Nächster Aufschlag kommtSo stark steigen die Krankenkassen-Prämien 2027
SDA
12.5.2026 - 07:22
Die Prämien für die obligatorische Krankenversicherung werden im kommenden Jahr erneut steigen.
Symbolbild: Keystone
Nach mehreren Jahren mit massiven Prämienschocks fällt der Anstieg bei den Krankenkassenprämien etwas moderater aus. Dennoch steigen die Gesundheitskosten in der Schweiz weiter kontinuierlich an.
Die Krankenkassenprämien steigen 2027 laut Comparis im Durchschnitt um 3,7 Prozent.
Das Kostenwachstum im Gesundheitswesen verlangsamt sich leicht, unter anderem wegen geringerer Defizite der Spitäler und der Verlagerung von stationären zu ambulanten Behandlungen.
Besonders stark stiegen die Kosten zuletzt bei Spitex-Leistungen sowie bei psychotherapeutischen Angeboten.
Die Krankenkassenprämien steigen auch im kommenden Jahr weiter – im Durchschnitt um 3,7 Prozent. Das hat der Vergleichsdienst Comparis für 2027 berechnet. Dies nach einem Anstieg von 4,4 Prozent im laufenden Jahr und einem noch höheren in den weiter zurückliegenden Jahren.
Gemäss dem Comparis-Krankenkassenexperten Felix Schneuwly bewegt sich der Prämienanstieg nach den drei Prämienschocks – 6,6 Prozent für 2023, 8,7 Prozent für 2024 und 6 Prozent für 2025 – sowie nach der jüngsten Beruhigung im kommenden Jahr somit weiter in Richtung Kostenwahrheit. Das heisst es in einer Mitteilung des Vergleichsdienstes vom Dienstag.
Ein Hauptfaktor für die Dämpfung des Kostenwachstums waren in den letzten Jahren demnach die Spitäler. Sie hätten ihre Defizite teilweise reduzieren oder beseitigen können, so Schneuwly. Weiterhin kostendämpfend wirkt seiner Einschätzung nach die Verlagerung von stationär zu ambulant. Kostentreibend allerdings werde die Umsetzung der Pflegeinitiative wirken.
Spitex als Kostentreiber
Das Wachstum der gesamten Gesundheitskosten in der Schweiz im vergangenen Jahr belief sich auf 3,7 Prozent. Im laufenden Jahr steigen sie demnach um 3,6 Prozent und 2027 voraussichtlich um 3,5 Prozent.
Gemäss dem Kostenmonitoring des Bundesamtes für Gesundheit stiegen die Kosten in allen Leistungsarten. Am stärksten stiegen im vergangenen Jahr die Kosten der Spitex-Organisationen: um 13 Prozent auf 173 Franken pro versicherte Person. Darauf folgten psychotherapeutische Leistungen durch Psychologinnen und Psychologen mit einem Plus von 9,8 Prozent auf 86 Franken pro versicherte Person.
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