Bizarre BieterschlachtAuto-Nummer «So 1» kostet bereits über 1 Million Franken
SDA
4.12.2025 - 10:09
Die Solothurner Regierungsrätin Sandra Kolly hält das legendäre Nummernschild.
Motorfahrzeugkontrolle Solothurn
Der Kanton Solothurn versteigert das Autokennzeichen «SO 1». Die Auktion pulverisiert alle Rekorde. Nach etwas mehr als 24 Stunden liegt das höchste Gebot bei über 1 Million Franken.
Keystone-SDA
04.12.2025, 10:09
05.12.2025, 14:30
SDA
Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen
Das Autokennzeichen «SO 1» wird aktuell online versteigert.
Der Auktionspreis hat bereits über 1'010'000 Franken erreicht – mehr als das Dreifache des Preises für «ZH 24», der bisher teuersten Autonummer der Schweiz.
Die Nummer war zuletzt 1994 versteigert worden und wird nun auf Wunsch der Bevölkerung erneut angeboten.
Die Online-Auktion des Autokennzeichens «SO 1» begann am Mittwochabend um 22 Uhr und dauert noch bis am 17. Dezember. Als Startpreis hatte der Kanton Solothurn 10'000 Franken festgelegt. Und der Start war mit bereits über 40 Angeboten furios.
Der höchste Preis, den ein Solothurner Nummernschild davor erzielt hatte, lag bei 35'000 Franken. Diese Marke überflog die Auktion geradezu.
Und das war noch lange nicht das Ende. Zwar wurden die Erhöhungsschritte kleiner, aber es scheinen mehrere Personen um jeden Preis «SO 1» an ihr Auto schrauben wollen.
Donnerstagabend fällt die Million
Am späten Donnerstagabend verlor offenbar ein Bieter die Geduld und erhöhte von bis dahin im Raum stehenden 500'000 Franken direkt auf 1'000'000.
Und das war nicht das Ende, denn um 4.36 Uhr legte ein anderer weitere 10'000 Franken dazu. Die Auktion läuft noch bis am 17. Dezember.
Der Haken an der Auktion: Alle können bieten. Ob sie das Geld tatsächlich haben, zeigt sich am Ende. Es sind also auch Spassgebote möglich. Darauf deutet etwa der Bieter – oder die Bieterin – namens «Inzest» hin.
Der Solothurner Kantonsrat Richard Aschberger, der die Versteigerung des exklusiven Kennzeichens schon vor Jahren vorgeschlagen hatte, zweifelt im «Blick» daran, dass es allen ernst ist mit ihren Geboten.
Käufer muss sofort bezahlen
Das spezielle Kennzeichen «SO 1» kommt nicht zum ersten Mal unter den Hammer. Es wurde bereits 1994 angeboten, als Solothurn als erster Kanton Kontrollschilder versteigerte. Damals war es noch günstiger zu haben – ein Autofahrer erhielt den Zuschlag für die exklusive Nummer für im Vergleich zu heute vernachlässigbaren 20'000 Franken.
Seit dem Jahr 2008 liegt dieses Schild wieder im Depot der Motorfahrzeugkontrolle. Der Regierungsrat entschied sich nun dafür, SO 1 erneut zu versteigern. Aus der Bevölkerung sei immer wieder der Wunsch danach geäussert worden, hielt der Regierungsrat fest.
Die Auktion findet ausschliesslich online statt, wie der Regierungsrat weiter festhält. Wie bei den übrigen Versteigerungen von Kontrollschildern – derzeit wäre beispielsweise auch SO 16'300 zu haben und dies bereits ab 200 Franken – ist der Zuschlag definitiv.
Das Kontrollschild wird aber nur gegen Sofortbezahlung übergeben. «Wer sich SO 1 als exklusives Weihnachtsgeschenk sichern möchte, sollte das nötige Kapital bereithalten», machte der Regierungsrat klar. Spätestens dann wird sich zeigen, ob die horrenden Gebote ernst gemeint waren.
Machtkampf um die Fed: Notenbankchef Powell stellt sich gegen Trump
Washington, 12.01.2026: Der Streit zwischen US-Präsident Donald Trump und dem Chef der US-Notenbank eskaliert. Jerome Powell weist strafrechtliche Ermittlungen gegen ihn und eine drohende Anklage als Versuch der Einflussnahme auf die Arbeit der Federal Reserve zurück.
Powell soll im Zusammenhang mit der mehrjährigen Sanierung von Gebäuden der Zentralbank in Washington vor dem Senat Falschaussagen gemacht haben, so der Vorwurf.
Der Fed-Chef sieht darin allerdings nur einen Vorwand:
O-Ton Jerome Powell, Chef der US-Notenbank
«Es geht darum, ob die Fed die Zinssätze weiterhin auf Grundlage von Fakten und wirtschaftlichen Gegebenheiten festlegen kann – oder ob die Geldpolitik stattdessen von politischem Druck oder Einschüchterung bestimmt wird.»
Die demokratische Senatorin Elizabeth Warren wirft Trump eine «korrupte Übernahme» der Zentralbank vor. Warum Trumps Justizministerium ausgerechnet jetzt gegen Powell vorgeht, ist unklar. Dessen Amtszeit endet ohnehin im Mai. Trump will noch im Januar seinen Wunschkandidaten für die Nachfolge auf dem Chefposten der Federal Reserve bekanntgeben.
12.01.2026
Ifo-Präsident fordert «Frühling der Reformen»
STORY: Das Münchener Ifo-Institut hat seine Wachstumsprognosen für die deutsche Wirtschaft herabgesetzt. Das Bruttoinlandsprodukt werde im kommenden Jahr um 0,8 Prozent und 2027 um 1,1 Prozent wachsen, sagten die Münchner Forscher am Donnerstag voraus. Im September waren sie noch von 1,3 und 1,6 Prozent ausgegangen. Die deutsche Wirtschaft passe sich dem Strukturwandel nur langsam und kostspielig an, hiess es zur Begründung. Zusätzlich würden Unternehmen und Neugründungen durch bürokratische Hürden und eine veraltete Infrastruktur behindert. Auch die US-Handelspolitik belastet die deutsche Exportwirtschaft demnach weiter spürbar. Die geplanten staatlichen Investitionen aus den Sondervermögen Infrastruktur und Verteidigung sowie weitere Entlastungen für Unternehmen und Verbraucher wirken dem Ifo-Institut zufolge nur verzögert. Ifo-Präsident Clemens Fuest fordert von der Bundesregierung nun einen «Frühling der Reformen». O-Ton Clemens Fuest, Ifo-Präsident: «Ja, der Herbst der Reform hat leider in die falsche Richtung gesteuert. Was gemeint war, das waren ja Reformen, die das Wachstum stärken. Was wir bekommen haben, das sind überwiegend Reformen, die das Wachstum schwächen, zum Beispiel die Rentenreform, die einfach nur bedeutet, dass wir künftig höhere Steuern werden zahlen müssen. Das ist nicht der richtige Weg. Also, wir brauchen jetzt einen Frühling der Reformen, die in die richtige Richtung steuern.» Ansetzen sollte die Regierung bei Arbeitsmarkt, Investitionen und Bildung, so Fuest. Überflüssige Regulierung und Berichtspflichten müssten abgebaut werden. Helfen könne auch ein flexibleres Arbeitsmarktrecht. Für hochqualifizierte Arbeitskräfte sei ein weniger rigider Kündigungsschutz notwendig, damit neue Unternehmen auch mal Dinge ausprobieren und Leute einstellen könnten.
11.12.2025
Wadephul: China signalisiert Entgegenkommen bei Seltenen Erden
STORY: Bundesaussenminister Johann Wadephul hat bei seinem nachgeholten Besuch in Peking nach eigenen Angaben in Wirtschaftsfragen Fortschritte verbuchen können. Unter anderem äusserte er sich dort am Montag zum Thema Versorgung Deutschlands und Europas mit den Seltenen Erden. O-Ton Johann Wadephul (CDU), Bundesaussenminister: «Es ist gut, dass so ein substanzieller Kontakt stattfinden kann. Es waren heute offene und intensive Gespräche; Gespräche, die dazu da sind, immer wieder auszuloten, wie man gerade bei schwierigen Fragen vorankommen kann. Wir haben gute, konstruktive Gespräche geführt.»://: «Wir Europäer wollen wirtschaftliche Zusammenarbeit mit China. Wir scheuen auch keinen Wettbewerb, aber dieser muss auf Regeln basieren und fair sein. Wir hören, dass die chinesische Seite durchaus Verständnis hierfür hat. Wir wissen, dass wir unsere Wettbewerbsfähigkeit steigern müssen. Aber unsere chinesischen Gesprächspartner wissen auch, dass die Europäische Kommission die Wettbewerbsbedingungen genau beobachtet und sich auch immer vorbehalten muss, selbst aktiv zu werden.»://: «Es ist gut zu hören, dass dies auch im chinesischen Interesse ist. Man will einander ein verlässlicher Handelspartner und ein verlässlicher Wirtschaftspartner sein und auch als ein solcher gelten. Und es ist auch gut, von chinesischer Seite zu hören, dass man sich besonderen Engpässen auf deutscher und europäischer Seite mit besonderer Priorität widmen will.»://: «China hat versichert, dass man sehr konstruktiv an die Prüfung dieser Anträge herangehen wird und dass es keinerlei Bestrebungen gibt, gerade deutsche Unternehmen hier mit grösseren Problemen zu belasten. Das halte ich für eine gute Zusage und ermutige jetzt die deutsche Wirtschaft, hier jetzt konkret in die Beantragung hineinzugehen.»://: «Wir wollen Handelsbarrieren abbauen, aber das setzt voraus, dass auch China hier Massnahmen ergreift, die die Effekte der Überproduktion in Europa nicht zu stark werden lassen.» Bei Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine habe er hingegen keine nennenswerten Zugeständnisse der chinesischen Führung erhalten.
08.12.2025
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