Fehler gefunden?
Jetzt melden
Noch immer existiert bei der Verteilung der Einkommen ein enormer Geschlechtergraben, schreibt der SGB in einer Analyse von Schweizer Löhnen. (Symbolbild)
Keystone
Die Lohnunterschiede in der Schweiz haben in den vergangenen zehn Jahren wieder zugenommen. Während Spitzenverdienende mehr verdienen, sind die Einkommen im unteren Lohnsegment laut dem Schweizerischen Gewerkschaftsbund gesunken.
Die Lohnschere in der Schweiz hat sich in den vergangenen zehn Jahren wieder geöffnet. Während die Einkommen von Topverdienenden gestiegen sind, sanken jene von Personen mit tieferen Löhnen, wie eine Untersuchung des Gewerkschaftsbundes zeigt.
Grund für diese Entwicklung seien stagnierende mittlere Löhne trotz wachsender Produktivität. Die Gewinne aus der Produktivitätssteigerung seien in den letzten Jahren zwischen 2016 und 2025 vor allem an Arbeitgeber und Aktionäre geflossen, schrieb der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) am Donnerstag. Für Arbeitnehmende habe es teilweise nicht einmal mehr einen Teuerungsausgleich gegeben.
Weiterhin bestehe ein grosser Lohnunterschied zwischen den Geschlechtern. Die Hälfte aller Frauen verdiene weniger als 5000 Franken im Monat, während dieser Medianwert bei den Männern bei 7000 Franken liege.
Zusätzlich hätten kantonale Steuersenkungen und die stark gestiegenen Krankenkassenprämien die verfügbaren Einkommen der unteren und mittleren Schichten belastet, hiess es in der Analyse weiter.