Referendum: Militärpiloten sollen für Kampfjets weibeln

sda

10.3.2018

Die Schweizer Militärpiloten sollen bei einer allfälligen Referendumsabstimmung für den Kauf neuer Kampfjets weibeln. Das sagte Armeechef Philippe Rebord in einem Interview.

Im Interview mit der "Südostschweiz am Wochenende" und "Schweiz am Wochenende" sagte Rebord, ein Nein an der Urne wäre die "Stunde null für die Armee".

Die Militärpiloten hätten einen grossen Vorteil: Sie seien enorm glaubwürdig, sagte Philippe Rebord im Interview. "Ich selber kann die Beschaffung zwar rein intellektuell erklären. Ein Pilot jedoch spricht aus seinem Herzen", so der Armeechef.

Dass das Stimmvolk bei der Beschaffung neuer Kampfflugzeuge für acht Milliarden Franken mitsprechen kann, findet Rebord legitim. Bei einem Nein hätte die Armee aber keine Luftverteidigung mehr. "Wir müssten das ganze Sicherheits- und Verteidigungskonzept neu denken", sagte Rebord weiter. Er sei aber überzeugt, dass das Volk nicht auf seine Luftwaffe verzichten wolle.

Auch das Image der Schweizer Armee wird im Interview thematisiert. Angesprochen auf die Beobachtung, dass viele Rekruten in den Bahnhöfen öffentlich Alkohol trinken, sagte Rebord: "Das ist in der Tat teilweise ein Problem." Wer in Uniform auftrete, sei Botschafter der Armee. 2018 werde man ein Schwergewicht auf Kontrollen der Militärpolizei an Bahnhöfen legen.

Ein Soldat habe das Recht, im Ausgang bei einem Nachtessen Wein oder Bier zu trinken. Alkohol in der Öffentlichkeit - im Zug, auf den Strassen - zu trinken, sei nicht erwünscht. Das vermittle kein gutes Image. Künftig werde am Sonntagabend auch stärker kontrolliert, ob die Disziplin stimme und die Tenues in Ordnung seien, sagte Rebord.

Bilder aus der Schweiz
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