Viel Macht und noch mehr Geld Was ist das für eine Behörde, die Amerika spaltet? Alles, was du über ICE wissen musst

Jenny Keller

26.1.2026

ICE-Bundesbeamte in Minnesota. (Archivbild)
ICE-Bundesbeamte in Minnesota. (Archivbild)
Adam Gray/AP/dpa

Die US-Bundesbehörde ICE verhaftet, inhaftiert und schiebt ab. Sie steht für harte Migrationsbekämpfung, milliardenschwere Budgets und sorgt für scharfe Kritik. Ein Überblick über Aufgaben, Geschichte und Kontroversen.

Jenny Keller

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • ICE ist für die Durchsetzung von Einwanderungs- und Zollgesetzen im Inneren der USA zuständig.
  • Die Behörde entstand 2003 nach 9/11 und verknüpft Migration mit innerer Sicherheit.
  • Seit 2003 wuchsen Budget, Personal und Befugnisse stark.
  • ICE rekrutiert aggressiv mit Geld, Patriotismus und militärischer Rhetorik.
  • Kritiker*innen sehen autoritäre Tendenzen, viele Festgenommene haben keine Vorstrafen.

Was ist ICE und welche Aufgaben hat die Behörde?

U.S. Immigration and Customs Enforcement (ICE) ist eine Bundesbehörde im US-Heimatschutzministerium. Ihre zentrale Aufgabe ist die Durchsetzung von Einwanderungs- und Zollgesetzen innerhalb der USA.

ICE kümmert sich vor allem um das Aufspüren, Festnehmen, Inhaftieren und Abschieben von Personen ohne gültigen Aufenthaltsstatus. Anders als die Grenzschutzbehörden arbeitet ICE dabei überwiegend im Landesinneren und nicht an der Grenze. Daneben ist die Behörde auch strafrechtlich tätig.

Zu ICE gehört zudem eine eigene strafrechtliche Ermittlungsabteilung: Homeland Security Investigations ist Teil von ICE und übernimmt Ermittlungen zu Menschen- und Warenhandel, Schleuserkriminalität, Finanzdelikten, illegalem Waffen- und Drogenhandel sowie zu sicherheitsrelevanten Verstössen bis hin zu Terrorismus.

ICE unterscheidet sich von anderen US-Sicherheitsbehörden wie dem FBI, das breite nationale Sicherheits- und Strafverfolgungsaufgaben hat, und von der Border Patrol, die sich auf die unmittelbare Grenzüberwachung konzentriert.

Warum wurde ICE gegründet?

ICE wurde 2003 gegründet – als direkte Folge der Terroranschläge vom 11. September 2001. Die USA vollzogen damals einen radikalen Schritt: Innere Sicherheit, Migration und Grenzschutz sollten nicht länger getrennt gedacht werden. ICE verknüpfte Einwanderungsdurchsetzung erstmals systematisch mit Terror-, Zoll- und Strafverfolgung.

Mit der Schaffung des neuen Department of Homeland Security bündelte die Regierung unter Präsident George W. Bush mehr als 20 Behörden. Ziel war ein Sicherheitsapparat, der schneller reagiert, Informationen besser teilt und potenzielle Bedrohungen früh erkennt. In diesem Zuge entstand auch ICE.

Die Grundannahme lautete: Wer sich illegal im Land aufhält, könnte sich staatlicher Kontrolle entziehen und damit auch ein Sicherheitsrisiko darstellen. ICE sollte genau diese «Lücken im System» schliessen, vor allem im Landesinneren, fernab der klassischen Grenzposten.

Eine Analyse des Cato Institutes zeigt, dass es kaum Belege für einen Zusammenhang zwischen illegaler Migration und Terrorismus gibt. Das Risiko für US-Bürger*innen, durch einen terroristischen Angriff eines Ausländers in den USA zu sterben, ist extrem gering: etwa 1 zu 3,6 Millionen pro Jahr. Besonders auffällig ist der Unterschied nach Aufenthaltsstatus. Das Risiko durch Geflüchtete liegt bei 1 zu 3,64 Milliarden, durch irregulär Eingereiste sogar bei 1 zu 10,9 Milliarden pro Jahr. Deutlich höher – wenn auch weiterhin sehr niedrig – ist es bei Touristen mit B-Visum: rund 1 zu 3,9 Millionen.

Wie hat sich ICE seit der Gründung entwickelt?

Seit seiner Gründung 2003 hat sich ICE zu einem der mächtigsten Instrumente der US-Migrationsdurchsetzung entwickelt. In den ersten Jahren lag der Fokus vor allem auf Terrorismusprävention, Zoll- und Finanzdelikten. Schrittweise verlagerte sich der Schwerpunkt dann auf die konsequente Durchsetzung des Aufenthaltsrechts im Inland. Unter Präsident Donald Trumps zweiter Amtszeit wurde ICE massiv ausgebaut: Die Behörde erhielt mehr Personal, deutlich höhere Budgets und erweiterte Befugnisse für Festnahmen, Inhaftierungen und Abschiebungen.

Ab den späten 2000er-Jahren wurden Praktiken wie Razzien am Arbeitsplatz, die Zusammenarbeit mit lokalen Polizeibehörden und der Einsatz von Datenbanken und Überwachung ausgebaut. Abschiebungen wurden ausgeweitet, Haftzeiten verlängert und der Ermessensspielraum zugunsten möglichst harter Durchsetzung eingeschränkt.

Politisch legitimiert wurde ICE seit 2003 von allen US-Regierungen, wenn auch mit unterschiedlichen Schwerpunkten. George W. Bush gründete ICE und verankerte die Behörde fest im neuen Sicherheitsapparat nach 9/11. Migration wurde sicherheitspolitisch aufgeladen, ICE erhielt weitreichende Kompetenzen.

ICE entstand nach den Anschlägen vom 11. September 2001 und wurde fest in den neu geschaffenen US-Sicherheitsapparat eingebunden. (Archivbild).
ICE entstand nach den Anschlägen vom 11. September 2001 und wurde fest in den neu geschaffenen US-Sicherheitsapparat eingebunden. (Archivbild).
Richard Drew/AP/dpa

Barack Obamas Regierung setzte offiziell auf Abschiebungen von Personen mit schweren Straftaten. Gleichzeitig erreichte ICE unter Obama rekordhohe Abschiebezahlen, baute Programme zur Zusammenarbeit mit lokalen Polizeibehörden aus und festigte seine operative Rolle im Inland.

Die Regierung von Donald Trump weitete Durchsetzung, Inhaftierung und Abschiebung noch stärker aus und stellte sich sowohl in seiner ersten wie auch in der aktuellen Amtszeit demonstrativ hinter die Behörde. Unter Joe Biden wurde der Ton gegenüber ICE zwischenzeitlich zwar gemässigt, es gab Einschränkungen bei Abschiebungen, die strukturelle Macht, das Budget und die rechtlichen Grundlagen der Behörde blieben jedoch weitgehend unangetastet.

Warum ist ICE jetzt so mächtig?

ICE hat heute viel Macht und ist finanziell stark, weil Politik und Kongress der Behörde über viele Jahre hinweg immer mehr Geld und Befugnisse zugesprochen haben.

Seit 2003 stieg das Budget für ICE und die gesamte US-Einwanderungsdurchsetzung kontinuierlich. Schon vor 2025 hatte die Agentur Milliardenbudgets für Personal, Haftplätze und Abschiebungen erhalten. Der entscheidende Sprung kam dann 2025 mit dem sogenannten «One Big Beautiful Bill Act» (OBBBA), der aus dem republikanisch dominierten US-Kongress stammt und politisch von Präsident Donald Trump unterstützt und vorangetrieben wurde.

Dieses Gesetzespaket stellt über 170 Milliarden US-Dollar für Einwanderungs- und Grenzsicherungsausgaben bereit, darunter riesige Summen für ICE-Operationen, Deportationen und Haftplätze.

US-Präsident Donald Trump schlägt mit dem Hammer, nachdem er am 4. Juli 2025 den sogenannten «One Big Beautiful Bill Act» unterzeichnet hat.
US-Präsident Donald Trump schlägt mit dem Hammer, nachdem er am 4. Juli 2025 den sogenannten «One Big Beautiful Bill Act» unterzeichnet hat.
Evan Vucci/AP/dpa

Die Financial Times berichtete, dass ICE durch diese Mittel zur am besten finanzierten Strafverfolgungsbehörde der USA wurde, grösser als FBI, DEA (Drug Enforcement Administration, zuständig für die Bekämpfung von Drogenhandel und Drogenkriminalität) oder die Bundesvollzugsbehörde. Politisch wurde diese Ausweitung vorangetrieben von Republikaner*innen im US-Kongress und der Trump-Regierung, die eine strengere Abschiebungspolitik zum wichtigsten Wahlkampf- und Regierungsthema erklärten.

Und was macht ICE mit dem ganzen Geld?

ICE hat in den letzten Monaten eine Rekrutierungsoffensive gestartet. Die Behörde meldete, dass sie durch ihre aktuellen Kampagnen über 12'000 neue Mitarbeitende eingestellt hat, was die Personalstärke der Agentur mehr als verdoppelt.

Mit martialischen Slogans wie «Defend the Homeland» oder «The enemies are at the gates» wirbt ICE um neues Personal.
Mit martialischen Slogans wie «Defend the Homeland» oder «The enemies are at the gates» wirbt ICE um neues Personal.
U.S. Immigration and Customs Enforcement (ICE) / Department of Homeland Security (DHS)

ICE richtet seine Personalwerbung an «patriotische» und «konservative» Zielgruppen. Auf der offiziellen Rekrutierungsseite wirbt die Behörde mit nationalistischen Botschaften wie «America Needs You». Bewerber*innen sollen dazu beitragen, das Land vor Kriminalität und «illegaler Migration» zu schützen. «Amerika ist von Kriminellen und Raubtieren überrannt worden», heisst es auf der Website. «Wir brauchen DICH, um sie rauszuwerfen.»

Um möglichst viele Bewerber*innen anzuziehen, lockt ICE mit hohen finanziellen Anreizen: Einstellungsprämien von bis zu 50’000 Dollar, Unterstützung bei der Rückzahlung von Studienkrediten und lukrative Überstundenregelungen. Bewerben können sich Personen ab 18 Jahren. Voraussetzung sind medizinische, Drogen- und Fitnesstests, wobei Medienberichte Zweifel aufwerfen, wie konsequent diese Prüfungen durchgeführt werden.

Die Rekrutierungsstrategie nutzt Werbeformate und Events, die militär- oder kampforientierte Zielgruppen ansprechen, und bettet die Botschaften in «Kriegs-Mission»-Narrative ein. Die Washington Post berichtet von einer Art «Wartime Recruitment» mit einem Etat von rund 100 Millionen US-Dollar für Medienkampagnen.

Wer sind die ICE-Beamt*innen?

ICE veröffentlicht keine detaillierten demografischen Profile seines Personals. Bei Einsätzen sind ICE-Mitarbeitende meist vermummt, tragen militärisch anmutende Ausrüstung, etwa kugelsichere Westen, auf denen «ICE» oder «Police» steht. Namensschilder oder Dienstnummern sind nicht vorgeschrieben, und es gibt keine Pflicht, sich Betroffenen gegenüber aktiv auszuweisen.

ICE-Beamte setzen Pfefferspray gegen Demonstrierende ein, nachdem ein 37-jähriger Mann in Minneapolis durch einen Schuss von Einsatzkräften tödlich verletzt wurde.
ICE-Beamte setzen Pfefferspray gegen Demonstrierende ein, nachdem ein 37-jähriger Mann in Minneapolis durch einen Schuss von Einsatzkräften tödlich verletzt wurde.
Keystone/EPA/Craig Lassig

Bürgerrechtsorganisationen kritisieren, dass das bewusst uneindeutige Erscheinungsbild Kontrolle erschweren und Machtmissbrauch erheblich begünstigen kann.

Hat ICE faschistische Züge?

Kritiker*innen werfen ICE vor, Macht stark zu bündeln und im Inland besonders hart durchzugreifen, ohne dabei denselben rechtsstaatlichen Hürden zu unterliegen wie Polizei oder Justiz. Konkret geht es um Razzien ohne richterliche Haftbefehle, Festnahmen in Wohnungen, vor Gerichten oder am Arbeitsplatz.

Zentral ist dabei der Einsatz sogenannter administrativer Anordnungen. Das sind behördeninterne Haft- oder Abschiebungsbefehle, die nicht von einem Richter, sondern von ICE selbst ausgestellt werden. Sie reichen aus, um Menschen festzunehmen und in Haft zu nehmen, auch wenn keine strafrechtliche Anklage vorliegt. Anders als bei einem Strafverfahren gibt es oft keine richterliche Prüfung im Voraus, keinen Pflichtverteidiger und geringere Einspruchsmöglichkeiten.

Klassische rechtsstaatliche Verfahren können so eher umgangen werden. Menschen werden nicht wegen eines Verbrechens verfolgt, sondern aufgrund ihres Aufenthaltsstatus administrativ behandelt. Und genau diese Kombination aus weitreichenden Befugnissen, geringer externer Kontrolle und Durchsetzung im Alltag bringt ICE aus Sicht einiger Beobachter in die Nähe autoritärer Strukturen.

US-Grenzschutzchef Gregory Bovino (vorne links) steht bei einer Anti-ICE-Demonstration in Fort Snelling, Minnesota, nachdem ein Bundesagent am 7. Januar die US-Bürgerin Renee Good tödlich erschossen hat.
US-Grenzschutzchef Gregory Bovino (vorne links) steht bei einer Anti-ICE-Demonstration in Fort Snelling, Minnesota, nachdem ein Bundesagent am 7. Januar die US-Bürgerin Renee Good tödlich erschossen hat.
Keystone/EPA/Olga Fedorova

Die Faschismus-Vergleiche kommen unter anderem von politischen Theoretiker*innen, die die Entwicklung staatlicher Macht in den USA analysieren. Historiker wie Timothy Snyder oder Omri Boehm argumentieren, dass sich in den USA – insbesondere unter Donald Trump – Muster zeigten, die man aus autoritären oder faschistischen Systemen kennt: die Ausweitung staatlicher Gewaltbefugnisse, eine ausgeprägte Feindbildlogik und die schrittweise Normalisierung von Ausnahmezuständen.

ICE wird in diesem Zusammenhang als ein praktisches Instrument dieser Entwicklung beschrieben, nicht als ideologische Bewegung an sich. Die meisten Kritiker*innen sprechen nicht von einer faschistischen Organisation, sondern von faschistoiden Strukturen. Also Praktiken und Machtmechanismen, die autoritäres Handeln begünstigen, ohne dass ICE offiziell eine faschistische Ideologie vertritt.

Wen verhaftet ICE und weshalb?

Die grosse Mehrheit der von ICE festgenommenen Menschen sind Männer im erwerbsfähigen Alter, meist zwischen 20 und 45 Jahren. Frauen und Minderjährige machen nur einen kleinen Teil der Festnahmen aus. Grosse Festnahmen ganzer Familien oder von Kindern sind zwar seltener, kommen aber vor.

Zuletzt wurde etwa ein fünfjähriger Junge in Minneapolis zusammen mit seinem Vater von ICE-Beamten in Gewahrsam genommen, als sie von der Vorschule nach Hause kamen und in ein Familien-Haftzentrum gebracht wurden. Solche Fälle haben in den betroffenen Gemeinden für Empörung und auch Angst gesorgt.

Überproportional betroffen sind Menschen aus Lateinamerika, insbesondere aus Mexiko und Zentralamerika (Guatemala, Honduras, El Salvador). Vermehrt kamen in den letzten Jahren auch Personen aus Venezuela, Kuba, Nicaragua und Haiti hinzu. Das spiegelt weniger Kriminalitätsmuster als vielmehr Migrationsrouten und Rückführungsabkommen wider.

Migranten gehen einen Feldweg entlang, nachdem sie die Grenze zwischen den USA und Mexiko überquert haben.
Migranten gehen einen Feldweg entlang, nachdem sie die Grenze zwischen den USA und Mexiko überquert haben.
Julio Cortez/AP/dpa

Viele der Festgenommenen leben seit Jahren, teils seit Jahrzehnten in den USA, haben feste Jobs und Kinder mit US-Staatsbürgerschaft. Häufig geht es nicht um neue Straftaten, sondern um aufenthaltsrechtliche Verstösse wie abgelaufene Visa, abgelehnte Asylanträge oder alte Ausweisungsanordnungen.

Das Ausmass ist beträchtlich: Allein 2024 nahm ICE rund 149’070 Menschen fest, überwiegend auf administrativer Grundlage – also wegen Einwanderungsverstössen und nicht aufgrund strafrechtlicher Anklagen.

ICE betont jedoch, man gehe primär gegen «Kriminelle» vor. Zum Beispiel Personen, die im Zusammenhang mit grenzüberschreitender Kriminalität wie Menschenhandel stehen. Tatsächlich zeigen Statistiken, dass die meisten ICE-Festnahmen nicht wegen schwerer Gewaltverbrechen erfolgen. Ende November 2025 befanden sich 65’735 Menschen in ICE-Gewahrsam, davon 73,6 Prozent ohne jede strafrechtliche Verurteilung. Auch bei den übrigen Fällen handelte es sich häufig nicht um schwere Straftaten, sondern um frühere oder geringfügige Delikte wie Verkehrsverstösse.

Was haben die Einsätze der ICE zur Folge?

Die tödlichen Vorfälle Anfang Januar 2026, bei denen Bundesbeamte im Zuge von ICE- und DHS-Einsätzen auf Zivilpersonen schossen – darunter auch US-Bürgerinnen und -Bürger –, haben landesweit Protest, Empörung und Forderungen nach Konsequenzen ausgelöst.

In Minneapolis versammelten sich tausende Menschen zu Demonstrationen gegen die Bundesbehörden, kritisieren Gewalt und fordern deren Abzug aus der Stadt. Die Proteste gipfelten zeitweise in Generalstreiks.

Tausende Menschen demonstrierten im Januar 2025 in Minneapolis gegen die Bundesbehörden.
Tausende Menschen demonstrierten im Januar 2025 in Minneapolis gegen die Bundesbehörden.
nytimes (Screenshot Instagram)

Auch gesellschaftlich hinterlassen Abschiebungen tiefe Spuren: Familien werden auseinandergerissen, viele Betroffene leiden unter erheblichen sozialen und psychischen Belastungen. Gleichzeitig können Razzien ganze Arbeitsmärkte destabilisieren.

In Branchen wie Landwirtschaft, Bau oder Gastgewerbe fehlen eingearbeitete Arbeitskräfte, Projekte verzögern sich oder kommen ganz zum Stillstand. Die Washington Post berichtet, dass Abschiebungen in einzelnen Sektoren bereits messbar Beschäftigung verringern, weil Betriebe von einem Tag auf den anderen ihre Arbeitskräfte verlieren.

Intensivere ICE-Einsätze wirken sich in Gemeinden mit hohem Anteil migrantischer Arbeitskräfte auch wirtschaftlich aus: Menschen bleiben aus Angst häufiger zu Hause, gehen seltener einkaufen oder nehmen weniger Dienstleistungen in Anspruch, was die Umsätze lokaler Betriebe spürbar senkt.