Menschen stehen vor einem Wahllokal Schlange, um ihre Stimme während der Präsidentschafts- und Parlamentswahlen in Bissau, Guinea-Bissau, abzugeben. Foto: Darcicio Barbosa/AP/dpa
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Der als Kokain-Umschlagplatz bekannte westafrikanische Küstenstaat Guinea-Bissau wählt einen Präsidenten und ein Parlament. Amtsinhaber Umaro Sissoco Embaló (53), der erneut antritt, hatte das Parlament nach einem von ihm als Putschversuch bezeichneten Gewaltausbruch vor fast zwei Jahren aufgelöst. Auch die Präsidentschaftswahl findet ein Jahr später als ursprünglich angesetzt statt.
Keystone-SDA
23.11.2025, 16:02
SDA
Embalós Amtszeit ist seit Monaten abgelaufen – nach Ansicht der Opposition schon seit Februar, laut Oberstem Gericht seit September. Die wichtigste Oppositionspartei, die seit Jahren die Parlamentsmehrheit stellte, ist von der Wahl ausgeschlossen. Sie stützt stattdessen den unabhängigen Kandidaten Fernando Dias, der als aussichtsreichster der elf Gegenbewerber Embalós gilt.
Die Wahl verlief am Sonntag zunächst ohne Zwischenfälle. Augenzeugen zufolge kamen besonders viele junge Leute zur Stimmabgabe. Erhält keiner der Kandidaten mehr als 50 Prozent der Stimmen, kommt es zu einer Stichwahl. Mit Ergebnissen wird binnen weniger Tage gerechnet.
Landwirtschaft finanziert die Bürger – Kokainwirtschaft die Eliten
Guinea-Bissau gehört mit rund 2,2 Millionen Einwohnern auf einer Fläche, die knapp jener der Schweiz entspricht, zu den ärmsten Staaten der Welt. Das Land am Atlantik verfügt zwar über Bodenschätze wie Gold, Gas und Bauxit, doch gilt die Landwirtschaft als grösster Devisenbringer. Das kleine Tropenland und hat seit seiner Unabhängigkeit von Portugal 1974 mehrere Putsche oder Putschversuche erlebt. Das Militär mischt sich stark in die Politik ein.
Zudem hat das Land den Ruf, ein Knotenpunkt für den Kokain-Schmuggel zwischen Lateinamerika und Europa zu sein. Die NGO Global Initiative Against Transnational Organized Crime beschrieb den Sektor dort jüngst als profitabler denn je zu vor. «Die Kokainwirtschaft ist untrennbar mit der machiavellistischen Politik des winzigen westafrikanischen Staates verbunden», schrieben die Experten kürzlich in einem Bericht.
Der 53 Jahre alte frühere General Embaló, der von 2016 bis 2018 auch Ministerpräsident war, gewann die Präsidentschaftswahl Ende 2019 mit knapp 54 Prozent der Stimmen. Kritiker werfen ihm vor, Oppositionelle, Journalisten und Menschenrechtler einzuschränken. Zugleich gelten die politischen Bedingungen trotzdem noch als freier als in mehreren anderen demokratisch verfassten Staaten in der Region.
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