Diese Länder haben die härtesten Regeln – Schweiz mit Albanien gleichauf

uri

19.2.2021

Das Cafe Mill`Feuille am Muehlenplatz in der Stadt Luzern wird vom Personal zusammengeraeumt, nachdem die Corona Massnahmen des Bundes die Schliessung aller Restaurants und Cafes fordert, waehrend der Corona-Pandemie am Dienstag, 22. Dezember 2020 in der Luzerner Altstadt. (KEYSTONE/Urs Flueeler)
Der leere Mühlenplatz in der Stadt Luzern während der Corona-Pandemie. (Archiv)
Bild: Keystone

Nachdem aus der Wirtschaft lautstark Lockerungen verlangt wurden, geht die Schweiz ab 1. März wieder vorsichtige Schritte Richtung Normalität. Im Vergleich mit anderen Ländern sind die coronabedingten Einschränkungen indes schon jetzt nicht besonders hart.

Der Bundesrat hat Lockerungsschritte skizziert: Ab 1. März dürften demnach Läden, Museen, Lesesäle und Bibliotheken wieder öffnen. Dazu kommen Freizeit- und Unterhaltungseinrichtungen im Aussenbereich wie Zoos, botanische Gärten oder Erlebnisparks. Im Freien sollen dann auch wieder Treffen mit 15 Personen möglich werden.

Im weltweiten Vergleich ist die Schweiz mit ihrem «Lockdown light» indes schon jetzt eher in der Gruppe der Softies, genauer gesagt im oberen Mittelfeld, wie aus dem Government Stringency Index der Blavatnik School of Government an der Universität Oxford hervorgeht.

Schweiz und Albanien gleich streng

Wissenschaftler aus den Bereichen der Verwaltungs-, Staats- und Regierungslehre haben für den Index rund 180 Länder und deren Corona-Massnahmen anhand von 13 Kriterien – darunter etwa die Schliessungen von Schulen und Arbeitsorten, Verbote öffentlicher Veranstaltungen, Ausgangs- und Reisebeschränkungen oder Maskentragepflicht – bewertet.

Für alle diese Kategorien werden Punkte zwischen 0 und 100 vergeben, aus denen sich dann ein Gesamtwert für das jeweilige Land ergibt. Die Schweiz kommt hier momentan auf einen Wert von 60,19. Gleichauf liegen damit Belgien und Albanien. Minimal strenger sind die Philippinen (60,65) und etwas lässiger das Sultanat Oman (59,26).

Irland in Europa am härtesten

Unter den europäischen Ländern die härtesten Massnahmen haben die Iren (87,96) auf dem Gesamtplatz 4. Sie befinden sich noch bis mindestens 5. März in einem strengen Lockdown. Die Bürger sollen bis dahin zu Hause bleiben und dürfen sich nicht ausserhalb eines Radius von fünf Kilometern rund um ihren Wohnort bewegen. Geschäfte, Schulen und die Gastronomie bleiben weitestgehend geschlossen.

Weitere europäische Länder unter den strengsten 15 sind Grossbritannien auf Platz 6 (86,11), Portugal auf Rang 11 (84,26), Deutschland (Platz 13, 83,33) und Österreich (Platz 15, 81,94). Die härtesten Corona-Restriktionen gelten derzeit allerdings im realsozialistischen Inselstaat Kuba (90,74 Punkte).

Weitgehend ohne Corona-Einschränkungen lebt man derzeit hingegen im Schlusslicht der Aufstellung Nicaragua (8,33). Zu befürchten bleibt dafür, dass hier auch die Corona-Pandemie besonders stark wütet. Allerdings wäre das wohl nur ein Problem der Bürger des Landes. Wie Amnesty International kürzlich anklagte, baut das Ortega-Regime nach einer blutigen Niederschlagung von Massenprotesten den Repressionsapparat weiter systematisch aus.

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