Wutrede im Video «Wo ist Elon Musk?» – Demokrat rastet bei Anhörung im Kongress aus

Sven Ziegler

13.3.2025

Elon Musks Abwesenheit bei einer wichtigen Kongressanhörung zu seiner Rolle beim DOGE sorgt in Washington für scharfe Kritik. Der demokratische Abgeordnete John Larson reagierte mit einer wütenden Rede.

Sven Ziegler

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Elon Musk blieb einer Kongressanhörung zum Thema Sozialversicherung und DOGE fern.
  • Abgeordneter John Larson attackierte Musk und warf ihm Verantwortungslosigkeit vor.
  • Larson sieht in Musks Haltung eine Gefahr für die Gewaltentrennung und den Sozialstaat.

In den USA sorgt eine Kongressanhörung für Aufsehen – nicht wegen ihrer Inhalte, sondern wegen der auffälligen Abwesenheit von Elon Musk. Der Chef von Tesla und X (vormals Twitter) war am Dienstag nicht zur Anhörung des House Ways and Means Committee erschienen, obwohl es unter anderem um die Beaufsichtigung seiner Effizienzabteilung DOGE und Äusserungen zur Sozialversicherung ging.

John Larson, demokratischer Abgeordneter und Mitglied des Ausschusses, verlor daraufhin die Fassung. Bereits zu Beginn seiner Rede fragte er energisch: «Wo ist Elon Musk?» und zeigte auf die leeren Stühle. Seine Kritik wurde schnell zur Generalabrechnung.

«Ich bin mir sicher, er ist ein Genie», sagte Larson sarkastisch, «und dass er eine sehr glaubwürdige Person ist – allein schon wegen des Geldes, das er angehäuft hat.» Doch das reiche nicht, um sich der Verantwortung vor dem Kongress zu entziehen. «Niemand steht über dem Gesetz», fügte er an.

Vorwürfe an Musk und an Republikaner

Larson ging sogar so weit, Musk vorzuwerfen, er wolle die Sozialversicherung privatisieren. Hintergrund sind Äusserungen des Unternehmers in verschiedenen Medien, in denen er den Sozialstaat als nicht nachhaltig bezeichnete und Sparmassnahmen forderte.

Der Demokrat nutzte die Gelegenheit auch, um seinen republikanischen Kollegen Unterwürfigkeit gegenüber Musk und Donald Trump vorzuwerfen. Der Kongress sei gleichwertiger Teil der Gewaltenteilung und dürfe sich nicht zum Werkzeug Einzelner machen lassen.

«Wenn er [Musk] all die Missstände sieht, von denen er spricht – warum ist er dann nicht hier, um sie zu erklären?», fragte Larson lautstark und schloss seine Rede mit einem emotionalen Ausbruch: «Schämen Sie sich! Schämen Sie sich!»

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