SchweizWohl kein Treffen zwischen Merz und Trump in Davos
SDA
21.1.2026 - 13:10
ARCHIV - Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) steigt in ein Flugzeug der Flugbereitschaft der Luftwaffe, um zum G20-Gipfel nach Johannesburg in Südafrika zu fliegen. Zum ersten Mal findet ein G20-Gipfel ohne Trump, Putin und Xi, die drei mächtigsten Staatschefs der Gruppe führender Volkswirtschaften, statt. Foto: Michael Kappeler/dpa
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Ein von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) erhofftes Treffen mit US-Präsident Donald Trump beim Weltwirtschaftsforum in Davos kommt voraussichtlich nicht zustande. Grund dafür sei die «verspätete Ankunft des US-Präsidenten», hiess es aus deutschen Regierungskreisen.
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21.01.2026, 13:10
SDA
Die Regierungsmaschine des US-Präsidenten hatte aufgrund technischer Probleme am späten Dienstagabend (Ortszeit) kurz nach dem Start in Richtung der Schweiz kehrt gemacht und zurück zum Militärflugplatz Joint Base Andrews nahe der US-Hauptstadt Washington fliegen müssen. Die Besatzung der Air Force One habe ein «kleines elektrisches Problem» festgestellt, teilte Trumps Sprecherin Karoline Leavitt den mitreisenden Journalisten mit.
Er setzte später die Reise nach Zürich mit der kleineren Air Force One – einer Boeing 757 – fort. Diese landete aber deutlich später in der Schweiz als geplant. Nach der Landung wollte Trump weiter nach Davos reisen, wo er am Nachmittag eine Rede hält – angesetzt war diese ursprünglich für 14.30 Uhr.
Merz hatte mit Trump-Treffen gerechnet
Merz hatte vor allem wegen Trumps Besitzansprüchen auf die Arktisinsel Grönland auf ein Treffen mit dem US-Präsidenten gesetzt. Am Montag machte er deutlich, dass er auf dem Weltwirtschaftsforum am Mittwoch mit Trump sprechen wolle.
«Ich will es nicht, aber wenn es nötig ist, dann werden wir natürlich auch unsere europäischen Interessen, auch unsere deutschen nationalen Interessen schützen», sagte Merz. Es werde sicherlich eine Gelegenheit für ein Treffen geben. Merz machte deutlich, dass er die Sorge um militärische Sicherheit Grönlands in der längeren Perspektive ernst nehme. Der Kanzler wies darauf aber auch hin, dass die USA einmal selbst über 30.000 Soldaten auf Grönland hatten.
«Es sind zurzeit unter 200. Also offensichtlich ist die Bedrohungsanalyse auch der Vereinigten Staaten selbst nicht so dramatisch, wie sie im Augenblick vorgetragen wird. Was nicht heisst, dass sie nicht wieder grösser werden könnte», sagte der Kanzler. Trump will, dass die USA die Arktisinsel von Dänemark übernehmen und verweist auf Sicherheitsinteressen.
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