«Akutes Atemversagen» Papst muss in der Nacht wieder Beatmungsmaske tragen

tpfi

4.3.2025 - 21:50

Sorgen vergrössern sich: Papst gerät wieder in «akute Atemnot»

Sorgen vergrössern sich: Papst gerät wieder in «akute Atemnot»

Die Sorgen um Papst Franziskus werden immer grösser: Der 88-Jährige gerät im Krankenhaus am Montagnachmittag erneut in grosse Atemnot – dieses Mal sogar zweimal hintereinander und muss wieder mechanisch beatmet werden. Das teilt der Vatikan mit.

04.03.2025

Nach den jüngsten beiden Atemnotanfällen geht es dem 88-Jährigen zumindest ein wenig besser. In der Nacht muss er aber eine Beatmungsmaske tragen.

DPA, tpfi

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  • Das Auf und Ab geht weiter – und die Sorge um Papst Franziskus wächst nach dem jüngsten Rückschlag.
  • Nach den zwei schweren Anfällen von Atemnot am Montag wird der 88-Jährige nun mit zusätzlichem Sauerstoff über einen Schlauch in die Nase versorgt.
  • Am Vortag musste Franziskus nach Angaben des Vatikans vorübergehend mechanisch beatmet werden.

Papst Franziskus muss nach seinen jüngsten Atemnotanfällen in der Nacht zum Mittwoch wieder eine Beatmungsmaske tragen. Der 88-Jährige habe sich im Laufe des Dienstags ausgeruht und keine weiteren Anfälle gehabt, teilte der Vatikan am Dienstagabend mit. Während des Tages habe er nur zusätzlichen Sauerstoff über eine Nasensonde bekommen.

Am Montag hatte der an einer Lungenentzündung erkrankte Papst laut Vatikan «zwei Episoden akuter Atemnot» erlitten, die durch Schleim in seinen Lungen verursacht wurden, der Bronchialkrämpfe ausgelöst hat. «Es wurden zwei Bronchoskopien durchgeführt, bei denen reichlich Sekret abgesaugt werden musste», hiess es in der Mitteilung. Franziskus sei aber wach und orientiert und kooperiere mit dem medizinischen Personal. Die Prognose bleibe zurückhaltend. Danach wurde er eine Zeit lang mechanisch über eine Maske beatmet, die Nase und Mund bedeckt und Sauerstoff in die Lunge pumpt.

Lungenfacharzt: Zustand «besorgniserregend»

Der Vatikan erklärte, der Schleim, der sich in Franziskus' Lunge angesammelt hatte, sei die Reaktion seines Körpers auf die ursprüngliche Lungenentzündung und keine neue Infektion. Labortests hätten keine neuen Bakterien nachgewiesen.

Der Papst wird seit Mitte Februar im Krankenhaus behandelt, so lange wie noch nie in seiner Amtszeit. Bei den Feiern zum Beginn der Fastenzeit am Aschermittwoch lässt sich der Papst von Kardinal Angelo De Donatis vertreten. Auch ein für das Wochenende geplantes Treffen der Vatikan-Spitze findet ohne ihn statt, wie der Vatikan mitteilte. Das Thema «Hoffnung auf das ewige Leben» wurde schon lange vor seiner Erkrankung festgelegt.

Seit mehr als einer Woche wird Papst Franziskus in einem Krankenhaus in Rom behandelt. 
Seit mehr als einer Woche wird Papst Franziskus in einem Krankenhaus in Rom behandelt. 
Archivbild: Andrew Medichini/AP/dpa

Der Chicagoer Lungenfacharzt John Coleman sagte, die Atemnotanfälle vom Montag seien besorgniserregender als der Anfall vom Freitag, weil diesmal Bronchoskopien nötig gewesen seien. «Die Tatsache, dass sie hineingehen und den Schleim manuell entfernen mussten, ist besorgniserregend, weil es bedeutet, dass er die Sekrete nicht von selbst abtransportiert», sagte Coleman. «Er macht kleine Schritte vorwärts und dann wieder zurück.»