Gewissheit nach langer Suche Arthur (16) ist tot – auch Benjamin (18) verstarb bei Bar-Inferno

Sven Ziegler

4.1.2026

Arthur (r.) und Benjamin (l.) verstarben bei der Brand-Tragödie.
Arthur (r.) und Benjamin (l.) verstarben bei der Brand-Tragödie.
SwissBoxing / BFMTV / Keystone / Bildmontage blue News

Stundenlang suchte Laetitia Brodard-Sitre nach ihrem Sohn. Nun herrscht traurige Gewissheit: Der 16-jährige Arthur ist bei der Brandkatastrophe in Crans-Montana ums Leben gekommen. Auch der 18-jährige Boxer Benjamin Johnson gehört zu den Opfern. 

Sven Ziegler

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  • Der 16-jährige Arthur aus der Westschweiz ist eines der Todesopfer des Bar-Brandes von Crans-Montana.
  • Seine Mutter hatte ihn seit der Silvesternacht verzweifelt gesucht und öffentlich um Hinweise gebeten.
  • Neben Arthur wurden weitere junge Opfer identifiziert, darunter ein 18-jähriger Boxer aus Lausanne.

Für Laetitia Brodard-Sitre gibt es nun traurige Gewissheit. Ihr Sohn Arthur ist tot. Der 16-Jährige kam bei der verheerenden Brandkatastrophe in Crans-Montana ums Leben.

«Unser Arthur ist nun aufgebrochen, um im Paradies zu feiern», sagt die Mutter in einem Video, das dem französischen Nachrichtensender BFMTV vorliegt. Zuvor hatte sie sich mehrfach öffentlich an die Medien gewandt, um bei der Suche nach ihrem Sohn Hilfe zu erhalten.

Arthur hatte die Silvesternacht gemeinsam mit Freunden in der betroffenen Bar verbracht. «Sie hatten alles geplant und im Voraus einen Tisch reserviert», erklärte seine Mutter dem Sender. Nach dem Brand verlor sich jedoch jede Spur von dem Jugendlichen.

Mutter suchte tagelang nach ihrem Sohn

Bereits am Freitag hatte Laetitia Brodard-Sitre in einem Interview geschildert, wie sie seit mehr als 30 Stunden nach ihrem Sohn suchte. Sie kontaktierte zahlreiche Spitäler – ohne Erfolg. «Ich weiss nicht, in welchem Spital er ist. Ich weiss nicht, in welchem Bezirk er ist. Ich weiss nicht, in welchem Kanton oder in welchem Land er ist», sagte sie damals.

Aufgeben kam für sie nicht infrage. «Ich höre nicht auf zu suchen. Ich werde nicht loslassen», betonte die Mutter. Parallel zur Arbeit der Behörden setzte sie auf soziale Netzwerke, um Hinweise zu erhalten und Bilder ihres Sohnes zu verbreiten.

Gleichzeitig wehrte sich Brodard-Sitre gegen Kritik, Jugendliche hätten an Silvester nicht in einer Bar feiern dürfen. «Wir sind keine verantwortungslosen Eltern, nur weil wir unsere 16-jährigen Kinder an Silvester haben ausgehen lassen», sagte sie. Alle Eltern hätten gewusst, wo sich ihre Kinder befanden, und die Jugendlichen seien gemeinsam mit Freunden unterwegs gewesen.

Nachwuchs-Boxer ist ebenfalls unter den Todesopfern

Während die Identifizierung der Todesopfer nur schrittweise voranschreitet, werden nach und nach weitere Schicksale bekannt. Wie der Schweizer Boxverband auf Instagram bekannt gibt, gehört auch der 18-jährige Boxer Benjamin Johnson aus Lausanne zu den Todesopfern.

Der Nachwuchsathlet kam demnach ums Leben, als er im brennenden Lokal einer Freundin zu Hilfe eilte. SwissBoxing würdigte ihn als «vielversprechenden Athleten», der «als Held» gestorben sei.