Mehrere Helikopter im Einsatz Mindestens zwei Tote durch Lawine in Südtirol

dpa

21.3.2026 - 15:57

Bei einem Lawinenunglück in Südtirol sind mindestens zwei Skifahrer ums Leben gekommen. Nach Angaben der italienischen Bergwacht wurden eine Gruppe von etwa zehn Tourengehern an der 2669 Meter hohen Hohen Ferse nahe Ratschings von den Schneemassen erfasst. 

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DPA, Redaktion blue News

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  • Bei einem Lawinenabgang in Südtirol sind mehrere Tourengeher von den Schneemassen erfasst worden.
  • Zwei Personen konnten nur noch tot geborgen werden.
  • Mindestens ein weiterer Skifahrer musste mit schweren Verletzungen ins Spital geflogen werden.

Für zwei Personen kam jede Hilfe zu spät. Fünf Skifahrer wurden verletzt. Einer musste mit schweren Verletzungen ins Spital geflogen werden.

Die Lawine löste sich gegen 11.40 Uhr in hochalpinem Gelände auf einer Höhe von etwa 2.450 Metern. Von den zwei Dutzend Skifahrern, die sich an dem betroffenen Hang befanden, wurden die meisten nur leicht erfasst. Etwa zehn wurden jedoch mitgerissen. Zur Identität der Toten machten die Behörden zunächst keine näheren Angaben. Mehrere der Skifahrer hatten Ortungsgeräte bei sich, die die Suche bei Lawinenunglücken erheblich erleichtern. Die Bergwacht ist nach eigenen Angaben mit mehreren Helikoptern im Einsatz.

Rettungsdienste suchen nach dem Lawinenabgang an der Hohen Ferse in den Stubaier Alpen nach Verschütteten.
Rettungsdienste suchen nach dem Lawinenabgang an der Hohen Ferse in den Stubaier Alpen nach Verschütteten.
Bild: Italienische Bergwacht/dpa

In den italienischen Alpen kam es in diesem Winter bereits mehrfach zu Lawinenunglücken mit Toten und Verletzten. Nach Angaben der Bergwacht wurden mehrere Spitäler in der Umgebung in Alarmbereitschaft versetzt, auch die Klinik im österreichischen Innsbruck.

Ungewöhnlich viele Lawinen diesen Winter

In Europas Gebirgen kamen in dieser Wintersaison seit Anfang Oktober bereits mindestens 125 Menschen durch Lawinen ums Leben. Die höchste Zahl an Lawinentoten wurde mit 32 Todesopfern in Italien registriert, gefolgt von Frankreich (31) und Österreich (29). Dies geht aus einer Übersicht des European Avalanche Warning Service (EAWS) hervor, einem Zusammenschluss von Lawinenwarndiensten. In Deutschland gab es bislang keine Todesopfer.

Als einer der Gründe wird von Experten der Klimawandel genannt. Demnach verändern sich die traditionellen saisonalen Rhythmen durch höhere Temperaturen, weshalb der Schnee nicht mehr so fest ist. Ausserdem gebe es stärkere Winde, so dass sich gefährlicher «Treibschnee» ansammelt, heisst es. Besonders betroffen sind Regionen in Italien, im südlichen Teil der Alpen. Hinzu kommt, dass Skitouren und Abfahrten ausserhalb der präparierten Pisten seit einiger Zeit beliebter werden.

Mehr folgt.