Bis zu 250 Millionen Mehrkosten Ausbau des Bahnhofs Bern dauert offenbar deutlich länger und kostet viel mehr

SDA/Helene Laube

11.12.2025

Bauarbeiten am Bahnhof in Bern. (4. September 2025) 
Bauarbeiten am Bahnhof in Bern. (4. September 2025) 
Bild: Keystone/Anthony Anex

Der ausgebaute Bahnhof Bern kann voraussichtlich erst im Jahr 2031 eröffnet werden. Vergangenes Jahr hiess es, die Eröffnung finde Ende 2029 statt. Die Bauarbeiten dauern nicht nur länger als geplant, sie sind auch viel teurer.

SDA/Helene Laube

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  • Der neue Bahnhof Bern wird laut einem Medienbericht nochmals deutlich teurer und später fertig gestellt werden.
  • Das Projekt soll offenbar bis 2031 dauern und 200 bis 250 Millionen Franken mehr kosten als ursprünglich geplant.
  • Die Gründe für die Verspätung und die Verteuerung sind vielfältig.

Der neue Bahnhof Bern wird laut «Berner Zeitung» und «Bund» nochmals deutlich teurer und später fertig gestellt werden. Das Projekt werde laut Recherchen der Zeitungen voraussichtlich erst 2031 abgeschlossen und rund 40 Prozent mehr kosten als ursprünglich geplant – es dürften weitere 200 bis 250 Millionen Franken dafür anfallen.

Die Bauherren hätten die Eröffnung wegen Einsprachen, geologischer Schwierigkeiten und komplexer Arbeiten mehrfach verschoben. Frühere Probleme wie Altlasten, mangelhafte Verankerungen, zusätzliche Bodenvereisungen und Folgen der Pandemie hätten den Zeitplan zusätzlich verzögert.

Es ist nicht die erste Verzögerung: Ursprünglich hätte der mit 974 Millionen Franken veranschlagte Umbau mit neuer Personenunterführung und neuem RBS-Tiefbahnhof in diesem Jahr eröffnet werden sollen, heisst es in dem Bericht. Dann seien die Kosten gestiegen, und die Eröffnung wurde zunächst auf das Jahr 2029 verschoben.

Erweiterter Bahnhof Bern wird erst Ende 2029 eröffnet

Erweiterter Bahnhof Bern wird erst Ende 2029 eröffnet

Der ausgebaute Bahnhof Bern kann erst Ende 2029 eröffnet werden. Die Bauarbeiten dauern länger als vorgesehen, wie die SBB, die Regionalbahn RBS und die Stadt Bern am Mittwoch vor den Medien bekanntgaben. Bisher war geplant, die neue Unterführung der SBB Mitte 2028 und den Tiefbahnhof des Regionalverkehrs Bern-Solothurn (RBS) Mitte 2029 in Betrieb zu nehmen. Die Verzögerung hat mehrere Gründe. So ist der Fels härter, als die Untersuchungen des Baugrunds vermuten liessen. «Der Abbau ist aufwändiger als angenommen», sagte Benno Nussberger, Gesamtprogrammleiter der SBB.

04.09.2024