Trotz geplanter GesprächeWieder gegenseitige Angriffe zwischen Hisbollah und Israel
SDA
10.4.2026 - 09:30
Eine mobile Artillerieeinheit des israelischen Militärs feuert von Nordisrael aus in Richtung Südlibanon Foto: Ariel Schalit/AP/dpa
Keystone
Die gegenseitigen Angriffe der israelischen Armee und der libanesischen Hisbollah-Miliz dauern trotz geplanter direkter Gespräche zwischen Israel und dem Libanon an.
Keystone-SDA
10.04.2026, 09:30
10.04.2026, 10:05
SDA
Die Hisbollah feuerte am Morgen erneut Geschosse auf den Norden Israels. Dort wurde israelischen Medien zufolge ein Haus von einer Rakete der Miliz getroffen und beschädigt. Berichte über Opfer gab es zunächst nicht. Die Hisbollah reklamierte einen Raketenangriff für sich.
Auch im Libanon wurden erneut Angriffe gemeldet. Die staatliche Nachrichtenagentur NNA berichtete von Angriffen vor allem Südlibanon. Mindestens ein Mensch sei dabei getötet worden.
Bei verheerenden israelischen Angriffen im Libanon waren libanesischen Angaben zufolge am Mittwoch mehr als 300 Menschen ums Leben gekommen. Die Intensität der israelischen Angriffe hat seither deutlich abgenommen.
US-Präsident Donald Trump hatte am Donnerstag dem US-Sender NBC gesagt, er habe mit Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu gesprochen und dieser habe eine Reduzierung der Attacken zugesagt. Netanjahu selbst sprach danach davon, dass Israel die Hisbollah weiter bekämpfen und nicht aufhören werde, ehe es Sicherheit für die Bevölkerung im Norden Israels gebe.
Das US-Aussenministerium wird in der kommenden Woche Gespräche zwischen dem Libanon und Israel ausrichten. Dabei soll es um eine Waffenruhe gehen. Nach Angaben des Büros von Netanjahu sollen sich die direkten Verhandlungen auf die Entwaffnung der Hisbollah und die Aufnahme friedlicher Beziehungen zwischen Israel und dem Libanon konzentrieren. Wie israelische Medien meldeten, werden an den Gesprächen zunächst die US-Botschafter beider Länder teilnehmen.
Johann Wadephul: UN muss Verantwortung im Iran-Krieg übernehmen
Berlin, 27.04.2026: Krisendiplomatie in New York: Aussenminister Johann Wadephul fordert mehr Einsatz vom UN-Sicherheitsrat im Iran-Konflikt.
O-Ton Johann Wadephul, Aussenminister
«Die UN müssen jetzt ihrer Verantwortung gerecht werden, insbesondere der Sicherheitsrat. Kriege und Konflikte schwelen, und wir sehen zum Teil die Unfähigkeit von Staaten, effektive Konfliktlösungsmechanismen in Kraft zu setzen. Insbesondere der Konflikt um den Iran und die blockierte Strasse von Hummus wird ein Thema sein, zu dem ich auch das Wort ergreifen werde im Sicherheitsrat.»
Wadephul fordert, der UN-Sicherheitsrat müsse handlungsfähiger werden: Blockaden, auch durch China und Russland, dürften Lösungen nicht länger verhindern.
Deutschland hofft zudem auf ein UN-Mandat für eine mögliche Mission in der Strasse von Hormus, einer wichtigen Route für die weltweite Energieversorgung.
In New York plant Wadephul Gespräche mit UN-Generalsekretär António Guterres sowie weiteren ranghohen UN-Vertretern und Amtskollegen. Dabei soll es auch um die Zukunft der Vereinten Nationen gehen.
28.04.2026
Einsatz im Mittelmeer: Minenjagdboot wird bald wegen Iran-Krieg verlegt
Das deutsche Minenjagdboot «Fulda» soll schon bald aufbrechen – Verteidigungsminister Boris Pistorius will, dass es schnell geht, sollte demnächst ein Einsatz zur Sicherung der Strasse von Hormus anstehen. Pistorius betont, Voraussetzung für einen Einsatz sei zuallererst ein Ende der Kampfhandlungen im Krieg der USA und Israels mit dem Iran. Zudem erinnert er daran, dass ein solcher Einsatz nur mit einem Mandat des Bundestags möglich sei.
27.04.2026
Pete Hegseths «Pulp Fiction»-Gebet
Verteidigungsminister Pete Hegseth zitiert am 16. April auf einer Pressekonferenz in Washington ein abgewandeltes Gebet, das bei der Rettung der US-Piloten im Iran gesprochen worden sei.
«Sie nennen es CSAR [Combat Search and Rescue] 25:17, was meiner Meinung nach Hesekiel 25:17 reflektieren soll», sagt er und betet drauflos. Hegseth zitiert ein abgewandeltes Gebet, das bei der Rettung der US-Piloten im Iran gesprochen worden sei. «Sie nennen es CSAR [Combat Search and Rescue] 25:17, was meiner Meinung nach Hesekiel 25:17 reflektieren soll», sagt er und betet drauflos.
Im Video siehst du jedoch, dass es sich um ein abgewandeltes Zitat aus dem Kultfilm «Pulp Fiction» von 1994 handelt, das nur an den Bibelvers angelehnt ist.
17.04.2026
Johann Wadephul: UN muss Verantwortung im Iran-Krieg übernehmen
Einsatz im Mittelmeer: Minenjagdboot wird bald wegen Iran-Krieg verlegt