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Ein 84-jähriger Autofahrer fuhr an der Schwyzer Sennenchilbi trotz abgesperrter Strasse im Schritttempo in eine Menschenmenge. (Symbolbild)
KEYSTONE
Ein Senior sorgte an der Schwyzer Sennenchilbi für Aufsehen: Mit seinem Auto schob er Menschen und Tische beiseite – nun wurde er verurteilt.
An der Schwyzer Sennenchilbi im Januar kam es zu einem Vorfall, der nun juristische Konsequenzen hat: Ein inzwischen 84-jähriger Mann aus dem Kanton Luzern wurde per Strafbefehl verurteilt.
Der Senior erhielt beim Fest in Ibach die Erlaubnis des Verkehrsdienstes, mit seinem Wagen kurz in die gesperrte Schützenstrasse einzufahren. Dort waren jedoch entlang der Fahrbahn Festtische für den Plakettenverkauf aufgestellt, an denen sich mehrere Besucher aufhielten.
Trotz erkennbarer Menschenmenge steuerte der Mann sein Auto im Schritttempo weiter. Dabei stiess er mindestens einmal mit dem Fahrzeug an eine Person, die dadurch zur Seite gedrängt wurde. Laut dem Strafbefehl verfolgte er das Ziel, die Anwesenden so von der Strasse zu bewegen, schreibt «20 Minuten».
Nach einem kurzen Halt fuhr der 84-Jährige erneut los, schob mindestens eine weitere Person beiseite und manövrierte sein Auto zwischen zwei Tischen hindurch. Einer der Tische wurde dabei touchiert; das Verkaufspersonal musste ausweichen, um nicht verletzt zu werden. Anschliessend parkierte der Mann seinen Wagen.
Das Bezirksgericht wertete das Verhalten als mehrfache Nötigung. Der Luzerner erhielt eine bedingte Geldstrafe in Höhe von 1600 Franken mit einer Probezeit von zwei Jahren. Zusätzlich muss er eine Busse von 400 Franken sowie Verfahrenskosten in der Höhe von 980 Franken bezahlen.