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Der Mann wurde bei dem Angriff meterhoch in die Luft geschleudert.
Screenshot Youtube
Ein Spaziergang durch den Yellowstone-Nationalpark endet für einen Touristen im Spital. Ein aggressiver Bison greift den Mann an und schleudert ihn mehrere Meter durch die Luft. Ein Fotograf filmt die dramatischen Szenen – und sagt: Das Opfer habe nichts falsch gemacht.
Ein Abendspaziergang im Yellowstone-Nationalpark nimmt innert Sekunden eine dramatische Wendung. Ein aggressiver Bison greift einen Touristen an, schleudert ihn mehrere Meter durch die Luft und verletzt ihn schwer. Ein Fotograf hält den Vorfall auf Video fest – und widerspricht der oft geäusserten Vermutung, Besucher kämen den Wildtieren zu nahe.
Der Angriff ereignet sich am Freitagabend auf dem Campingplatz Bridge Bay. Naturfotograf Mike MacLeod beobachtet den Bullen bereits seit einiger Zeit aus sicherer Distanz, wie er gegenüber dem «Cowboy State Daily» erzählt. Das Tier laufe auffallend aggressiv über das Gelände, schrecke Camper auf und greife immer wieder Menschen an, die sich rechtzeitig in Sicherheit bringen könnten.
Dann tauchen ein Mann und dessen Enkel auf. Sie seien nach Einschätzung des Fotografen rund 100 Yards – also gut 90 Meter – vom Bison entfernt gewesen und hätten damit den empfohlenen Sicherheitsabstand eingehalten. Als das Tier zunächst ruhig wirke, machten sie kurz Halt. Doch plötzlich rennt der Bison erneut los.
Laut MacLeod verstecken sich Grossvater und Enkel zunächst hinter Bäumen. Der Junge kann flüchten. Der ältere Mann versucht ebenfalls davonzukommen, wird jedoch vom Bison eingeholt. Das Tier trifft ihn mit dem linken Horn an der Hüfte und schleudert ihn mehrere Meter durch die Luft. Der Mann landet hart auf der Seite.
Der Bison bleibt danach neben dem Verletzten stehen und schüttelt den Kopf. Aus Angst, das Tier könnte erneut angreifen, bricht MacLeod seine Videoaufnahme ab und rennt gemeinsam mit weiteren Anwesenden auf den Bison zu. Mit lautem Geschrei gelingt es ihnen schliesslich, das Tier zu vertreiben.
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Mehrere Besucher leisten sofort Erste Hilfe. Äusserlich entdecken sie zwar keine grösseren Verletzungen, doch der Mann klagt über starke Schmerzen an Hüfte und Bein. Rettungskräfte übernehmen kurze Zeit später die Versorgung und bringen ihn ins Spital. Laut seinem Enkel ist der Grossvater schwer verletzt und sein Zustand weiterhin ernst.
Für den Fotografen steht fest, dass der Tourist keine Schuld an dem Angriff trägt. Anders als bei vielen Zwischenfällen in Yellowstone hätten die Besucher den Sicherheitsabstand respektiert und sich umsichtig verhalten. Der Bison sei bereits beim Betreten des Campingplatzes auffällig aggressiv gewesen und habe «alles und jeden» attackiert. Warum er sich ausgerechnet den Grossvater und dessen Enkel ausgesucht habe, könne er sich bis heute nicht erklären.
Nach Angaben des Berichts handelt es sich bereits um den zweiten Bison-Angriff auf Menschen im Yellowstone-Nationalpark in diesem Jahr. Als mögliche Ursache gilt die Paarungszeit der Bisons, die jeweils von Juni bis September dauert. In dieser Phase reagieren insbesondere Bullen deutlich aggressiver als sonst.