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Trump und as Weisse Haus haben seit wenigen Tagen eine eigene App. (Archivbild)
Bild: Mary Altaffer/POOL AP/AP/dpa
Das Weisse Haus hat seit wenigen Tagen eine eigene App – Meldefunktion an die berüchtigte Einwanderungsbehörde ICE inklusive. Sicherheitsprobleme und Tracking gibt es obendrein.
Nun hat auch das Weisse Haus auch eine eigene, offizielle App. Seit wenigen Tagen ist sie in den gängigen App Stores zum Download verfügbar. «Heute hat das Weisse Haus seine leistungsstarke neue offizielle App vorgestellt – damit werden Präsident Donald J. Trump und seine Regierung dem amerikanischen Volk so nah wie nie zuvor gebracht», heisst es in der Vorstellung der App.
Was das im Detail heisst, lässt sich rasch herausfinden. Denn besonders viel «exklusives» wie beworben gibt es dort nicht zu sehen. Im Grossen und Ganzen handelt es sich um eine für Smartphones angepasste Kopie der Webseiten des Weissen Hauses.
Die Prioritäten von «The White House» werden jedoch schnell ersichtlich. Neben News und «beeindruckenden» Bildern und Videos scheint den Machern auch die «Kontakt»-Funktion besonders wichtig zu sein.
«Teilen Sie der Regierung Ihre Meinung und Ihr Feedback direkt mit», heisst es dazu in der Medienmitteilung. In der App findet sich die Möglichkeit, Mitmenschen direkt bei der berüchtigten Einwanderungsbehörde ICE zu verpetzen.
Eine weitere Seite der App widmet sich dem Thema Verbraucherpreise – ein wichtiges Anliegen für US-Amerikaner*innen, bei dem Trump unter erheblichem Druck steht. Bei zahlreichen Gelegenheiten betont der Präsident, die Preise würden nicht steigen oder sogar fallen.
Auch in der App findet sich dieses Narrativ wieder, wie zahlreiche US-Medien hervorheben. So zeigt die White House App eine Auswahl an Grundnahrungsmitteln wie Eier, Milch, Brot, Butter und Kartoffeln – und hebt hervor, um wie viel die Preise für diese Artikel im Vergleich zum Vorjahr gesunken sind.
Die angegebenen Preise der einzelnen Artikel scheinen den Daten des US-amerikanischen Amtes für Arbeitsstatistik zu entsprechen. Doch viele andere Produkte werden gar nicht erst erwähnt, wie etwa Rinderhackfleisch, Kaffee und Orangensaft. Die Preise dieser Waren sind im vergangenen Jahr jedoch teils kräftig gestiegen. Ebenfalls nicht aufgeführt ist Benzin, dessen Preis insbesondere seit Beginn der Angriffe gegen den Iran in die Höhe geschossen ist.
Die App hat darüber hinaus noch weiteres zu bieten. Laut Experten gibt es jede Menge Sicherheitsprobleme sowie zahlreiche Tracking-Funktionen. Dabei leitet die App Nutzerverhalten an einen externen Dienstleister weiter. Laut einem Software-Entwickler meldet die App alle paar Minuten den Standort und leitet eine ganze Reihe weiterer personenbezogener Daten weiter.
Das Fach-Magazin CNET schreibt dazu: «Die App ist ein Albtraum, der jeden Moment zu einem historisch bedrohlichen Cyberangriff eskalieren könnte».