Alle Entscheidungen im Ticker Nach diskriminierendem TV-«Witz»: Zürich wählt erste Gemeinderätin mit Kopftuch

Sven Ziegler

8.3.2026

In der Stadt Zürich dominiert weiterhin die SP. Im Bild: Stadträtin Simone Brander (SP) und Co-Parteichef Oliver Heimgartner.
In der Stadt Zürich dominiert weiterhin die SP. Im Bild: Stadträtin Simone Brander (SP) und Co-Parteichef Oliver Heimgartner.
KEYSTONE

In neun Kantonen stehen am heutigen Abstimmungssonntag Sachabstimmungen an. Im Aargau geht es um Blitzer-Anlagen und eine Kürzung der Sozialhilfe, im Tessin um den Kampf gegen Lohndumping. Uri befindet über die Abgangsentschädigung für Regierungsmitglieder bei Nichtwiederwahl.

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Keystone-SDA, Sven Ziegler

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • In mehreren Kantonen entscheiden die Stimmberechtigten über Vorlagen zu Sozialhilfe, Mindestlohn, Verkehr und Energie.
  • Im Aargau geht es unter anderem um eine Bewilligungspflicht für stationäre Blitzer und um Kürzungen bei der Sozialhilfe.
  • Weitere Abstimmungen betreffen etwa Familienzulagen, ÖV-Finanzierung, Solarpflichten, Strassenbau oder Lohndumping.
  • Zu den nationalen Resultaten geht es hier lang.
  • Zu den interaktiven Karten mit den Gemeinde-Übersichten geht es hier.
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  • 21.10 Uhr

    Zürcher Stadtpräsidenten-Wahl geht in die Verlängerung

    Bei der Wahl zum Stadtpräsidium der Stadt Zürich ist am Sonntag noch keine endgültige Entscheidung gefallen. Der SP-Politiker Raphael Golta erzielte zwar das beste Resultat, verfehlte jedoch das absolute Mehr.

    Golta kam auf 54’832 Stimmen, während für eine Wahl im ersten Durchgang 57’562 Stimmen nötig gewesen wären. Damit kommt es zu einem zweiten Wahlgang, der am 10. Mai stattfinden wird.

    Deutlich hinter Golta folgt der FDP-Kandidat Përparim Avdili mit 28’053 Stimmen. Auf dem dritten Platz liegt Ueli Bamert von der SVP mit 15’072 Stimmen.

    Noch weniger Stimmen erhielt Serap Kahriman von der GLP, die auf 10’602 Stimmen kommt.

  • 21.06 Uhr

    Jetzt ist es fix: Zürcher Stadtregierung noch etwas linker

    Simone Brander (SP) kann sich über ihre Wiederwahl freuen. 
    Simone Brander (SP) kann sich über ihre Wiederwahl freuen. 
    KEYSTONE

    Die Stadt Zürich hat eine noch stärker links geprägte Stadtregierung gewählt. Die FDP verliert ihren zweiten Sitz im Stadtrat Zürich an die Grünen. Neu halten SP und Grüne gemeinsam sieben der neun Sitze.

    Die SP verteidigt ihre vier Sitze im Stadtrat, während die Grünen künftig drei Mitglieder stellen. Neben ihnen sitzen nur noch zwei Vertreter bürgerlicher Parteien in der Stadtregierung: der FDP-Stadtrat Michael Baumer sowie der GLP-Stadtrat Andreas Hauri.

    Ein besonders starkes Resultat erzielte die neu gewählte SP-Politikerin Céline Widmer, die auf Anhieb den dritten Platz belegte. Für die Grünen holte Balthasar Glättli den dritten Sitz im Stadtrat.

    Der FDP-Kandidat Përparim Avdili, der auch für das Stadtpräsidium kandidierte, verpasste den Einzug in den Stadtrat. Obwohl er das absolute Mehr erreichte, schied er als Überzähliger aus und landete auf Rang zehn.

    Das beste Resultat erzielte der SP-Politiker Raphael Golta, der zugleich im Rennen um das Stadtpräsidium steht.

    In den Zürcher Stadtrat gewählt wurden:

    Raphael Golta (SP, bisher): 70’478 Stimmen
    Daniel Leupi (Grüne, bisher): 63’961 Stimmen
    Céline Widmer (SP, neu): 61’817 Stimmen
    Simone Brander (SP, bisher): 61’512 Stimmen
    Karin Rykart (Grüne, bisher): 58’450 Stimmen
    Tobias Langenegger (SP, neu): 55’352 Stimmen
    Balthasar Glättli (Grüne, neu): 54’889 Stimmen
    Michael Baumer (FDP, bisher): 52’644 Stimmen
    Andreas Hauri (GLP, bisher): 51’187 Stimmen

  • 20.42 Uhr

    Nach diskriminierendem TV-«Witz»: Vera Çelik zieht als erste Zürcher Politikerin mit Kopftuch ins Stadtparlament

    Vera Çelik ist neue Zürcher Gemeinderätin im Kreis 10. Wie das Wahlresultat zeigt, erhielt die 20-Jährige 4772 Stimmen. Die gelernte Dentalassistentin wird damit die erste Zürcher Stadtparlamentarierin, die ein Kopftuch trägt. Çelik, Tochter türkischer Eltern, engagiert sich seit ihrer Jugend für soziale Gerechtigkeit und gegen Diskriminierung.

    Vera Çelik wird erste Gemeinderätin mit Kopftuch.
    Vera Çelik wird erste Gemeinderätin mit Kopftuch.
    ZVG

    Schweizweit bekannt wurde Çelik unfreiwillig im April 2024, nachdem sich Comedian Stefan Büsser in der SRF-Sendung «Late Night Switzerland» über sie lustig gemacht hatte. In einem Satirebeitrag stellte er sie in Verbindung mit einem Foto des JSVP-Präsidenten Nils Fiechter, der sich früher als Sprengstoffattentäterin verkleidet hatte. Die SRG-Ombudsstelle bezeichnete die Sequenz später als «diskriminierend und menschenwürdeverletzend». Çelik hatte sich öffentlich gegen den Beitrag gewehrt und danach zahlreiche Morddrohungen erhalten.

    «Ich wollte eigentlich durch meine Arbeit sichtbar werden, nicht wegen eines Shitstorms», sagte sie in einem Interview mit «Tsri.ch». Trotzdem führte die Aufmerksamkeit dazu, dass sie stärker in die politische Arbeit einstieg. In der SP setzte sie sich unter anderem für Lernende und gegen Diskriminierung von Lehrpersonen ein.

  • 20.12 Uhr

    Gemeinderat ausgezählt: Zürich bleibt links

    Die Stimmen für den neuen Gemeinderat der Stadt Zürich sind ausgezählt. Laut der offiziellen Gemeindewebsite ergibt sich folgendes vorläufiges Endergebnis:

    Die SP erreicht 32,2 Prozent der Stimmen und erhält 41 Sitze. Die FDP kommt auf 18,5 Prozent und 24 Sitze, die SVP auf 12,6 Prozent und 16 Sitze. Die GLP erzielt 11,6 Prozent und erhält 15 Sitze. Die Grünen erreichen 10,7 Prozent und kommen auf 14 Sitze. Die Alternative Liste (AL) erzielt 6,3 Prozent und erhält 8 Sitze. Die Mitte erreicht 5,1 Prozent und stellt 7 Sitze.

    Die links-grünen Parteien – SP, Grüne und AL – behalten damit mit insgesamt 63 Sitzen eine äusserst knappe Mehrheit im Gemeinderat.

    Den grössten Zugewinn gibt es für die SP (+3,6 Prozentpunkte). Zulegen können auch FDP (+1,0) und SVP (+1,5). Grosse Verluste gibt es bei den Grünen. Sie verlieren rund 3,6 Prozentpunkte.

  • 19.55 Uhr

    «Bin enttäuscht» – FDP-Shootingstar verpasst wohl Sprung in Zürcher Stadtrat

    Perparim Avdili (FDP) verpasst wohl den Sprung in den Stadtrat
    Perparim Avdili (FDP) verpasst wohl den Sprung in den Stadtrat
    KEYSTONE

    Für den Zürcher FDP-Politiker Përparim Avdili endet der Wahlabend enttäuschend. Der Präsident der FDP Stadt Zürich war als Kandidat für das Stadtpräsidium angetreten – nach sieben von neun ausgezählten Wahlkreisen reicht es jedoch nicht einmal für einen Sitz im Stadtrat Zürich.

    Gegenüber TeleZüri zeigte sich Avdili entsprechend ernüchtert. «Natürlich habe ich mir für mich ein anderes Resultat gewünscht», sagte er.

    Mit Blick auf seine Partei zog er dennoch ein positives Fazit. Das Ergebnis zeige, «dass die FDP in der Stadt Zürich verwurzelt ist und lebt», so Avdili.

  • 19.09 Uhr

    Zürich könnte so links werden wie noch nie

    In der Stadt Zürich deutet sich nach ersten ausgezählten Gemeinden eine klare linke Dominanz im Stadtrat an. Nach dem aktuellen Zwischenstand würden gleich vier Sitze an die SP gehen.

    Demnach liegen Raphael Golta, Simone Brander, Claudia Widmer sowie Tobias Langenegger derzeit auf Kurs für einen Sitz im Stadtrat Zürich.

    Auch die Grüne wären stark vertreten: Daniel Leupi, Karin Rykart und Urs Glättli liegen nach aktuellem Stand ebenfalls vorne.

    Auf bürgerlicher Seite würden bislang nur Michael Baumer von der FDP sowie Andreas Hauri von der GLP einen Sitz im Stadtrat erreichen.

    Sollte sich dieser Trend bestätigen, wäre dies historisch: Selbst in der Zeit des sogenannten «Roten Zürich» ab 1928 war die Dominanz der SP weniger ausgeprägt. Damals stellte die Partei fünf der neun Stadtratssitze sowie mit Emil Klöti auch den Stadtpräsidenten.

  • 19.05 Uhr

    Avdili im eigenen Quartier ohne Chance

    Bei den Wahlen in der Stadt Zürich sind mittlerweile sechs von neun Wahlkreisen ausgezählt. Die neuesten Resultate stammen aus dem Kreis 9 mit den Quartieren Altstetten und Albisrieden.

    Für den FDP-Kandidaten Përparim Avdili fällt das Ergebnis auch dort enttäuschend aus. Obwohl er in Altstetten wohnt, konnte er in seinem eigenen Quartier nicht überzeugen. Avdili erhält weniger Stimmen als Andreas Hauri von der GLP und landet auch in diesem Wahlkreis lediglich auf Rang zehn.

  • 19 Uhr

    Starkes Resultat in zwei Kreisen – Avdili kann wieder hoffen

    Im Wahlkreis 7+8 in der Stadt Zürich sind nun ebenfalls alle Stimmen ausgezählt. Am meisten Stimmen erhielt der FDP-Stadtrat Michael Baumer.

    Ein starkes Resultat erzielte auch der FDP-Politiker Përparim Avdili. Er belegt in diesem Wahlkreis hinter Raphael Golta von der SP den dritten Rang.

    Weniger erfolgreich verlief die Auszählung für den SP-Kandidaten Tobias Langenegger. Er liegt deutlich hinter der dritten FDP-Kandidatin Marita Verbali zurück.

    Die Stimmbeteiligung fällt im bürgerlich geprägten Wahlkreis mit rund 60 Prozent vergleichsweise hoch aus. Ähnlich wie zuvor im Kreis 10 konnten hier vor allem die bürgerlichen Parteien viele Wählerinnen und Wähler mobilisieren.

  • 18.59 Uhr

    Zweiter Wahlgang in Winterthur

    In Winterthur fällt die Entscheidung um das Stadtpräsidium erst in einem zweiten Wahlgang. Keiner der beiden Kandidaten erreichte das absolute Mehr.

    SP-Politiker Kaspar Bopp liegt nach der Auszählung aller Stimmen mit 15’843 Stimmen knapp vor seinem Herausforderer Stefan Fritschi von der FDP, der auf 15’172 Stimmen kommt. Der zweite Wahlgang ist für den 10. Mai angesetzt.

    Unterdessen steht das Resultat für den Stadtrat Winterthur fest. Die FDP-Kandidatin Romana Heuberger sowie Andreas Geering (Die Mitte) schaffen den Sprung in die Stadtregierung.

    Damit verliert die GLP ihren Sitz im Stadtrat wieder. Ihr Kandidat Urs Glättli bleibt trotz Zugewinnen im letzten ausgezählten Stadtkreis hinter Heuberger zurück. Der Rückstand beträgt am Ende rund 1400 Stimmen.

  • 17.59 Uhr

    Rot-Grün baut Vorsprung in Zürich weiter aus

    Unterdessen liegen auch die Resultate aus dem Kreis 10 mit den Quartieren Höngg und Wipkingen vor. Dort schafft es der FDP-Politiker Përparim Avdili ebenfalls nicht nach vorne. Er landet hinter seinem Parteikollegen und bisherigen Stadtrat Michael Baumer auf Rang zehn.

    Damit verdichten sich die Anzeichen, dass Avdili im Rennen um einen Sitz im Stadtrat Zürich nur geringe Chancen auf eine Wahl hat. Avdili hat bereits rund 2000 Stimmen Rückstand auf einen «Gewählt»-Platz. 

  • 17.44 Uhr

    SVP gewinnt zwei Sitze im Landrat Nidwalden und wird stärkste Kraft

    Die SVP legt um zwei Sitze im Nidwaldner Landrat zu und wird neu stärkste Partei. Die Sitzgewinne gehen zulasten der FDP und der Grünen.

    Somit hält die SVP in der kommenden Legislatur 17 Sitze (+2), die bisher stärkste Partei FDP 15 (-1), die Mitte 15 (unverändert), wie die Staatskanzlei mitteilten. Die GLP behält ihre fünf Sitze und kann somit auch weiterhin eine eigene Fraktion stellen. Die Grünen kommen auf fünf Sitze (-2), die SP erhalten drei Sitze (+1) zugeteilt. Die beiden linken Parteien bilden eine gemeinsame Fraktion.

    Von den 39 angetretenen Bisherigen schafften 38 die Wiederwahl. GLP-Landrat Jonas Tappolet muss sich aus dem Landrat verabschieden.

    Der Regierungsrat ist für die neue Amtszeit bereits gewählt. Da bis zum Ende der Eingabefrist im Januar nicht mehr Kandidaturen eingingen als es Sitze zu vergeben gab, kam es zu einer stillen Wahl.

  • Erste Resultate aus Zürich sind da

    Die Stadtkreise 3, 11 und 12 sind ausgezählt. Das sind 3 von 9 Wahlkreisen. Alle 4 SP-Stadträte werden in diesen Kreisen gewählt.  FDP-Shootingstar Perparim Avdili verpasst Stand Jetzt die Wahl, er liegt auf Platz 10. Es sind 9 Plätze zu vergeben. 

    +++ Update folgt +++

  • 17.12 Uhr

    Diese Entscheidungen sind schon gefallen – auf diese Resultate wartet die Schweiz noch

    Die Schweiz hat am ersten Abstimmungssonntag des Jahres gleich mehrere Grundsatzentscheide gefällt. Die SRG-Halbierungsinitiative scheitert deutlich, das Land führt die Individualbesteuerung ein – und auch bei Klimafonds und Bargeld fällt das Verdikt klar aus.

  • 16.56 Uhr

    Winterthur: SP-Kandidat Bopp liegt im ersten Stadtkreis vorne

    In der Stadt Winterthur zeichnet sich im Rennen um das Stadtpräsidium nach den ersten ausgezählten Stimmen ein Vorsprung für den SP-Kandidaten ab. Im bisher ausgezählten Stadtkreis Mattenbach liegt Kaspar Bopp von der SP klar vor seinem Herausforderer Stefan Fritschi von der FDP. 

    Bopp erhielt im Stadtkreis Mattenbach 1656 Stimmen, während Fritschi auf 1241 Stimmen kommt.

    Auch bei den Wahlen in den Stadtrat Winterthur führt Bopp derzeit das Feld an. Dahinter folgen Martina Blum von den Grüne, Nicolas Galladé (SP) sowie Stefan Fritschi (FDP). Unter den bisherigen Stadtratsmitgliedern liegt Christa Meier derzeit auf dem letzten Platz. Gemäss den Resultaten aus dem ersten Stadtkreis dürfte sie jedoch erneut gewählt werden.

    Als möglicher Neuzugang im Stadtrat zeichnet sich Urs Glättli von der GLP ab. Er liegt mit 1386 Stimmen knapp vor Andreas Geering (Die Mitte), der auf 1384 Stimmen kommt. Kaum Chancen haben gemäss dem ersten ausgezählten Stadtkreis Romana Heuberger (FDP), Franziska Kramer-Schwob von der EVP sowie Christian Hartmann von der SVP.

  • 16.30 Uhr

    Genfer Stimmvolk heisst Senkung des Mindestlohns für Ferienjobs gut

    Der Genfer Mindestlohn wird für Ferienjobs um ein Viertel gesenkt. Die Gesetzesänderung ist am Sonntag mit 60,6 Prozent angenommen worden. Die Stimmbeteiligung lag bei 48,7 Prozent.

    Nach dem Ja gibt es künftig eine Ausnahme vom gesetzlichen Mindestlohn. Die minimale Vergütung für Studierende während der Semesterferien wird um 25 Prozent auf 18,44 Franken pro Stunde gekürzt.

    Nach Ansicht der Regierung und der Bürgerlichen hatte das Inkrafttreten des Mindestlohns in Genf im November 2020 dazu geführt, dass Sommerjobs ab 2021 rar geworden sind. Sie stützten sich dabei auf eine Umfrage des Genfer Arbeitgeberverbands.

    Um den Trend umzukehren, sieht der nun gutgeheissene Gesetzestext vor, die Löhne von Studierenden auf 75 Prozent des gesetzlichen Mindestlohns für maximal sechzig Tage pro Kalenderjahr zu senken. In Genf beträgt der Mindestlohn derzeit 24,59 Franken.

    Das Gesetz sieht bereits Ausnahmen für Lehr-, Praktikums- oder Arbeitsverträge für Jugendliche unter 18 Jahren vor. Darüber hinaus gelten in tarifgebundenen Branchen niedrigere Löhne für die Schul- oder Semesterferien. Und in der Landwirtschaft liegt der Mindestlohn derzeit bei nur 13,55 Franken pro Stunde.

  • 16.22 Uhr

    Obwalden: SVP legt bei Kantonsratswahl deutlich zu

    Die Stimmberechtigten im Kanton Obwalden haben den 55-köpfigen Kantonsrat Obwalden für die Amtsdauer 2026 bis 2030 neu gewählt. Das neue Parlament zeigt eine deutliche Verschiebung zugunsten der SVP.

    Die SVP gewinnt fünf Sitze hinzu und stellt künftig 18 Mandate. Verluste muss hingegen Die Mitte hinnehmen: Sie verliert vier Sitze und kommt noch auf 15 Mandate.

    Auch die GLP legt zu und gewinnt einen Sitz hinzu, womit sie künftig drei Vertreter im Parlament stellt. Einen zusätzlichen Sitz gewinnt zudem die CSP, die neu fünf Sitze hält.

    Die FDP verliert einen Sitz und ist künftig mit zehn Mandaten vertreten. Die SP büsst zwei Sitze ein und kommt noch auf vier Mandate.

    Damit verschiebt sich das Kräfteverhältnis im Obwaldner Kantonsrat deutlich zugunsten der bürgerlichen Parteien.

  • 16.18 Uhr

    Hohe Stimmbeteiligung verzögert Resultate in der Stadt Zürich – Avdili erhält Morddrohungen

    In der Stadt Zürich lassen die ersten Abstimmungsresultate länger auf sich warten als üblich. Wie der Tages-Anzeiger berichtet, will die Stadt erste Zahlen erst veröffentlichen, wenn mehrere Wahlkreise vollständig ausgezählt sind.

    Eine mögliche Erklärung für die Verzögerung ist die offenbar hohe Stimmbeteiligung. Laut TeleZüri liegt sie in einzelnen Wahlkreisen bei den nationalen Vorlagen bereits über 60 Prozent. Die grosse Zahl an Stimmzetteln verlängert entsprechend den Auszählungsprozess.

    Für Aufmerksamkeit sorgt zudem die Abwesenheit des Zürcher FDP-Politikers Përparim Avdili im Stadthaus. Der als politischer Shootingstar geltende Politiker hat laut «Tages-Anzeiger» in den vergangenen Tagen Morddrohungen erhalten. Avdili will sich deshalb erst nach dem offiziellen Schlussresultat öffentlich äussern.

  • 16.06 Uhr

    Glarus Süd hat einen neuen Gemeindepräsidenten

    Peter Zentner wird Gemeindepräsident von Glarus Süd.
    Peter Zentner wird Gemeindepräsident von Glarus Süd.
    Schule Glarus Süd

    Das Stimmvolk von Glarus Süd hat am Sonntag Peter Zentner (FDP) zum neuen Gemeindepräsidenten gewählt. Die Wahl gelang ihm deutlich im ersten Durchgang. In Glarus Nord hingegen stand am Sonntag noch kein Sieger fest.

    Der 61-Jährige Peter Zentner arbeitet seit mehr als drei Jahrzehnten im Schulwesen der Gemeinde und ist heute Leiter des Departements Schule und Familie sowie oberster Schulleiter von Glarus Süd. Neben ihm kandidierten für das Präsidium auch die Parteilosen Maja Blumer aus Nidfurn und Stéphane Andrieux aus Sool. Sie blieben mit 318 und 85 Stimmen aber deutlich hinter Zentner.

    Zentners Vorgänger Hansruedi Forrer (SP) trat nicht zur Wiederwahl an. Die Naturkatastrophe rund um die Wagenrunse in Schwanden habe ihn enorm viel Kraft gekostet, erklärte er vorgängig.

    Glarus Süd wird somit komplett bürgerlich. Auch der Gemeinderat wurde am Sonntag entsprechend aufgestellt. Die sechs Sitze haben die SVP und die FDP inne, einzig Gabriela Aschwanden aus Linthal amtet eine weitere Legislatur als Parteilose. Neu hinzugekommen ist Marco Menzi aus Mitlödi (FDP).

  • 15.48 Uhr

    Tessiner Stimmvolk lehnt Volksinitiative gegen Lohndumping ab

    Das Tessin will keine strengeren Kontrollen des Arbeitsmarktes: Die Stimmberechtigten haben am Sonntag eine Volksinitiative gegen Lohndumping abgelehnt. Die Gegner der Vorlage warnten im Vorfeld der Abstimmung vor Mehrkosten für den Kanton.

    Bei einer Stimmbeteiligung von 57,1 Prozent stimmten 54'030 oder 43,8 Prozent für und 69'243 (56,2 Prozent) gegen die Volksinitiative «Rispetto per i diritti di chi lavora - Combattiamo il dumping salariale e sociale» - «Respekt für die Rechte der Arbeitnehmenden - Bekämpfen wir Lohn- und Sozialdumping», wie die Tessiner Staatskanzlei mitteilte.

    Lanciert worden war die Initiative von der Partei «Movimento per il socialismo» (MPS). Sie hätte unter anderem mehr Arbeitsinspektoren für Kontrollen auf dem Arbeitsmarkt gebracht. Zudem wäre zur Überprüfung der Einhaltung der Gleichstellungsgesetze eine spezielle Abteilung innerhalb des Arbeitsinspektorats geplant gewesen.

    Die Tessiner Regierung hatte die Volksinitiative zur Ablehnung empfohlen. Die Initiative sei ineffizient, da sie den Kampf gegen tiefe Löhne fast ausschliesslich an eine Erhöhung der Kontrollen knüpfe. Bereits heute sei das Tessin der Kanton mit der mit Abstand höchsten Kontrollquote der Schweiz, hatte die Regierung festgehalten. Im Jahr 2016 war schon einmal eine Initiative von MPS zum Thema Lohndumping abgelehnt worden.

    Das Tessin gilt generell als Tieflohn-Kanton. Experten gehen davon aus, dass ein Grossteil der knapp 80'000 Grenzgänger im Tessin für einen sogenannten Tieflohn arbeitet. Am 1. Dezember 2021 wurde im Südkanton ein Mindestlohn eingeführt.

  • 15.30 Uhr

    Uri schafft Abgangsentschädigung für Regierungsräte ab

    Im Kanton Uri gibts künftig keitne Abgangsentschädigung mehr. 
    Im Kanton Uri gibts künftig keitne Abgangsentschädigung mehr. 
    sda

    Nicht mehr wiedergewählte Urner Regierungsratsmitglieder erhalten künftig keine Abgangsentschädigung mehr. Das Urner Stimmvolk hat eine Volksinitiative der Jungen SVP gutgeheissen. Eine deutliche Mehrheit gab es zur Lockerung der Solarpflicht bei Gebäuden.

    Die Volksinitiative wurde mit 8886 Ja- zu 4460 Nein-Stimmen gutgeheissen, wie der Kanton auf seiner Homepage mitteilte. Das entspricht einem Ja-Anteil von 66,6 Prozent. Die Stimmbeteiligung lag bei 50,6 Prozent.

    Seit dem 1. Januar 2006 erhalten Regierungsratsmitglieder des Kantons Uri, die nach Ablauf ihrer Amtsdauer nicht wiedergewählt werden, während sechs Monaten eine Abgangsentschädigung. Wer bei der Nichtwiederwahl bereits 62 Jahre alt ist, bekommt keine Entschädigung.

    Die Junge SVP verlangte in ihrer Volksinitiative die ersatzlose Streichung dieser Abgangsentschädigung. Der Kanton Uri müsse sparen, «goldene Fallschirme» seien nicht mehr zeitgemäss, argumentierte die Jungpartei.

    Das Kantonsparlament lehnte die Initiative deutlich ab, die Regierung empfahl die Nein-Parole.

    Seit der Einführung kam die Abgangsentschädigung für nicht mehr wiedergewählte Exekutivmitglieder im Kanton Uri erst einmal zur Anwendung. Und zwar im Frühling 2024, als der damalige Sicherheitsdirektor Dimitri Moretti (SP) von den Stimmberechtigten nicht wiedergewählt wurde.

  • 15.21 Uhr

    FDP holt in Obwalden Regierungssitz zurück

    Die FDP kehrt in Obwalden nach vier Jahren wieder in die Regierung zurück. Der Freisinnige Marius Küchler holt den frei gewordenen Sitz der SVP, die somit nicht mehr in der Regierung vertreten ist.

  • 14.50 Uhr

    Kanton Schaffhausen bezahlt höheren Anteil an die ÖV-Kosten

    Der Kanton Schaffhausen beteiligt sich stärker an der Finanzierung des öffentlichen Verkehrs im Kanton. Die Stimmberechtigten haben einer entsprechenden Vorlage deutlich zugestimmt. Profitieren werden in erster Linie die Stadt Schaffhausen und die Gemeinde Neuhausen.

    Die Vorlage wurde mit 65,6 Prozent Ja-Stimmen angenommen, wie der Kanton Schaffhausen am Sonntag mitteilte. Es wurden 23'067 Ja-Stimmen und 12'092 Nein-Stimmen gezählt. Die Stimmbeteiligung lag bei 71,9 Prozent.

    Der Kanton Schaffhausen bezahlt somit künftig höhere Beiträge an den Ortsverkehr in der Stadt Schaffhausen und in Neuhausen. Auch für den Regionalverkehr in den Landgemeinden erhöht der Kanton seine Abgeltung leicht. Insgesamt belaufen sich die jährlichen Mehrkosten dafür auf rund 2 Millionen Franken.

    Beim Ortsverkehr bezahlt der Kanton bislang 18 Prozent der Kosten. Neu wird der Anteil auf 22,5 Prozent erhöht. Gleichzeitig wird eine Obergrenze von 4,5 Millionen jährlich für die Mitfinanzierung des Kantons eingeführt.

    Beim Regionalverkehr bezahlen die Gemeinden künftig nur noch 22,5 statt 25 Prozent der Kosten. Der Kanton bezahlt entsprechend mehr.

  • 14.43 Uhr

    Glarus Nord wählt die Konstante

    Die Gemeinde Glarus Nord hat am Sonntag alle bisherigen Glarner Regierungsräte wiedergewählt. Die restlichen beiden Gemeinden waren am frühen Nachmittag noch nicht ausgezählt. Obenaus schwang der SP-Mann Markus Heer. Die Stimmbeteiligung lag bei rund 40 Prozent.

    Drei Herausfordernde wollten den fünf Bisherigen den Platz strittig machen. Alle drei waren sie parteilos: Manuela van der Glas, Marcel Lötscher und Marc Brunner. Letzterer machte in Glarus Nord mit 741 Stimmen das beste Resultat.

    Für Marcel Lötscher reichte es am Sonntag im Norden für 599 Stimmen. Van der Glas kam hier auf 681 Stimmen.

    Folglich triumphierte in Glarus Nord die Konstante. Landammann Kaspar Becker (Mitte) erzielte 3030, Landesstatthalter Markus Heer (SP) 3348 Stimmen. Die dienstälteste Regierungsrätin Marianne Lienhard (SVP) schaffte 3188, Parteikollege Thomas Tschudi 3280 und Christian Marti (FDP) 2928 Stimmen.

  • 14.39 Uhr

    SVP verteidigt Nationalratssitz in Appenzell Ausserrhoden

    Edgar Bischof zieht in den Nationalrat ein. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)
    Edgar Bischof zieht in den Nationalrat ein. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)
    KEYSTONE

    Die SVP behält ihren Sitz im Nationalrat für Appenzell Ausserrhoden. Der Unternehmer Edgar Bischof setzte sich bei der Ersatzwahl gegen die FDP-Kandidatin Jennifer Abderhalden durch.

    Der 58-Jährige aus Teufen erhielt 8856 Stimmen, während Abderhalden auf 8285 Stimmen kam. Die Auszählung entwickelte sich zu einem regelrechten Krimi: Zwischenzeitlich lag einmal Bischof vorne, dann wieder seine Konkurrentin.

    Die Wahl war nötig geworden, nachdem der bisherige Nationalrat David Zuberbühler seinen Rücktritt angekündigt hatte. Da Appenzell Ausserrhoden im Nationalrat nur über einen einzigen Sitz verfügt, wurde dieser direkt neu vergeben.

    Bischof bringt politische Erfahrung mit: Er sass während 16 Jahren im Kantonsrat und präsidierte von 2007 bis 2015 die kantonale SVP.

  • 14.31 Uhr

    Baselbiet: Tempo-30-Initiative und Gegenvorschlag derzeit klar im Nein

    Im Kanton Basel-Landschaft zeichnet sich bei der Abstimmung über die Tempo-30-Initiative derzeit eine Ablehnung ab. Nach der Auszählung von 56 der 86 Gemeinden sprechen sich rund 61,3 Prozent der Stimmberechtigten gegen die Initiative aus.

    Auch der Gegenvorschlag hat aktuell keine Mehrheit: Etwa 55,7 Prozent der Stimmenden lehnen ihn ab.

    Bislang hat sich lediglich die Gemeinde Liesberg für die Initiative ausgesprochen. Ausgezählt sind bislang vor allem kleinere Gemeinden aus dem Oberbaselbiet sowie aus dem Laufental.

    Die Resultate aus den grösseren Gemeinden rund um Basel stehen noch aus. Diese gelten traditionell als stärker verkehrskritisch, was den weiteren Verlauf der Auszählung noch beeinflussen könnte. Die Initiative wurde vom TCS unterstützt.

    Bei der Abstimmung über die sogenannte Prämienabzugs-Initiative ein äusserst knappes Ergebnis ab. Nach der Auszählung von 56 der 86 Gemeinden liegt der Ja-Anteil bei 48,62 Prozent – die Vorlage ist damit weiterhin offen.

    Die jüngsten Resultate aus grösseren Gemeinden deuten jedoch eher auf eine Ablehnung hin. So hat der Kantonshauptort Liestal die Initiative mit 56,54 Prozent Nein-Stimmen verworfen. Auch in Aesch überwiegt mit 50,63 Prozent die Ablehnung.

    Die Vorlage wurde vor allem von der SVP unterstützt, die weitgehend alleine für die Initiative geworben hatte. Unabhängig vom endgültigen Resultat dürfte die Partei das Ergebnis politisch als Erfolg verbuchen.

    Deutlich schlechter schneidet der Gegenvorschlag des Kantonsparlaments ab. Dieser wird derzeit mit rund 61,5 Prozent Nein-Stimmen klar verworfen.

  • 14.16 Uhr

    Ja-Trend bei Blitzer-Initiative – Sozialhilfe-Vorlage dürfte scheitern

    Im Kanton Aargau zeichnen sich bei zwei kantonalen Abstimmungen klare Trends ab. Während die sogenannte Blitzer-Initiative derzeit Zustimmung findet, dürfte eine Vorlage zur Kürzung der Sozialhilfe scheitern.

    Bei der Volksinitiative «Blitzerabzocke stoppen» liegen die Befürworter nach der Auszählung von 190 der 196 Gemeinden mit rund 56 Prozent vorne. Die Initiative verlangt strengere Regeln für Geschwindigkeitsmessanlagen. Stationäre Blitzer sollen künftig nur noch mit Bewilligung eingesetzt werden dürfen. Semistationäre Anlagen dürften an einem Standort höchstens 72 Stunden stehen.

    Ein gegenteiliger Trend zeigt sich bei der Initiative «Arbeit muss sich lohnen». Diese wurde von der Jungen SVP lanciert und sieht vor, Sozialhilfebeiträge für Personen, die länger als zwei Jahre Unterstützung beziehen, um mindestens fünf Prozent zu kürzen.

    Nach aktuellem Zwischenstand lehnen rund 54 Prozent der Stimmenden diese Vorlage ab, während etwa 46 Prozent dafür stimmen. Die Resultate gelten aufgrund der weit fortgeschrittenen Auszählung als richtungsweisend.

  • 14.12 Uhr

    Solothurn sagt Ja zu höheren Familienzulagen und neuem Polizei-Stützpunkt

    Im Kanton Solothurn werden höhere Familienzulagen ausbezahlt. 
    Im Kanton Solothurn werden höhere Familienzulagen ausbezahlt. 
    KEYSTONE

    Die Stimmberechtigten im Kanton Solothurn haben am Sonntag mehrere kantonale Vorlagen entschieden. Sie sprachen sich sowohl für höhere Familienzulagen als auch für einen neuen Stützpunkt der Kantonspolizei Solothurn aus – lehnten jedoch Änderungen im Sozialhilfegesetz ab.

    Die Erhöhung der Familienzulagen wurde mit 59,1 Prozent Ja-Stimmen angenommen. Künftig steigt die Kinderzulage bis zum 16. Altersjahr um 15 Franken auf 230 Franken pro Monat. Auch die Ausbildungszulage wird angehoben – sie wächst um 12 Franken auf 280 Franken. Für den Kanton entstehen dadurch jährliche Mehrkosten von rund acht Millionen Franken.

    Das Kantonsparlament hatte die Anpassung bereits beschlossen, jedoch die notwendige Zweidrittelsmehrheit verpasst, weshalb das Volk das letzte Wort hatte. Unterstützt wurde die Vorlage von SP, Mitte und EVP sowie vom Regierungsrat, während SVP, FDP und GLP dagegen waren.

    Ebenfalls angenommen wurde ein Kredit von 84,5 Millionen Franken für einen neuen Polizei-Stützpunkt in Oensingen. Rund 61 Prozent der Stimmberechtigten befürworteten das Projekt. In dem Neubau sollen elf verschiedene Einheiten der Kantonspolizei zusammengeführt werden. Derzeit sind die Polizeidienste auf insgesamt 16 Standorte verteilt, deren Infrastruktur laut Behörden den heutigen Anforderungen nicht mehr entspricht.

    Abgelehnt wurden dagegen zwei Vorlagen zur Entlastung der Kantonsfinanzen im Sozialbereich. Die Bevölkerung sprach sich klar dagegen aus, dass Kosten teilweise auf Gemeinden verlagert werden. Sowohl bei den Beiträgen an Sozialversicherungen für Sozialhilfebeziehende als auch bei den Verwaltungskosten der Alimentenhilfe votierte eine deutliche Mehrheit mit Nein.

  • 14.07 Uhr

    Kanton St. Gallen sagt Ja zu Wil West

    Das Gebiet im Westen der Stadt Wil soll zum Wirtschaftsareal entwickelt werden.
    Das Gebiet im Westen der Stadt Wil soll zum Wirtschaftsareal entwickelt werden.
    sda

    Im Kanton St. Gallen zeichnet sich ein klarer Entscheid für das umstrittene Entwicklungsprojekt Wil West ab. Nach Auszählung von 68 der 75 Gemeinden liegt der Ja-Anteil bei rund 55 Prozent – der Vorsprung gilt als uneinholbar.

    Damit unterstützen die Stimmberechtigten den Plan der Kantonsregierung, Grundstücke im Gebiet Wil West an den Nachbarkanton Thurgau zu verkaufen, um dort ein grosses Wirtschaftsgebiet zu entwickeln. Die Stimmbeteiligung liegt gemäss Zwischenstand bei gut 50 Prozent.

    Das Projekt war bereits 2022 an der Urne gescheitert, als die Bevölkerung einen Kredit für die Erschliessung des Areals ablehnte. Seither wurde das Vorhaben angepasst. Neu ist unter anderem eine umfassendere Kompensation für die betroffenen Fruchtfolgeflächen vorgesehen.

    Die Befürworter sehen in Wil West ein wirtschaftliches Schlüsselprojekt für die Ostschweiz. Auf rund 33 Hektaren sollen langfristig 2000 bis 3000 Arbeitsplätze entstehen, begleitet von neuen Verkehrsverbindungen und einem Autobahnanschluss.

    Kritiker warnen hingegen vor dem Verlust wertvollen Kulturlands und bezweifeln, dass das Projekt tatsächlich zur Eindämmung der Zersiedelung beiträgt. Trotzdem deutet das aktuelle Resultat darauf hin, dass sich diesmal eine Mehrheit der Stimmbevölkerung hinter das Projekt stellt.

  • 13.33 Uhr

    Luzern kann enge Strasse durch die Lammschlucht weiter ausbauen

    Die Strasse in das Luzerner Feriengebiet Flühli-Sörenberg kann auf einem zweiten Abschnitt in der Lammschlucht ausgebaut werden. Die Stimmberechtigten des Kantons Luzern haben 37,9 Millionen Franken genehmigt.

    Der Kredit war wie erwartet unbestritten und wurde mit einem Ja-Stimmen-Anteil von 82,8 Prozent (126'364 zu 26'203 Stimmen) gutgeheissen. Die Stimmbeteiligung betrug 55,9 Prozent. Die Bauarbeiten sollen im Oktober starten und bis zu fünf Jahre dauern.

    Die Kantonsstrasse Schüpfheim-Sörenberg ist in der Lammschlucht rund 110 Jahre alt. Sie ist eng und kurvig, immer wieder kam es zu Steinschlägen. Der Kanton entschied deswegen, das Strassenstück, auf dem auch Reisebusse und Touristen unterwegs sind, in drei Etappen zu erneuern.

    Bei der zweiten Ausbauetappe geht es um einen 660 Meter langen Abschnitt. Die Strasse wird durchgehend 6,5 Meter breit sein und weniger enge Kurven haben als die bestehende. Bogenbrücken werden durch Lehnenbrücken ersetzt. Der Schutz vor Steinschlag wird verbessert.

  • Winterthur wählt neue Stadtregierung

    Auch in Winterthur kommt es zu einem personellen Umbruch in der Stadtregierung. Stadtpräsident Michael Künzle tritt ebenso zurück wie GLP-Stadträtin Katrin Cometta. Fünf bisherige Mitglieder kandidieren erneut, während mehrere neue Bewerberinnen und Bewerber versuchen, in die siebenköpfige Exekutive einzuziehen.

  • Ersatzwahl in der Waadt und wichtige Stadtwahlen in Zürich

    Im Kanton Waadt wird ein Sitz in der Kantonsregierung neu besetzt, nachdem die SP-Staatsrätin Rebecca Ruiz aus gesundheitlichen Gründen zurücktritt. Die SP schickt den früheren Nationalrat Roger Nordmann ins Rennen, während die bürgerliche Allianz den SVP-Politiker Jean-François Thuillard unterstützt. Gleichzeitig stehen in Zürich wichtige Stadtwahlen an: Die bisherige Stadtpräsidentin Corine Mauch tritt nicht mehr an, als Favorit für ihre Nachfolge gilt SP-Stadtrat Raphael Golta.

  • Regierungs- und Parlamentswahlen in Ob- und Nidwalden

    Im Kanton Obwalden bewerben sich sechs Kandidierende um fünf Sitze im Regierungsrat. Gleichzeitig wird auch der Kantonsrat neu gewählt, wobei insbesondere die Zukunft kleinerer Parteien wie GLP und CSP im Parlament im Fokus steht. Im benachbarten Kanton Nidwalden ist die Regierung bereits in stiller Wahl bestimmt worden. Spannung versprechen dort vor allem die Wahlen zum Landrat, bei denen mehrere Parteien um ihre Stärke kämpfen.

  • Ersatzwahl in Appenzell Ausserrhoden – SVP und FDP kämpfen um Nationalratssitz

    Im Kanton Appenzell Ausserrhoden wird ein Sitz im Nationalrat neu besetzt. Die Ersatzwahl wurde nötig, nachdem der bisherige SVP-Nationalrat David Zuberbühler im Dezember nach zehn Jahren zurückgetreten war. Für die SVP tritt der Unternehmer Edgar Bischof an, während die FDP den Sitz mit der Juristin Jennifer Abderhalden zurückerobern will.

  • Heikle Entscheide in St. Gallen, Genf und Tessin

    Im Kanton St. Gallen stimmen die Bürgerinnen und Bürger über den Verkauf des Entwicklungsgebiets Wil West an den Kanton Thurgau sowie über einen neuen Autobahnanschluss für Rorschach ab – beide Projekte sind politisch umstritten. In Genf geht es um eine Ausnahme beim Mindestlohn für Studierende während der Semesterferien. Im Tessin entscheidet das Volk über eine Initiative gegen Lohndumping, die unter anderem mehr Kontrollen und zusätzliches Personal für das Arbeitsinspektorat verlangt.

  • Solarpflicht, Strassenprojekt und Steuerabzüge für Krankenkassen

    In Uri entscheidet das Volk über eine Initiative zur Abschaffung von Abgangsentschädigungen für Regierungsmitglieder sowie über eine Lockerung der Solarpflicht. In Luzern steht ein Kredit von knapp 38 Millionen Franken für den Ausbau der Strasse in die Ferienregion Flühli-Sörenberg zur Debatte. Im Kanton Basel-Landschaft verlangt eine SVP-Initiative, dass Prämien der obligatorischen Krankenversicherung vollständig von den Steuern abgezogen werden können; weitere Vorlagen betreffen Tempo-30-Regeln und eine Solarpflicht bei Neubauten.

  • Solothurn und Schaffhausen: Familienzulagen, Polizei-Stützpunkt und ÖV-Finanzierung

    Im Kanton Solothurn stehen mehrere Vorlagen zur Abstimmung, darunter eine leichte Erhöhung der Familienzulagen sowie der Bau eines neuen Stützpunkts der Kantonspolizei in Oensingen. Zudem geht es um Änderungen im Sozialhilfegesetz, bei denen teilweise die Gemeinden statt des Kantons Kosten übernehmen sollen. Im Kanton Schaffhausen stimmen die Bürgerinnen und Bürger darüber ab, ob der Kanton künftig stärker zur Finanzierung des öffentlichen Verkehrs beitragen soll.

  • Aargau stimmt über Blitzer und Sozialhilfe-Kürzungen ab

    Im Kanton Aargau entscheiden die Stimmberechtigten über zwei Initiativen von Jungparteien. Die Junge FDP verlangt strengere Regeln für stationäre und semistationäre Geschwindigkeits- und Rotlichtüberwachungsanlagen. Die Junge SVP fordert dagegen, dass der Grundbedarf in der Sozialhilfe um mindestens fünf Prozent gekürzt wird, wenn Betroffene länger als zwei Jahre Unterstützung beziehen.

  • Herzlich willkommen!

    In zahlreichen Kantonen stehen heute Abstimmungen an. Daneben wird an verschiedenen Orten auch noch gewählt. Bei blue News verpasst du nichts!

    Du willst mehr über die nationalen Entscheidungen wissen? Dann geht es hier lang.

Neben den nationalen Abstimmungen stehen in verschiedenen Kantonen auch mehrere regionale Vorlagen zur Entscheidung an. Die Themen reichen von Verkehrsüberwachung über Sozialhilfe bis hin zu Energiepolitik und Infrastrukturprojekten.

Im Kanton Aargau stimmen die Bürgerinnen und Bürger über zwei Initiativen der Jungparteien ab. Eine Vorlage der Jungen FDP verlangt, dass stationäre Geschwindigkeits- und Rotlichtüberwachungsanlagen künftig eine kantonale Bewilligung benötigen. Zudem sollen sogenannte semistationäre Anlagen nur noch zeitlich begrenzt eingesetzt werden dürfen. Eine Initiative der Jungen SVP fordert dagegen eine Kürzung des Grundbedarfs für Sozialhilfebeziehende um mindestens fünf Prozent, wenn diese länger als zwei Jahre Unterstützung erhalten.

Auch im Nachbarkanton Solothurn kommen mehrere Vorlagen vors Volk. Dort wird über eine leichte Erhöhung der Familienzulagen entschieden. Zudem steht der Bau eines neuen Stützpunkts der Kantonspolizei in Oensingen zur Abstimmung. Daneben geht es um zwei Änderungen im Sozialhilfegesetz, bei denen künftig teilweise die Gemeinden statt des Kantons Kosten übernehmen sollen.

Eidgenössische Abstimmungen

Auf der Abstimmungsseite von blue News findest du alle wichtigen Informationen zu den eidgenössischen Abstimmungen: Initiativen und Referenden verständlich erklärt, umfassende Hintergrund-Storys sowie Zusammenfassung und Einordnung der Resultate.

Die Resultate der städtischen Abstimmungen erfreuen das Grüne Bündnis Bern. (Symbolbild)
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Im Kanton Schaffhausen stimmen die Bürgerinnen und Bürger darüber ab, ob sich der Kanton stärker an der Finanzierung des öffentlichen Verkehrs beteiligen soll.

In Uri steht eine Volksinitiative zur Abstimmung, die die Abgangsentschädigung für Mitglieder der Kantonsregierung abschaffen möchte. Zudem entscheiden die Stimmberechtigten über eine Lockerung der Solarpflicht.

Die Luzerner Bevölkerung befindet über den Ausbau der Strasse ins Feriengebiet Flühli-Sörenberg. Konkret geht es um einen Kredit von knapp 38 Millionen Franken für Bauarbeiten in der Lammschlucht.

Im Kanton Basel-Landschaft fordert eine Initiative der SVP, dass die Kosten der obligatorischen Krankenversicherung vollständig von den Steuern abgezogen werden können. Weitere Vorlagen betreffen unter anderem die Voraussetzungen für Tempo-30-Zonen sowie eine Initiative für eine Solarpflicht auf geeigneten Flächen bei Neubauten und bestimmten bestehenden Gebäuden.

Auch im Kanton St. Gallen stehen umstrittene Vorlagen an. Zur Abstimmung kommt unter anderem der Verkauf des Entwicklungsgebiets Wil West an den Kanton Thurgau für 10,4 Millionen Franken. Gegen das Projekt haben Grüne und SVP das Referendum ergriffen. Ebenfalls zur Abstimmung kommt ein neuer Autobahnanschluss für Rorschach, gegen den sich Umweltverbände sowie Vertreter von SP und Grünen wehren.

In Genf stimmen die Bürgerinnen und Bürger über eine Ausnahme vom gesetzlichen Mindestlohn ab. Studierende sollen während der Semesterferien nur noch 18,44 Franken pro Stunde verdienen, was einer Kürzung um 25 Prozent entspricht. Linke Parteien und Gewerkschaften kritisieren die Vorlage als Schwächung des Mindestlohns.

Im Tessin wiederum entscheidet das Volk über eine Initiative gegen Lohndumping. Diese verlangt unter anderem eine stärkere personelle Ausstattung des kantonalen Arbeitsinspektorats sowie zusätzliche Kontrollen zur Einhaltung von Arbeits- und Gleichstellungsgesetzen.

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Die Halbierungsinitiative «200 Franken sind genug!» will die Radio- und TV-Gebühren deutlich senken. Wer hinter der Initiative steckt, welche Folgen sie hätte – und was für die SRG auf dem Spiel steht, zeigt unser Video-Explainer.

04.02.2026