Weiter Probleme200 neue Stellen, 22'000 Überstunden – was die Seco-Panne die Schweiz kostet
Noemi Hüsser
17.4.2026
Eine neue Software sorgt bei den Arbeitslosenkassen seit längerem für Probleme.
Keystone
Die neue Seco-Software sorgt bei den Arbeitslosenkassen weiterhin für massive Mehrbelastung. Seit Dezember sind laut einem Bericht der «Neuen Zürcher Zeitung» rund 22'000 Überstunden angefallen.
Die neue Seco-Software verursacht bei den Arbeitslosenkassen weiterhin grossen Mehraufwand. Seit Dezember seien laut NZZ rund 22'000 Überstunden angefallen.
Die Kassen würden zudem 200 neue Mitarbeitende einstellen.
Verbandspräsident Jean-Claude Frésard sagt, die Lage bessere sich langsam, doch viele Prozesse seien noch deutlich langsamer als früher.
Das Seco bestätigt die Mehrarbeit, betont aber, zusätzliche Anstellungen müssten auch vor dem Hintergrund steigender Arbeitslosenzahlen gesehen werden.
Die neue Seco-Software sorgt bei den Arbeitslosenkassen weiter für Probleme. Laut der «Neuen Zürcher Zeitung» sind seit Dezember rund 22'000 Überstunden angefallen. Das entspreche der Arbeitsleistung von rund elf Vollzeitangestellten, die ein ganzes Jahr arbeiten.
Die Kassen würden gemäss einer Umfrage des Verbands der Öffentlichen Arbeitskassen zudem 200 neue Mitarbeitende einstellen.
Hintergrund ist das neue IT-System Asal 2, das seit Jahresbeginn die Auszahlung der Arbeitslosengelder steuern soll. Seither häufen sich technische Pannen – insbesondere bei der Plattform Job-Room.ch, über die Arbeitssuchende ihre Unterlagen einreichen müssen.
Situation soll sich laut Seco bald stabilisieren
Verbandspräsident Jean-Claude Frésard sagt, die Lage entspanne sich zwar langsam – von Entwarnung könne aber keine Rede sein. Viele Abläufe seien deutlich langsamer geworden: Eine Auszahlung dauere heute bis zu 20 Minuten statt nur wenige Minuten früher.
Das Seco bestätigt die Mehrarbeit, sagt gegenüber der NZZ aber, die zusätzlichen Anstellungen müssten «im Kontext betrachtet werden» und verweist auf steigende Arbeitslosenzahlen. Das Seco verspricht zudem, dass sich die Situation in den kommenden Monaten normalisieren soll. Das neue System werde die Kassen zukünftig «administrativ entlasten».