Nach Hitlergruss und BeleidigungenAargauer Kantonsschule greift gegen Schüler durch
Noemi Hüsser
10.4.2026
Das Verhalten des Schülers hat sich laut Schule nach dem Klassenwechsel gebessert.
Keystone
Ein Kantonsschüler im Aargau sorgte mit rassistischen und extremen Aussagen für Unruhe. Die Schule reagierte mit einem Klassenwechsel – zu Recht, wie nun das Verwaltungsgericht bestätigt.
Ein Kantonsschüler im Aargau sorgte laut «Aargauer Zeitung» mit massiv grenzüberschreitendem Verhalten für Unruhe: Er soll Mitschülerinnen und Mitschüler rassistisch und sexistisch beleidigt, sie belästigt, Lehrpersonen provoziert und wiederholt extreme Aussagen gemacht haben. So zeigte er etwa den Hitlergruss und leugnete den Holocaust. Zumindest letzteres wird vom Strafgesetzbuch klar unter Strafe gestellt.
Die Schule reagierte laut Bericht mit Gesprächen und einer Verwarnung – ohne Erfolg. Schliesslich wurde der Schüler in eine andere Klasse versetzt und ihm der Ausschluss angedroht, falls sich sein Verhalten nicht bessere.
Vorgehen der Schule rechtmässig
Dagegen wehrten sich die Eltern vor Gericht. Die Massnahme sei unverhältnismässig, zudem seien sie nicht rechtzeitig informiert worden, argumentierten sie.
Ohne Erfolg: Das Verwaltungsgericht stuft das Vorgehen der Schule laut «Aargauer Zeitung» als rechtmässig ein. In schweren Fällen dürfe die Schule auch direkt strengere Massnahmen ergreifen und müsse die Eltern nicht vorgängig einbeziehen.
Das Urteil des Verwaltungsgerichts ist noch nicht rechtskräftig. Laut Schule besserte sich das Verhalten des Schülers nach dem Klassenwechsel deutlich.