Zwei grosse VorlagenWas du vor den Abstimmungen jetzt noch wissen musst
SDA
30.11.2025 - 08:36
Am Sonntag stehen Abstimmungen an.
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Die Schweiz entscheidet heute über zwei gewichtige Vorlagen: eine nationale Erbschaftssteuer ab 50 Millionen Franken und die Einführung eines Bürgerdienstes für alle. Umfragen deuten auf zwei Nein hin.
Keystone-SDA
30.11.2025, 08:36
30.11.2025, 08:37
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Die Juso-Initiative fordert eine 50-Prozent-Erbschaftssteuer ab 50 Millionen Franken, zweckgebunden für Klimaschutzprojekte.
Gegner warnen vor Abwanderung sehr Vermögender und der Gefährdung von Familienunternehmen.
Der «Service Citoyen» will eine allgemeine Dienstpflicht für alle einführen; auch Frauen wären betroffen.
Die Stimmenden in der Schweiz entscheiden am (heutigen) Sonntag über zwei Initiativen. Die erste verlangt eine nationale Steuer auf Erbschaften ab fünfzig Millionen Franken, die zweite einen obligatorischen Bürgerdienst für alle. Letzte Umfragen lassen zwei Nein erwarten.
Die Juso fordern, die Reichsten finanziell zur Verantwortung zu ziehen für durch sie verursachte Klimaschäden. Die Gegnerschaft warnt vor der Gefährdung von Unternehmen. Wegen der geschuldeten Steuer könnten sie zu Verkäufen gezwungen sein, statt dass der Betrieb an Nachfolger oder Nachfolgerinnen übergeben werden könne.
Gegnerinnen und Gegner geben zudem zu bedenken, dass sehr Reiche die Schweiz meiden und damit auch ihre Vermögen nicht mehr versteuern würden, sollte die neue Erbschaftssteuer kommen. Fehlten diese starken Steuerzahlenden, müssten die Steuern für alle erhöht werden.
«Service Citoyen»
Entscheiden werden Volk und Stände auch über die Einführung eines Bürgerdienstes, den bei einem Ja alle leisten müssten. Als Beispiele genannt werden Katastrophenschutz, Cyberabwehr, Bildung und das Gesundheitswesen. Armee und Zivilschutz sollen aber in jedem Fall genügend Personal zur Verfügung haben.
Mit dem Bürgerdienst könnten alle dort ihren Beitrag leisten, wo sie gebraucht würden, entsprechend ihren Fähigkeiten, argumentieren die Initiantinnen und Initianten. Mit einer Dienstpflicht für alle würden mehr Menschen rekrutiert und aufgeboten, als Armee und Zivilschutz benötigten, erwidert die Gegnerschaft.
Störend ist für die Gegner auch, dass Frauen dienstpflichtig werden, obwohl sie heute den grössten Teil der unbezahlten Arbeit leisten. Und dass junge Menschen statt im Ausbildungsberuf in einem für sie fremden Berufsfeld tätig sein müssten.
blue News berichtet ab 11.30 im Liveticker über die Abstimmungen.