Nach Streit bei Videospiel 23-Jähriger ersticht aus Wut 11-Jährige

dpa

12.2.2025 - 19:58

Staatsanwalt Grégoire Dulin spricht über die Erkenntnisse im Fall.
Staatsanwalt Grégoire Dulin spricht über die Erkenntnisse im Fall.
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Erst streitet sich ein Videospieler mit einem Mitspieler, dann stürmt er voller Wut aus dem Haus und ersticht eine zufällig vorbeikommende Schülerin. Das hat ein 23-Jähriger bei Paris gestanden.

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  • Ein 23-Jähriger hat in Frankreich gestanden, nach einem Streit bei einem Videospiel eine zufällig vorbeikommende 11-Jährige erstochen zu haben.
  • Das Mädchen war am Freitagnachmittag nach Schulschluss in Épinay-sur-Orge südlich von Paris vermisst worden.
  • «Das ist ein abscheuliches Verbrechen», sagte der französische Innenminister Bruno Retailleau.

Ein 23-Jähriger hat in Frankreich gestanden, nach einem Streit bei einem Videospiel eine zufällig vorbeikommende 11-Jährige erstochen zu haben. Er habe das Haus wutentbrannt verlassen und der Schülerin in einem Waldstück ihr Handy stehlen wollen. Als sie sich gewehrt habe, habe er sie niedergestochen, habe der Auszubildende bei seiner Vernehmung angegeben, sagte Staatsanwalt Grégoire Dulin in Evry. Gegen den 23-Jährigen seien Mordermittlungen aufgenommen worden. 

Die elfjährige Louise war am Freitagnachmittag nach Schulschluss in Épinay-sur-Orge südlich von Paris vermisst worden. Ermittler fanden ihre Leiche in der Nacht in einem nahe gelegenen Wald. Wie der Staatsanwalt sagte, war die Schülerin mit zahlreichen Stichwunden übersät, die ihr mit grosser Brutalität zugefügt worden waren. 

Festgenommener war exzessiver Videospieler

Sowohl die Schwester als auch die Freundin des 23-Jährigen hätten ihn als einen exzessiven Videospieler beschrieben, der sich während der Spiele schnell aufregte und aggressiv wurde, sagte der Staatsanwalt. Vor der Tat soll er sich mit einem Mitspieler eines Onlinespiels heftig gestritten haben. In dem Aggressionsschub sei er aus dem Haus gestürmt, nach eigener Aussage, um jemanden zu berauben und sich damit zu beruhigen. 

Kurze Zeit später sei er mit Schnittverletzungen zurückgekehrt und habe seiner Freundin auf deren Drängen hin gestanden, «etwas Schlimmes» getan zu haben. Gegen die junge Frau werde wegen des Nichtanzeigens eines Verbrechens ermittelt, so der Staatsanwalt. 

Anwohner hatten den Tatverdächtigen auf den Bildern einer Videoüberwachung identifiziert und Fahnder stellten DNA-Spuren von ihm an dem Opfer sicher. Der Mord an der Schülerin, die nur einen elfminütigen Fussweg von der Schule nach Hause zurücklegen musste, hatte in Frankreich für grosse Erschütterung gesorgt. «Das ist ein abscheuliches Verbrechen», sagte Innenminister Bruno Retailleau.