Erosion der Beziehungen Weniger Amerikaner sehen Kanada als engen Verbündeten

tcar

28.3.2025 - 20:30

Die kanadische Flagge vor dem Parlament in Ottawa. (Archivbild)
Die kanadische Flagge vor dem Parlament in Ottawa. (Archivbild)
Bild: Justin Tang/The Canadian Press via AP/dpa

Der Zollstreit zwischen den USA und Kanada schlägt sich auch in der US-Bevölkerung nieder. Immer weniger Amerikaner sehen das nördliche Nachbarland als engen Verbündeten an.

DPA, tcar

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Die positive Stimmung zwischen den USA und Kanada nimmt immer mehr ab.
  • Immer weniger Amerikaner sehen das nördliche Nachbarland als engen Verbündeten an.
  • Der Meinungsumschwung macht sich vor allem unter Demokraten bemerkbar.

Die Erosion der Beziehungen zwischen den USA und Kanada schlägt sich auch in der US-Bevölkerung nieder. Immer weniger Amerikaner sehen das nördliche Nachbarland als engen Verbündeten an, wie aus einer repräsentativen Umfrage der Nachrichtenagentur AP und des Forschungszentrums Norc hervorgeht. Es ist das jüngste Anzeichen, dass die Zolldrohungen von US-Präsident Donald Trump und dessen Kokettieren mit der Übernahme Kanadas die ökonomisch und militärisch engen Bande beider Länder auf eine harte Probe stellen.

Der Meinungsumschwung macht sich vor allem unter Demokraten bemerkbar, wenngleich auch Republikaner inzwischen weniger geneigt sind, Kanada als Verbündeten anzusehen. Vor der Rückkehr Trumps ins Weisse Haus betrachteten sieben von zehn Demokraten Kanada und die USA als enge Verbündete, nun vertreten diese Ansicht nur noch etwa die Hälfte der befragten Demokraten. Unter Republikanern ging die Zahl derer, die es so sehen, von 55 auf 44 Prozent zurück.

Trump: Zölle gegen Kanada und Mexiko ab Dienstag in Kraft

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STORY: Die von der US-Regierung angekündigten Zölle gegen Mexiko und Kanada in Höhe von 25 Prozent treten wie geplant am Dienstag in Kraft. Das teilte US-Präsident Donald Trump am Montag mit. Zudem würden ab dem 2. April die angedrohten «reziproken» Gegenzölle eingeführt, die weitere Staaten treffen würden. Für Verhandlungen mit Kanada und Mexiko gebe es keinen Spielraum mehr. Beide Staaten haben Vergeltungsmassnahmen angekündigt. Nach der Ankündigung gaben die US-Aktienmärkte im Verlauf nach und erreichten zunächst Tagestiefststände. Der mexikanische Peso und der kanadische Dollar fielen zum US-Dollar. Experten erwarten durch die Zölle und angekündigten Vergeltungszölle Verwerfungen in den eng verzahnten Wirtschaftsräumen der drei Staaten. Das Volumen der US-Importe aus den beiden Nachbarländern wird auf insgesamt 900 Milliarden Dollar geschätzt. In Asien gaben die Märkte am Dienstag zunächst ebenfalls nach.

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Obwohl die meisten der Befragten die Beziehungen der beiden Länder zumindest noch als «freundschaftlich» betrachten, sehen nur noch etwas weniger als die Hälfte sie als «enge Verbündete» an – in einer früheren Erhebung aus dem Jahr 2023 waren es noch sechs von zehn gewesen.

«Er bringt alle gegen uns auf», beklagte die 73-jährige Lynn Huster, eine Demokratin aus dem Staat Pennsylvania. Sie sei bestürzt über Trumps Vorgehen und wie dieses das Verhältnis auch zu anderen Verbündeten belastet habe.