Altersvorsorge bereitet der Jugend mehr Sorgen als die Pandemie

tgab

16.9.2020 - 00:00

Die Schweizer Jugend ist politischer als vor ein paar Jahren: Jugendliche demonstrieren am schweizweiten Klimastreik am 15. März 2019 in Lausanne.
Bild: Keystone

Die Zuversichtlichkeit schwindet – das geht aus dem neuen Jugendbarometer hervor. Nur noch die Hälfte der Schweizer Jugendlichen schaut optimistisch nach vorne. Vor zehn Jahren waren es noch knapp zwei Drittel. Die politischen Auswirkungen hat der «Tagesanzeiger» beschrieben.

Die wichtigste Erkenntnis aus der Umfrage, die das Forschungsinstitut GFS Bern im Auftrag der Credit Suisse bei 16- bis 25-Jährigen durchgeführt hat, lautet: Sorglosigkeit war gestern. Die jungen Schweizer und Schweizerinnen von heute haben einen wachsamen Weitblick auf das Leben. So ist nicht etwa die Corona-Krise und ihre Folgen ihre grösste Sorge, sondern die Altersvorsorge. Knapp die Hälfte sieht hier ein Problem, das während der Corona-Krise noch dringlicher wurde. Klimaerwärmung und Umweltschutz folgen an dritter Stelle. 



Die Schweizer Jugendlichen sind politisch aktiver geworden. Es sind vor allem die Themen Klimawandel, Gleichstellung und Rassismus, deretwegen «die Jugend zu einer neuen, politischeren Identität gefunden hat», wie es im Bericht heisst.

Vor allem der Klimawandel beschäftigt die Jugendlichen. In den letzten fünf Jahren stieg der Anteil der Jugendlichen, die sich für den Klimawandel einsetzen von 37 Prozent auf 54 Prozent. So gingen am Freitag vor einer Woche Tausende Schülerinnen und Schüler in Zürich, Bern, Lausanne und 15 weiteren Städten auf die Strasse, um für mehr Klimaschutz zu demonstrieren. 



Der Anteil der Jugendlichen, die sich aktiv für das Thema Gleichstellung von Mann und Frau einsetzen, stieg von 32 Prozent im Jahr 2015 auf 49 Prozent im Jahr 2020.

Das erhöhte politische Bewusstsein zeigt sich vor allem an der Bereitschaft, sich an Demonstrationen zu beteiligen: sie stieg innerhalbn der letzten zwei Jahre von 8 auf 21 Prozent.

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