Jahrhundertealte Geschichte Jetzt kannst du den ältesten «Bären» der Schweiz kaufen – so viel kostet er

Lea Oetiker

19.5.2026

Der «Bären» steht zum Verkauf – für 1,5 Millionen Franken.
Der «Bären» steht zum Verkauf – für 1,5 Millionen Franken.
Screenshot Google Review

Der älteste «Bären» der Schweiz in Trubschachen BE wird verkauft. Nach über 30 Jahren geben Urs und Fränzi Mäder den traditionsreichen Gasthof ab. Eine Nachfolge soll bis spätestens 2027 gefunden werden.

Lea Oetiker

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Der Gasthof Bären in Trubschachen wird verkauft.
  • Er gilt als ältester «Bären» der Schweiz und reicht bis ins Jahr 1356 zurück.
  • Wirt Urs Mäder sucht nach über 30 Jahren eine Nachfolge und will den Betrieb spätestens 2027 übergeben.

Im Emmental geht eine lange Ära zu Ende: Der traditionsreiche Gasthof Bären in Trubschachen, der als ältester «Bären» der Schweiz gilt, steht zum Verkauf. Nach über 30 Jahren als Gastgeber suchen Urs und Fränzi Mäder eine Nachfolge für die historische Liegenschaft – ein Betrieb, der seit Jahrhunderten das Dorfbild prägt, wie die «Berner Zeitung» schreibt.

Die Geschichte des Hauses reicht weit zurück. Erstmals urkundlich erwähnt wurde der «Bären» bereits 1356, seit 1569 besitzt er das Tavernenrecht und ist damit offiziell als Gasthaus belegt.

Über die Jahrhunderte hinweg wechselte das Gebäude mehrfach seine Besitzer. Die heutige Form des Gasthofs entwickelte sich nach einem Wiederaufbau nach einem Brand Ende des 17. Jahrhunderts weiter.

Für Urs Mäder begann die Geschichte des Betriebs vor mehr als drei Jahrzehnten Zu diesem Zeitpunkt zog er mit seiner Frau ins Emmental. «Das Wirten hat sich in den vergangenen Jahren verändert», so Mäder gegenüber der Zeitung. Besonders das abendliche Geschäft sei rückläufig, weshalb der Fokus zunehmend auf Tagesgästen liege.

Dabei profitiert der Betrieb auch von der touristischen Entwicklung in der Region, insbesondere durch die nahe Kambly-Erlebniswelt, die viele Besucher nach Trubschachen bringt. Gleichzeitig bleibt der persönliche Einsatz entscheidend für den Betrieb. Mäder hebt hervor: «Eine grosse Unterstützung sind unsere langjährigen, erfahrenen Mitarbeitenden», so der Wirt zur «Berner Zeitung».

Immobilie wird für 1,5 Millionen Franken angeboten

Neben seiner Funktion als Gasthof besitzt der Bären eine schweizweit einzigartige Besonderheit: die Schwingerstube mit den Porträts aller Schwingerkönige. Sie macht das Haus auch im Umfeld des Schwingsports zu einem besonderen Ort, eng verbunden mit der persönlichen Leidenschaft des Wirts, der selbst seit Jahrzehnten dem Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest verbunden ist.

Die Zukunft des Hauses ist dennoch offen. Eine familieninterne Nachfolge gibt es nicht, weshalb die Liegenschaft nun zum Verkauf steht. Spätestens mit seiner Pensionierung im Herbst 2027 möchte Mäder eine Lösung gefunden haben, idealerweise jedoch bereits früher, erklärt er der «Berner Zeitung».

Die denkmalgeschützte Immobilie wird für rund 1,5 Millionen Franken angeboten und umfasst neben Gaststube, Sälen und Schwingerstube auch Wohnungen sowie Gästezimmer. Laut Vermarktung eignet sich das Gebäude nicht nur für klassische Gastronomie, sondern auch für neue Nutzungskonzepte wie Events, Kultur oder gemischte Wohn- und Tourismusformen.


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