Nach fünf Jahren an der Spitze Jetzt zieht Armee-Chef Süssli seine letzte Bilanz

Samuel Walder

2.12.2025

Nach mehr als fünf Jahren tritt Thomas Süssli, Chef der Schweizer Armee, von seinem Posten zurück. Am Dienstag zieht er Bilanz. 

Samuel Walder

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Korpskommandant Thomas Süssli tritt nach über fünf Jahren als Chef der Schweizer Armee Ende 2025 zurück.
  • Er verweist auf zahlreiche umgesetzte Reformen zur Stärkung der Verteidigungsfähigkeit als Grund für den gewählten Zeitpunkt.
  • Am Dienstag präsentiert Süssli seine abschliessende Bilanz als Armee-Chef.
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  • 11.09 Uhr

    Die Pressekonferenz ist nun zu Ende.

  • 11.01 Uhr

    «Sie treten ab, könnten also viel freier reden als Sie das tun»

    «Sie treten ab, könnten also viel freier reden als Sie das tun. Sie sind aber bei den Antworten relativ zahm. Wieso?», kommt eine Frage aus den Zuschauerreihen. 

    Süssli antwortet: «Ich bin immer noch Angestellter des Bundes, ich bin immer noch Armee-Chef und ich unterstehe immer noch einem System, an das ich glaube. Nämlich an ein demokratisches Politsystem.»

  • 11.00 Uhr

    Süssli stellt sich den Fragen

    Nun können Medienvertreter Fragen an Süssli stellen. 

    Eine Frage ist: «Ich erlebe das erste Mal, dass ein Armee-Chef so eine Pressekonferenz abhaltet bei seinem Rücktritt. Was wollen Sie damit aussagen?»

    Süssli antwortet: «Es geht darum, Bilanz zu ziehen. Es geht darum aufzuzeigen, wo sind wir hergekommen und was ist in diesen sechs Jahren geschehen. Es ist meine persönliche Botschaft, schauen wir, dass wir unserem Milizsystem Sorge tragen.»

  • 10.50 Uhr

    «Ich wünsche meinem Nachfolger alles Gute»

    Zuletzt spricht Süssli seinen Dank aus: «Ich spreche allen Dank aus, die unser Milizsystem tragen und fördern. Sei es in der Wirtschaft, in der Bildung, der Verwaltung, oder als Bürgerin und Bürger in Uniform.»  Denn letztlich seien diese ein Garant für Sicherheit und Wohlstand in der Schweiz. «Tragen wir Sorge zu diesem Milizsystem», sagt Süssli. 

    «Ich wünsche meinem Nachfolger alles Gute und insbesondere viel Kraft für dieses einmalige und ehrenvolle Amt des Chefs der Armee.»

  • 10.41 Uhr

    Süssli zieht positive, aber auch kritische Bilanz

    «Gesamthaft, wenn ich zurückblicke, ziehe ich eine positive, aber gleichzeitig auch eine kritische Bilanz», sagt Süssli. Er sehe kritisch auf die Zeit, weil es ihm teilweise nicht gelungen war, die Medien genügend zu informieren und nennt als Beispiel den Liquiditätsengpass. Dabei muss Süssli etwas schmunzeln. 

    Weiter sieht Süssli die Zeit kritisch, denn «Innovation, Digitalisierung und Agilität noch nicht das ganze System der Verwaltung durchdrungen haben.»

    «Positiv werte ich aber den Kulturwandel in der Schweizerarmee.», sagt Süssli. Er bedankt sich bei all denen, die diesen Wandel mit tragen. «Zeitenwende, Transparenz und Innovation», sind die Worte, mit denen Süssli den jetzigen Stand der Armee beschreiben würde. 

  • 10.38 Uhr

    Süssli machte sich ein eigenes Bild des Ukrainekriegs

    Ab 2023 reiste Süssli in diverse europäische Länder, um sich ein Bild der Eskalation in der Ukraine zu verschaffen. Damals drohte Russland mit einer Eskalation mit dem Westen. 

    «Mit dem Ukrainekrieg trat ein, was die grösste Revolution in Militärtechnologie ist», sagt Süssli und zitiert somit einen ehemaligen US-Präsidenten. Das Innovationssystem der Schweizerarmee sei die Antwort auf solche Gefahren.  

  • 10.36 Uhr

    «Grössten Mobilmachung seit dem Zweiten Weltkrieg»

    Thomas Süssli spricht auch über die Covid-Pandemie. Damals sprach der Bundesrat von der «grössten Mobilmachung seit dem Zweiten Weltkrieg.» Die Armee habe damals in einem Ernstfall im eigenen Land mitgeholfen.

  • 10.31 Uhr

    «2019 sprach man darüber, dass Cyber die Panzer ersetzten würde»

    Süssli beschreibt seinen Start im Jahr 2019. Damals standen vor allem die veraltete Ausrüstung der Armee im Fokus. Damals beschloss der Bundesrat und die Armee die Ausrüstung der Armee zu erneuern. 

    «2019 sprach man darüber, dass Cyber die Panzer ersetzten würde», sagt Süssli. Eine Gefahr eines Krieges in Europa sei gering. Da habe man sich getäuscht, wie man heute weiss. Deswegen habe die Schweizer Armee das Kommando Cyber ausgebaut und ist je her daran, die Armee für den Ernstfall besser auszubilden. 

  • 10.30 Uhr

    Armee-Chef Süssli verabschiedet sich

    Nach fünf Jahren verabschiedet sich Thomas Süssli von der Spitze der Armee. Am Dienstag zieht er Bilanz.

    blue News berichtet live im Ticker und Stream.


Nach mehr als fünf Jahren an der Spitze der Schweizer Armee zieht Korpskommandant Thomas Süssli die Reissleine: Er kündigt seinen Rücktritt auf Ende 2025 an.

Süssli betont, dass er viele zentrale Projekte zur Stärkung der Verteidigungsfähigkeit auf den Weg gebracht oder bereits umgesetzt habe. «Darum ist es jetzt der richtige Zeitpunkt, den Platz freizumachen», erklärt der 57-Jährige, bei der Bekanntgabe seines Rücktritts.

Am Dienstag zieht der noch amtierende Armee-Chef seine letzte Bilanz.