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Auch Tramlinien blockiert

Am Sonntag müssen Anwohner rund um die ETH ihre Wohnungen verlassen – das steckt dahinter

An der ETH in Zürich wird am Sonntag eine gefährliche Chemikalie abtransportiert und schliesslich entsorgt. (Archivbild)

An der ETH in Zürich wird am Sonntag eine gefährliche Chemikalie abtransportiert und schliesslich entsorgt. (Archivbild)

sda

An der ETH Zürich wird am Sonntag eine hochgefährliche Chemikalie abtransportiert und entsorgt. Dafür müssen rund 270 Anwohner*innen in der Umgebung ihre Wohnungen vorübergehend verlassen.

Lea Oetiker

Lea Oetiker

06.06.2026, 09:35•06.06.2026, 09:40

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • 270 Anwohner*innen nahe der ETH Zürich werden wegen einer hochgefährlichen Chemikalie evakuiert.
  • Der Stoff wird unter strengen Sicherheitsmassnahmen entsorgt und nach Deutschland transportiert.
  • Sperrungen dauern mehrere Stunden, eine Rückkehr ist noch am selben Tag geplant.
Zusammenfassung erstellt mitmyAi

Rund 270 Anwohner*innen rund um die Clausiusstrasse in Zürich müssen am Sonntag ihre Wohnungen vorübergehend verlassen. Grund ist eine Gasflasche mit einer «potenziell gefährlichen chemischen Substanz» in einem ETH-Gebäude, wie die «NZZ» berichtet.

Dabei handelt es sich um Chlortrifluorid, einen hochreaktiven Stoff, der selbst schwer entflammbare Materialien entzünden kann und als extrem giftig gilt. Das entsprechende Labor existiert nicht mehr, die Substanz muss nun fachgerecht entsorgt werden.

Für den Abtransport gelten strenge Sicherheitsvorgaben. Die Flasche soll um die Mittagszeit in ein speziell gesichertes, luftdichtes Behältnis überführt und anschliessend nach Deutschland gebracht werden. Laut Angaben, die auch die «NZZ» aufgreift, dauert die kritischste Phase voraussichtlich rund eine Stunde. 

Ab 10 Uhr werden Einsatzkräfte vor Ort sein und die Evakuierung sowohl per Megafon als auch durch persönliche Ansprache in den Gebäuden durchführen.

Das Gebiet beim ETH-Hauptgebäude wird grossräumig abgesperrt, Strassen sowie Tramlinien bleiben für mehrere Stunden blockiert. Es handelt sich dabei um eine vorsorgliche Massnahme der Kantonspolizei Zürich, wie die «NZZ» weiter berichtet.

Gutscheine für einen Zoobesuch als Entschuldigung

Die Anwohner*innen wurden im Mai darüber informiert. Kritische Rückmeldungen gab es kaum. Der Einsatz der Sicherheitskräfte soll voraussichtlich bis maximal 16.30 Uhr dauern. Wie die Kantonspolizei mitteilt, könnten die Betroffenen jedoch bereits früher in ihre Wohnungen zurückkehren. Über den genauen Zeitpunkt werden sie per SMS informiert.

Ein vergleichbarer Einsatz ist in der Stadt bislang nicht bekannt. Die ETH entschuldigt sich für die Unannehmlichkeiten und bietet den Betroffenen als kleine Wiedergutmachung Gutscheine für einen Zoobesuch inklusive Verpflegung an.

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