem Hungerstreik gegen die Haftbedingungen – und fordert ein faires Verfahren in Deutschland.

Noemi Hüsser
DPA

Noemi Hüsser, DPA

02.07.2025, 19:56•02.07.2025, 20:01

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Maja T. soll im Februar 2023 bei Angriffen auf Rechtsextreme in Budapest beteiligt gewesen sein.
  • Trotz eines Verbots durch das Bundesverfassungsgericht wurde T. im Juni 2024 nach Ungarn ausgeliefert, wo bis zu 24 Jahre Haft drohen.
  • Seit Anfang Juni 2025 ist T. im Hungerstreik, um gegen die Behandlung und für eine Rücküberstellung nach Deutschland zu protestieren.
  • Politiker*innen, Familie und über 100'000 Unterzeichner*innen einer Petition fordern Majas Rückkehr nach Deutschland.
  • Ein Antrag auf Hausarrest wurde abgelehnt, der Prozess läuft trotz Hungerstreik weiter.
Zusammenfassung erstellt mitmyAi

Warum ist Maja T. in Haft?

Die ungarische Staatsanwaltschaft wirft Maja T. vor, im Februar 2023 in Budapest an Angriffen auf tatsächliche und vermeintliche Rechtsextremisten beteiligt gewesen und damit für schwere Körperverletzungen mitverantwortlich zu sein.

Die 24-jährige non-binäre Person lehnte ein Angebot der Staatsanwaltschaft ab: Bei einem Geständnis gebe es ohne Gerichtsprozess eine Haftstrafe von 14 Jahren. Nun droht Maja T. bei einer Verurteilung bis zu 24 Jahre Haft.

Seit wann ist Maja T. in Ungarn?

Maja T. wurde im Dezember 2023 in Berlin verhaftet und im Juni 2024 nach Ungarn ausgeliefert – obwohl das Bundesverfassungsgericht dies untersagt hatte. Doch die Entscheidung kam wenige Minuten zu spät. Im Februar 2025 hat das Bundesverfassungsgericht die Auslieferung erneut für rechtswidrig erklärt.

Externer Inhalt

Dieser Inhalt stammt von externen Anbietern wie YouTube, TikTok oder Facebook. Aktiviere bitte "Swisscom Werbung bei Dritten", um diesen Inhalt anzuzeigen.

Die deutschen Behörden hätten die Haftbedingungen in Ungarn nicht ausreichend untersucht. Dort gebe es strukturelle Probleme wie Gewalt und Überbelegung. Zudem bestehe die Gefahr, dass Maja T. aufgrund der nicht-binären Identität diskriminiert wird. Auch kritisiert das Bundesverfassungsgericht «die befremdliche Vorführung vor Gericht»: Maja T. wurde im Februar bildstark an Ketten in den Gerichtssaal gebracht. 

Warum ist Maja T. im Hungerstreik?

Aus Protest gegen die Haft in Ungarn ist Maja T. Anfang Juni 2025 in den Hungerstreik getreten. «Hier in Ungarn bin ich in Isolationshaft lebendig begraben», teilte Maja T. schriftlich mit.

Maja T. beklagte zu Prozessbeginn unter «menschenunwürdigen Bedingungen» in Einzelhaft gehalten zu werden. Zu Prozessbeginn im Februar war unter anderem mit Schlafentzug durch stündliche Kontrollen in der Zelle sowie mangelnde hygienische Bedingungen die Rede. Zudem hätten nicht alle Prozessakten in deutscher Übersetzung vorgelegen.

Der Hungerstreik sei ein letzter Versuch, ein gerechtes Gerichtsverfahren zu erleben und nach Deutschland überstellt zu werden.

Was sagt Deutschland?

Majas Vater Wolfram Jarosch erklärte, man wolle, dass Maja T. ein faires Verfahren in Deutschland bekomme. Eine Petition, die die Rückholung von Maja T. nach Deutschland verlangt, wurde bereits von 100'000 Menschen unterzeichnet.

Ein Plakat mit der Forderung zur Freilassung von Maja T bei der Pride in Dresden.

Ein Plakat mit der Forderung zur Freilassung von Maja T bei der Pride in Dresden.

KEYSTONE

Auch deutsche Politiker der Grünen und der Linken setzen sich für eine Rückkehr von Maja T. nach Deutschland ein. Der Linken-Fraktionschef im Europaparlament Martin Schirdewan forderte: «Die Bundesregierung muss Maja T.s Rücküberstellung aus Ungarn nach Deutschland jetzt sofort zur Priorität machen.» Er hatte Maja T. zuvor zusammen mit anderen Europa- und Bundestagsabgeordneten besucht.

Bundeskanzler Friedrich Merz hat sich bisher öffentlich nicht zum Fall geäussert.

Das Gericht in Budapest hatte Ende Juni einen Antrag auf Überstellung in den Hausarrest abgelehnt. Es sieht erhöhte Fluchtgefahr.

Teaser image

«Regierungsmacht den Stinkefinger gezeigt»

Hunderttausende Menschen trotzen Orbans Pride-Verbot

Wie geht es weiter?

Maja T. befindet sich nun seit mehr als drei Wochen im Hungerstreik. Maja T. habe mehr als zwölf Kilogramm abgenommen und sei «sehr geschwächt», sagte Vater Jarosch. 

Anfangs Juli ist Maja T. in ein Gefängniskrankenhaus im Südosten Ungarns gebracht worden. Grundsätzlich sei die Verlegung ins Krankenhaus sinnvoll, da der Zustand dort besser ärztlich überwacht werden könne als in der Haftanstalt, sagte Vater Jarosch. Allerdings fehle im Krankenhaus ein Dolmetscher, der wichtig wäre, um sicherzustellen, dass die Ärzte dort keine Zwangsmassnahmen einleiten. «Ich denke, Maja möchte den Hungerstreik fortsetzen», sagte Vater Jarosch weiter.

Zuvor hatte das Gericht entschieden, den Prozess gegen Maja T. trotz Hungerstreik fortzusetzen. Es hielt Maja T. für verhandlungsfähig und lehnte einen Antrag ab, die Verhandlungen zu verschieben. Die Staatsanwaltschaft hatte bezweifelt, dass Maja T. sich tatsächlich im Hungerstreik befindet.


Mehr aus dem Ressort

01:22

Alice Weidel besucht Viktor Orban

Bisher wurde die AfD von führenden europäischen Politikern eher gemieden. Selbst andere rechtsextreme Politiker wie Marine Le Pen in Frankreich verhielten sich bislang zurückhaltend.

Mehr zum Thema

Kims Reich wächst
Kims Reich wächst

Wirtschaftsboom dank Perücken – was ist plötzlich in Nordkorea los?

Kunst und Krieg
Kunst und Krieg

EU stellt Unterstützung für Kunstbiennale in Venedig ein

Polizei ermittelt
Polizei ermittelt

Mann soll Schaf von der Weide gestohlen und gegrillt haben

«Besser geht's nicht»
«Besser geht's nicht»

Teenager kauft Jacke für 3 Dollar und macht damit ein Vermögen

Meistgelesen

1Ski-Talent (18) erleidet zwei Herzstillstände und beendet Karriere
2Wirtschaftsboom dank Perücken – was ist plötzlich in Nordkorea los?
3Spülst du hier Hunde-Bisi nicht weg, droht dir eine saftige Busse
4Vater und Tochter sterben bei Unfall – Retter «kommen an ihre Grenzen»
5Betrüger knöpfen Senior 100'000 Franken ab – dann klicken die Handschellen