PolitikZehntausende trauern nach Anschlag in Pakistan
SDA
7.2.2026 - 11:43
Trauernde arrangieren die Särge der Opfer des Selbstmordattentats in einer schiitischen Moschee während eines Trauergebets. Über 30 Menschen waren bei dem Anschlag beim Freitagsgebet in einem Vorort der pakistanischen Hauptstadt Islamabad getötet worden. Foto: Anjum Naveed/AP/dpa
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Nach dem tödlichen Selbstmordanschlag in Pakistan sind Zehntausende Menschen zu Trauerfeiern erschienen. An verschiedenen Orten nahe der Hauptstadt Islamabad strömten Menschenmassen zu den Begräbnisgebeten, wie Behördenvertreter erklärten. Einige Läden blieben nach Protestaufrufen am Samstag demnach geschlossen und Strassen menschenleer.
Keystone-SDA
07.02.2026, 11:43
SDA
Unterdessen stieg die Zahl der Todesopfer auf 36, wie ein Polizeisprecher sagte. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hatte den Anschlag auf ein schiitisches Gemeindehaus in einem Vorort Islamabads für sich reklamiert. Dies gab das IS-Sprachrohr Amak über Telegram bekannt. Dort wurde auch ein Foto verbreitet, das den Selbstmordattentäter zeigen soll. Die Angaben konnten zunächst nicht unabhängig überprüft werden.
Nach Anschlag Razzien im Nordwesten Pakistans
Neben den Toten wurden rund 170 Menschen bei dem Selbstmordanschlag verletzt. Sieben Verdächtige seien im Zusammenhang mit dem Attentat bei Razzien in der nordwestlichen Unruheprovinz Khyber-Pakhtunkhwa festgenommen worden, hiess es aus Sicherheitskreisen. Unter ihnen sollen auch Familienangehörige des mutmasslichen Täters sein. Mindestens ein militanter Extremist und zwei Sicherheitskräfte seien bei den Einsätzen getötet worden.
Die deutsche Botschafterin in Pakistan, Ina Lepel, hatte am Freitag nach dem Anschlag auf der Plattform X ihr Mitgefühl ausgedrückt. «Wir hoffen, dass die Verantwortlichen gefunden und vor Gericht gestellt werden. Unsere Gedanken sind bei den Opfern und ihren Familien», wurde die Diplomatin zitiert.
In den vergangenen Jahren kam es in der Atommacht Pakistan wieder vermehrt zu Gewalt und Anschlägen. Die Terrormiliz IS hat dabei regelmässig brutale Anschläge gegen Schiiten verübt, die sie als Abtrünnige des Islams betrachten. Schiitische Muslime stellen etwa 20 Prozent der fast 250 Millionen Einwohner des südasiatischen Landes. Die Schia ist neben der Sunna die zweitgrösste Strömung im Islam. Im Nachbarland Iran ist sie Staatsreligion.
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Belfast/London, 10.06.2026: Nach gewaltsamen Ausschreitungen: Der britische Premierminister Keir Starmer verurteilt die rassistische Krawalle in Belfast aufs Schärfste.
Er schreibt in einem X-Beitrag:
«Die Szenen in Belfast letzte Nacht waren schockierend und völlig inakzeptabel (...) Es ist offensichtlich, dass Menschen letzte Nacht aufgrund ihrer Herkunft ins Visier genommen wurden, und das werde ich nicht tolerieren (...) Die Verantwortlichen werden die volle Härte des Gesetzes zu spüren bekommen.»
Hintergrund der Ausschreitungen ist ein brutales Video eines Messerangriffs vom Montag, bei dem ein Mann schwer verletzt worden war. Mutmasslicher Täter ist laut Polizei ein 30-jähriger Sudanese. Er wurde wegen versuchten Mordes, Waffenbesitzes und Todesdrohungen angeklagt.
Randalierer zogen teils vermummt durch die Strassen und setzten mehrere Fahrzeuge in Brand. Auch Wohnhäuser wurden angezündet, aus ihnen mussten Bewohner gerettet werden.
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Chinas Staatschef warnt Trump vor Konflikt um Taiwan. Zum Auftakt des Besuchs von US-Präsident Donald Trump macht der chinesische Staatschef Xi klar, dass die Taiwan-Frage die Beziehung zwischen seinem Land und den USA in eine «äusserst gefährliche Lage bringen» könnte. Ob und was Trump auf Xis Äusserungen entgegnet hat, ist nicht bekannt. Die USA spielen in Bezug auf Taiwan eine wichtige Rolle – unter anderem, weil sie trotz grosser Kritik Pekings Taiwan mit Waffen beliefern.
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